Protokoll der Sitzung vom 17.04.2024

Wir haben uns schon sehr viele Gedanken darüber gemacht,

(Zurufe der Abg. Gordon Schnieder und Marcus Klein, CDU)

wir haben uns schon sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie wir dieses Gesetz,

(Abg. Marcus Klein, CDU: Ei, ei, ei! – Abg. Michael Hüttner, SPD: Populismus kennt keine Gerechtig- keit!)

wie wir diesen Tarifabschluss auf die Beamtinnen und Beamten übertragen und das eins zu eins.

(Abg. Marcus Klein, CDU: Da brauchen wir keine Belehrungen, wirklich nicht!)

Ich danke Ihnen herzlich für die Zustimmung zu diesem Ansinnen.

(Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP – Zuruf des Abg. Gordon Schnieder, CDU)

Zu einer Kurzintervention erteile ich Abgeordnetem Martin Brandl von der CDU-Fraktion das Wort. 2 Minuten maximal.

Herr Präsident, vielen Dank für die Gelegenheit zur Kurzintervention. –

(Zuruf des Abg. Michael Hüttner, SPD)

Frau Ministerin Ahnen, ich freue mich. Ich freue mich, dass Sie die Rufe der Busfahrer vor Ihrem Ministerium sehr laut gehört haben.

(Zuruf der Staatsministerin Doris Ahnen)

Die Busfahrer waren sehr laut, waren deutlich lauter als ich. Die haben mich mit „Hells Bells“ begrüßt. Ich glaube, diese Glocken hätten Ihnen läuten müssen, wenn 1.000 Busfahrer mit lauten Trillerpfeifen vor Ihrem Ministerium versammtelt sind

(Heiterkeit des Abg. Stephan Wefelscheid, FREIE WÄHLER)

und sagen: Wir wollen endlich einen auskömmlich finanzierten ÖPNV. – Sie sind diejenige, die dieses Geld nicht herausrückt.

(Beifall der CDU – Abg. Marcus Klein, CDU: Genau! – Zurufe von der SPD)

Ich meine, wenn nun schon die Busfahrer erkennen, wo sie demonstrieren müssen und

(Abg. Marcus Klein, CDU: Wissen, wer schuld ist!)

dass eben nicht das Fachlichkeitsprinzip an der Stelle wichtig ist, sondern

natürlich auch die Fachminister entsprechendes Geld brauchen, um die Vorhaben umzusetzen,

(Abg. Gerd Schreiner, CDU: Ist ja auch versprochen worden!)

dann sieht man, dass es langsam ofensichtlich wird. Ofensichtlich für jeden, dass die 8 Milliarden Euro Überschüsse, die in den letzten Jahren erwirtschaftet wurden, nicht denen zugute kommen, die sie jetzt brauchen

(Zuruf des Abg. Carl-Bernhard von Heusinger, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

und sie auch verdient haben, meine Damen und Herren.

(Beifall der CDU – Zuruf des Abg. Gerd Schreiner, CDU)

Wenn wir es schon mit der Seriosität haben, vielleicht auch noch einmal ein Satz: Die Ministerpräsidentin – ich wiederhole, was mein Fraktionsvorsitzender gesagt hat – stellt sich hier hin und redet ganz locker flockig von 800 Millionen Euro für die Biotechnologie. 800 Millionen Euro! Keine Nachfrage, keine Hinterfragung über welchen Zeitraum, keine Hinterfragung, welche Zahlen da schon wieder in alles Mögliche zusammengerechnet werden.

(Zurufe von der SPD)

Hauptsache, die Zahl ist größtmöglich. Das hat mit seriöser Finanzpolitik nichts zu tun, meine Damen und Herren.

(Beifall der CDU – Zurufe von der SPD – Abg. Gerd Schreiner, CDU: Was man im Wahlkampf verspricht, muss man halt bezahlen!)

Zur Erwiderung Staatsministerin Doris Ahnen. 2 Minuten.

(Unruhe bei der CDU – Glocke des Präsidenten)

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

(Anhaltend Unruhe bei der CDU – Glocke des Präsidenten)

Frau Staatsministerin, Sie haben das Wort.

Herr Brandl, Ihr Beitrag gerade eben hat es jetzt nicht besser gemacht,

(Heiterkeit des Abg. Carl-Bernhard von Heusinger, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

um es in aller Deutlichkeit zu sagen. Noch einmal, Frau Schellhammer und andere sowie ich vorhin auch, wir haben versucht, Ihnen mit Engelszungen zu erklären, dass es einen Grundsatz gibt, den man im Haushalt berücksichtigen muss, nämlich ob man über Investitionen oder über jährliche Ausgaben redet.

Wer diesen Unterschied nicht auf dem Schirm hat, der kann unmöglich einen Haushalt aufstellen. Es ist einfach komplett falsch.

(Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg. Philipp Fernis, FDP)

Dann habe ich mich ausdrücklich nicht,

(Abg. Gerd Schreiner, CDU: Was man verspricht, muss man halten!)

dann habe ich mich ausdrücklich nicht auf die Busfahrerinnen und Busfahrer vor meinem Haus bezogen,

(Abg. Gerd Schreiner, CDU: Herr Becht hat es versprochen, und Sie haben es nicht gehalten!)

weil da zwei Tarifvertragsparteien miteinander in Auseinandersetzungen sind.

(Abg. Martin Brandl, CDU: Nächstes Mal sollten sie wieder vorne demonstrieren, vor dem Finanzministerium!)

Die werden hofentlich zu guten Ergebnissen führen.

Ich habe mich auf Sie bezogen, die vor meinem Haus – natürlich in der Straße dazwischen; ich glaube, die gehört dem Landtag, die Hälfte, die andere gehört dem Finanzministerium –, in dieser Straße,

(Zuruf des Abg. Gerd Schreiner, CDU)

auf der halt viele durchgehen, die ein bisschen was von Finanzen verstehen, gesagt haben, dass man das Problem einfach aus Resten lösen könnte.

(Abg. Marcus Klein, CDU: Ei, ei, ei! Das ist aber ein Missverständ- nis! Das ist doch erschütternd!)