Zu dem virtuellen Münzkabinett habe ich hier Meinungen gehört, wonach so etwas schon gemacht wird, wonach das sozusagen die normale Aufgabe und von daher nichts Besonderes sei. - Das ist eine totale Fehleinschätzung,
weil die Digitalisierung von Kunst und Kultur und die Speicherung in Internetdatenbanken ein ganz zentrales europäisches Thema ist. Dafür wird im europäischen Bereich für die europäische digitale Bibliothek Geld ausgegeben. Wir sind jetzt dabei, eine deutsche digitale Bibliothek aufzubauen.
- Nein, Frau Behrens, das befindet sich am Beginn. Das heißt, die Münzen werden nicht nur fotografiert und irgendwo eingestellt - das wäre widersinnig -, sondern es hat einen starken innovativen Charakter, so etwas überhaupt zu machen und zudem zum ersten Mal zu machen.
Herr Perli, Sie wollen gleich ausgehend von Europa etwas machen. Erst einmal sollte man etwas in dem Bereich sichten und darstellen, wo man es verantworten kann.
Auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat, weil es aktuell ist und weil sie es für Deutschland für wichtig hält, extra einen Förderschwerpunkt „Dokumentation“ eingerichtet. An diesem Förderschwerpunkt kann man dann partizipieren, wenn man ein gutes Konzept vorstellt. So weit sind wir in Niedersachsen. Aber es wird noch länger dauern, bevor das abgeschlossen ist.
Vor Ort gibt es dann interessante Ausstellungen und die originalen Exponate, und darüber hinaus hat man eine virtuelle Münzdatenbank, in der allen, die sich dafür näher interessieren oder die etwas suchen, die Informationen ohne Barrieren zur Verfügung stehen. Das wäre vor dem Hintergrund, dass Kultur für alle erreichbar sein sollte - ohne viel Geld, ohne Fahrten und ohne Barrieren -, ein wichtiger Schritt.
Eine meiner Vorrednerinnen hat gesagt, unsere Münzsammlungen könnten mehr Ausstrahlung haben, wenn man sie denn lässt. - Ja, wir lassen sie.
Wir kommen zur Abstimmung. Wer der Beschlussempfehlung des Ausschusses zustimmen und damit den Antrag der Fraktion der SPD in der Drs. 16/2501 in geänderter Fassung annehmen will, den bitte ich um das Handzeichen. - Gegenstimmen? - Stimmenthaltungen? - Das Erste war die Mehrheit. Herzlichen Dank.
Damit sind wir für heute am Ende der Tagesordnung angelangt. Ich wünsche Ihnen allen, die mich sehen und die mich hören, einen wunderschönen Abend auf dem Weihnachtsmarkt oder sonst wo. Wir sehen uns morgen früh um 9 Uhr hier im Plenarsaal wieder. Guten Abend!