Protokoll der Sitzung vom 15.02.2017

Norbert Walter-Borjans behält keinen einzigen Euro für sich, sondern investiert jeden Bundes-Euro in das kommunale Straßennetz. Dafür gebührt ihm ausdrücklich Dank.

(Beifall von der SPD)

Zweitens. Das Gleiche gilt …

Herr Minister, das ist eine Kurzintervention und keine neue Rede. Die Zeit ist lange um.

Hier hat keiner mehr eine Frage …

(Zuruf von der CDU: Zum Thema!)

Sie sind so gut in Schwung. Aber die Zeit ist lange um. Es tut mir leid, dass das so ein Ende findet.

Gut.

(Beifall von der SPD und den GRÜNEN)

Der Minister hat ja noch so viel mitzuteilen. Aber Kurzintervention ist Kurzintervention.

Verehrte Kolleginnen und Kollegen, mir liegen keine weiteren Wortmeldungen mehr vor. Wir sind am Schluss der Aussprache.

Wir kommen zur Abstimmung, erstens über den Antrag der Fraktion der Piraten. Das ist die Drucksache 16/14166. Die antragstellende Fraktion der Piraten hat direkte Abstimmung beantragt. Wir kommen somit zur Abstimmung über den Inhalt des Antrages Drucksache 16/14166. Wer dem seine Zustimmung geben kann, den bitte ich um das Handzeichen. – Wer kann dem nicht zustimmen? – Wer enthält sich? – Damit ist der Antrag mit den Stimmen von SPD, CDU, Grünen und FDP bei Zustimmung der Fraktion der Piraten abgelehnt.

Wir kommen zweitens zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Fraktion der FDP. Das ist die Drucksache 16/14251. Wer dem seine Zustimmung geben kann, den bitte ich um das Handzeichen. – Wer kann dem nicht zustimmen? – Wer enthält sich? – Damit ist der Entschließungsantrag abgelehnt mit den Stimmen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen bei Gegenstimmen von der FDP und der Fraktion der Piraten und bei Enthaltung der CDUFraktion.

Ich rufe auf:

7 „Ja“ zur Fußballeuropameisterschaft in NRW

Stadien

Antrag der Fraktion der CDU Drucksache 16/14171

Entschließungsantrag der Fraktion der SPD und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Drucksache 16/14234

Entschließungsantrag der Fraktion der PIRATEN Drucksache 16/14253

Ich eröffne die Aussprache und erteile für die CDUFraktion dem Kollegen Holger Müller das Wort.

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich grüße auch Frau Kampmann. Frau Ministerin, schön dass Sie hier sind! Ich habe noch eine Botschaft an Sie: Save the date! Am 28. März ist die letzte Sportausschusssitzung in dieser Legislaturperiode. Es wäre schön, wenn Sie als Ministerin dann noch einmal anwesend wären.

(Beifall von der CDU, der FDP und Daniel Düngel [PIRATEN])

Ich kann ohnehin feststellen, dass Sie mehr Zeit im Stadion in Rio de Janeiro verbracht haben als bei uns im Sportausschuss. Ich finde das keineswegs lustig, auch wenn es so rüberkommt.

Jetzt zu unserem Antrag „‘Ja‘ zur Fußballeuropameisterschaft in NRW-Stadien“: Da bin ich schon der

Meinung, dass man hätte zustimmen können. Hochpolitisch ist dieser Antrag nicht. Und dann kommt dieser Entschließungsantrag von SPD und Grünen.

(Zuruf von der SPD: Guter Antrag!)

Ich muss Ihnen leider sagen: Das ist der Triumph des ganz kleinen Karos.

(Beifall von der CDU und der FDP)

Warum stellt man einen solchen Antrag nicht gemeinsam oder kommt zu einer gemeinsamen Linie?

(Zuruf von Josefine Paul [GRÜNE])

Ich wusste, dass das kommt. Sie haben es ja gar nicht versucht. Ich will Ihnen mal eine Geschichte aus dem Jahr 2006 erzählen.

(Zurufe von der SPD: Oh!)

2006 stellte der Grünenabgeordnete Vesper den Antrag, dass wir die Gäste für die Fußballweltmeisterschaft begrüßen sollten. Meine Fraktionsführung verlangte daraufhin, dass wir einen Entschließungsantrag stellen sollten.

(Zuruf von Michael Hübner [SPD])

Nein, wir haben das dann nachher gemeinsam gemacht. Denn da habe ich denen gesagt: Leute, irgendwo gibt es auch Grenzen der Verblödung. – Denken Sie einfach mal darüber nach!

(Beifall und Heiterkeit von der CDU und der FDP)

Wir haben dann einen gemeinsamen Antrag gestellt. Das hatte ich hier auch erwartet. Aber Sie wollen es einfach nicht. Sie wollen es nicht!

(Josefine Paul [GRÜNE]: Wo sind da die In- halte? Das ist doch das Problem!)

Es geht hier um knallharte Parteipolitik.

(Zuruf: Ach, Herr Müller!)

Selbstverständlich.

Es gibt offensichtlich zwei Bewerber: Deutschland und die Türkei. Wir sagen doch immer, es müsse möglich sein, dass wir Großveranstaltungen in den wahren Demokratien und nicht in Autokratien oder gar Diktaturen stattfinden lassen. Das sind doch die Themen, die wichtig sind, und nicht, ob Sie einen Entschließungsantrag einbringen, weil Sie einfach zu langsam waren, um einen eigenen Antrag zu stellen! Man muss auch mal verlieren können, und zwar fair verlieren können.

(Beifall von der CDU und der FDP)

Dann kommt der Einwurf – damit habe ich gerechnet, und das Schöne ist ja, dass Sie berechenbar sind –: Wo sind die Inhalte? – Wo sind denn die Inhalte hier? Sie erzählen da was von Good Governance, von Transparenz, von lalala.

(Zuruf von Josefine Paul [GRÜNE])

Das sind doch nur Hilfskrücken, um unseren Antrag abzulehnen, aber selbstverständlich!

(Zuruf von Hans-Willi Körfges [SPD])

Nein, nein, nein! Frau Paul, man hätte ja darüber reden können. Aber das haben Sie gar nicht gewollt.

Dann ist mir am Schluss Ihres Entschließungsantrags noch eines aufgefallen.

Herr Kollege, würden Sie eine Zwischenfrage des Kollegen Düngel zulassen?

Aber sicher doch.