Zu 1: Auf Basis einer umfangreichen landwirtschaftlichen Urproduktion hat sich in Niedersachsen eine sehr leistungsfähige Ernährungsindustrie entwickelt. Deren Erfolg ist - neben der Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Rohstoffe aus der niedersächsischen Landwirtschaft - vor allem darauf zurückzuführen, dass die bestehenden räumlichen Agglomerationsvorteile konsequent genutzt wurden. Zwischen den W Land- und Ernährungswirtschaft, den jeweiligen vor- und nachgelagerten Bereichen sowie öffentlichen Forschungs- und Ausbildungseinrichtung
haben sich starke Netzwerkstrukturen (Cluster) entwickelt. Die konsequente Nutzung des technischen Fortschritts und der guten Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in niedersächsischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen war damit die Basis für Produkt- und Prozessinnovationen, die unerlässlich für eine starke Wettbewerbsposition der Unternehmen und die wirtschaftliche Entwicklung in den überwiegend ländlich geprägten Regionen des Landes sind.
Zu 2: Land- und Ernährungswirtschaft bilden gemeinsam, als eng vernetzte Wirtschaftsbereiche, einen Schwerpunkt der wirtschaftlichen Aktivitäten in Niedersachsen und leisten damit einen erheblichen Beitrag zur Beschäftigung und zur Wertschöpfung in Niedersachsen:
In der Landwirtschaft wurde wert in Höhe von 9,4 Milliarden Euro erzielt; davon entfielen auf die Tierhaltung 56 %. Innerhalb des Sektors finden sich rund 100 000 Erwerbstätige in 42 000 Betrieben, die weitaus überwiegend als Familienbetriebe organisiert und im ländlichen Raum angesiedelt sind.
Der Gesamtumsatz der in Niedersachsen ansässigen Betriebe des Ernährungsgewerbes (inklusive Genussmittel) lag 2010 bei 26,7 Milliarden Euro. Dabei spiegelt sich die große Bedeutung der Tierhaltung in Niedersachsen auch in den Strukturen der Ernährungswirtschaft wider: d industrie stellt mit einem Umsatz von 8,4 Milliarden Euro den stärksten Wirtschaftszweig der Branche dar, gefolgt von der Milchverarbeitung (3,4 Milliar- den Euro Umsatz) und der Herstellung von Futtermitteln (2,7 Milliarden gen in der Bedeutung die Back- und Teigwaren- branche (2,2 Milliarden Euro Umsatz) sowie die Obst- und Gemüseverarbeitung (1,9 Millionen Euro Umsatz). In den rund 700 Betrieben wurden rund 68 000 Arbeitnehmer beschäftigt. Die in Niedersachsen ansässigen Unternehmen des Ernährungsgewerbes investierten in 2009 rund 660 Millionen Euro; dies entspricht 16 % der Gesamtinvestitionen des verarbeitenden Gewerbes in Niedersachsen. Insgesamt ist die Ernährungswirtschaft damit mit einem Anteil an den Beschäftigten in Höhe von 14 % und der Umsätze in Höhe von 16 % nach der Automobilindustrie die zweitwi tigste Branche des produzierenden Gewerbes. Die Struktur der Branche ist dabei überwiegend durch kleine und mittlere Betriebe gekennzeichnet: 90 % der Betriebe hatten 2010 weniger als 250 Beschäftigte; in diesen Betrieben erzielten 54 % der Be
Die regionale wirtschaftliche Bedeutung von Land- und Ernährungswirtschaft variiert stark in Abhängigkeit von den jeweiligen Produktions- und Verarbeitungsmöglichkeiten. Die Standorte der Ernährungsindustrie haben sich im Zeitablauf von den Verbrauchszentren zu den landwirtschaftlichen Produktionszentren verlagert. Dies zeigt sich insbesondere für den Bereich der tierischen Veredelung und die Verarbeitung der entsprechenden Erzeugnisse am Beispiel der Landkreise im Westen und Nordwesten Niedersachsens. In diesen Regionen haben Land- und Ernährungswirtschaft eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung für Beschäftigung und Wertschöpfung, die sich auch auf die vor- und nachgelagerten Branchen erstreckt.
Zu 3: Sowohl die Entstehung als auch der dauerhafte Bestand eines Wirtschaftsclusters kann nicht ausschließlich durch den Einsatz öffentlicher Mittel bewirkt werden. Der sinnvolle Einsatz von Fördermitteln setzt grundsätzlich voraus, dass sich durch
02 entwickelt, und wie erklärt sich die Landesregierung die hohe Kaiserschnittrate und die dauernde Erhöhung der Kaiserschnittrate in Niedersachsen?
das Zusammenwirken von Standortfaktoren (natür- liche Bedingungen, Infrastruktur, Lage zu Beschaf- fungs- und Absatzmärkten bildungskapazitäten etc.), regionalen und globalen rktverhältnissen sowie politischen Rahmenbegungen bereits Clusterstrukturen herausgebilt haben, d
gung jedoch durch den Einsatz öffentlicher Mittel unterstützt werden kann. Insofern folgt die Förderung von Clustern dem Ansatz „Stärken stärken“.
dinations- und Dienstleistungsbedürfnisse z. B. in zug auf den Wissens- und Technologietransfer ziehen,
chen Unternehmen sowie die kleinen und mittleren Unternehmen der Ernährungswirtschaft allein nicht cken können. Hier setzt das Land wichtige Imlse, indem es z. B. das Deutsche Institut für Lensmitteltechnik e. V. (DIL), die Landesinitiative
tinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e. V. und des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) oder Projekte wie den Forschungsverbund Agrar- und Ernährungswissenschaften Niedersachsen (FAEN) oder die Clusterinitiativen „Food Nordwest“ in der Metropolregion Bremen-Oldenburg und „foodactive“ in der Metropolregion Hamburg unterstützt bzw. unterstützt hat.
des Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration auf die Frage 53 der Abg. Miriam Staudte (GRÜNE)
In den letzten Jahren ist die Rate der Entbindungen durch Kaiserschnitte in Deutschland insgesamt und besonders signifikant in Niedersachsen angestiegen.
Fast jede dritte Entbindung ist mittlerweile ein Kaiserschnitt (31,3 %), in Niedersachsen sogar bei 36 % aller Geburten. Deutlich weniger Kaiserschnitte werden in Sachsen und SachsenAnhalt verzeichnet. Es ist aber unwahrscheinlich, dass in Niedersachsen mehr sogenannte Risikoschwangere leben als in Sachsen.
Jeder Kaiserschnitt stellt allein durch die Operation ein Risiko für Mutter und Kind dar. Fachleute bemängeln zudem, das Kaiserschnitte für Mutter und Kind von Nachteil seien, weil die bei einer normalen Geburt ausgeschütteten Hormone fehlen. So werde die Rückbildung der Gebärmutter erschwert, es gebe Risiken für die Folgeschwangerschaft. Das Stillen und die Bindung zwischen Mutter und Kind würden im Übri lungsprozess der Narbe negativ beeinflusst.
Die Häufigkeit der eingesetzten invasiven M unter der Geburt scheint abhängig zu sein vom jeweiligen Verständnis von Geburtshilfe, von der Ausbildung des geburtshilflic
Außerdem sei die Fallpauschale für einen Kaiserschnitt deutlich höher als für eine normale Geburt. Häufig würden Kaiserschnitte als medizinisch notwendige Eingriffe deklariert, um die Kostenerstattung durch die Krankenkassen zu gewährleisten.
Die WHO empfiehlt d der Kaiserschnittrate pro Krankenhaus, damit Schwangere einen Hinweis auf die praktizierte Geburtshilfe erhalten können.
In der Antwort auf die Anfrage in der Drs. 16/3846 der Abgeordneten Flauger und Humke erklärte die Landesregierung am 2 fischen Kaiserschnittdaten vorlägen, lediglich die Daten der ehemaligen Regierungsbezirke.
1. Wie hat sich der Anteil der Kaiserschnittgeburten prozentual zur Gesamtzahl der Geburten in Niedersachsen seit 20
viele tatsächliche Notkaiserschnitte (se- wie viele geplante (primäre) Kaiserschnitte, wie viele auf Wunsch der Schwan
Für d aiserschnit ausschlag orgen von Ä äterer juristis eine Rolle, Frauen, die auf einen primä ische Gründ rundsätzlic aus Beque arkeit der Fa vorangeg r der Gebur er psych d sein. D unsch“-Kaiserschnitt und m ist vielfach nicht scharf
Ein be n den letzten r der Erstge dung und B h die Zahl d aften und R n, die häufiger mit Kaiserschnit angeren oh
ie Mehrzahl der Durchführung eines K ts dürfte eine medizinische Indikation gebend sein. Sicher spielen auch S rztinnen und Ärzten wegen etwaiger sp cher Ansprüche (Behandlungsfehler) ebenso Wünsche von
Geringfügig davon abweichende Daten (siehe folgende Tabelle) führt das Zentrum für Qualitätssicherung (ZQ) bei der Ärztekammer Niedersach