Natürlich gibt es Defizite. Unter anderem haben Experten die Notwendigkeit einer stärkeren Koordination mtd Vernetzung der Aktivitäten gefordert. Aus der Sicht des SSW sollten wir uns überlegen, ob nicht noch enger 'erzahnte Modelle der direkten Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich des Teclmologietransfers möglich sind. Ich habe dies mehrfach angesprochen mtd denke, dass dies ein wichtiger Ansatz ist.
Eine engere Verzalmung zwischen Hoehschulleittlllg, Studierenden und Wirtschaft nach dem Vorbild der Forscherparks bietet große Vorteile, wie die Ergebnisse in w1serem Nachbarland nördlich der Grenze zeigen. Auch in Schleswig-Holstein gibt es Beispiele ähnlicher Kooperationsmodelle, nicht zuletzt in Kiel. Dennoch ist vieles Yerbesserungswürdig. In erster Linie sind hier nach meiner Meinung auch die Hochschulen gefragt, endlich einmal über ihren eigenen Schatten zu springen.
In dem Bericht der Landesregierung werden die Querschrtittstechnologien, das heißt die Informations- und
Komrnurukationstechnik und die Biotechnologie, als beispielhaft ftir den wirtschaftlichen Strnkturwandel in Schleswig-Holstein angeflihrt. Diese Beispiele zeigen sowohl die Stärken als auch die Schwächen der schleswig-holsteinischen Technologiepolitik Bei der Gestaltung der lnfonnationsgesellschaft ist die Landesregiermtg aktiv ·geworden und hat durch die ,,Landesinitiative Informationsgesellschaft SchleswigHolstein'' dazu beigetragen, dass ein landesweit erarbeiteter Strategie- und Aktionsplan verabschiedet worden ist und entsprechende Projekte in Millionenhöhe gefördert worden sind. Wenn man bedenkt wie wichtig die D)namik und Verbreittmg der Informations- mtd Konnnwtikationstechnologien ftir die Entwicklung unseres Landes sind und welchen Einfluss dies alles auf unsere znkünftige W ettbewerbsfahigkeit hat, dann ist es natürlich äußerst wiclttig, dass die Landesregierung in diesem Bereich aktiv ist tutd auch weiterhin aktiv sein wird.
Dass die Bürgerümen und Bürger Schleswig-Holsteins bald eine kostenlose E-Mail-Adresse tutd eine kostenlose Interneumtztmg zu äußerst günstigen Verbindungstarifen erhalten kömten, ist ein Spnmg nach vorn.
Dennoch weist gerade der Internet- und PC-Bereich einige Schwachstellen in der Technologiepolitik des Landes auf. Die Initiati\e ,.Schulen ans Netz'· ist zwar vom Ziel her lobenswert, aber es dauert einfach immer noch zu lange, bis alle Schülerinnen und Schüler einen Internet- oder einen PC-Anschluss bekontlllen. Gerade dies ist eine Voraussetzung sowohl ftir die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung als auch für die znkünftige Chancengleichheit aller Menschen hier im Lande. Um die Chancengleichheit in der lnfonnationsgesellschaft zn verbessern. sollte man sich überlegen. ob es tlicht möglich ist, wie in den skandinavischen Ländern kostenlose Internetzugänge in den öffentlichen Bibliotheken für alle Bürgeritmen tutd Bürger zu schaffen.
Auch Üt den Behörden und Verwaltungen hakt es noch mit der moderneu mtd znkmtftsgerechten Ausstattung mit PC-Gerätcn oder mit der Schaffung von InternetZugängen. In mtseren nördlichen Nachbarländem gibt es immer mehr Komrnmten, die iltren Mitarbeiterinnen mtd Mitarbeitern kostenlos Computer für den Heimgebrauch zur Verftigwtg stellen, weil sie sich daYon besser ausgebildete Angestellte versprechen · aber natürlich auch, weil dadurch Telearbeit.insgesamt gefördert wird.
chen Nachholbedarf, denn zu einer Gesellschaft, die im internationalen Wettbewerb bestehen will, gehört auch. dass die öffentliche Verwaltung über ausreichend moderne Kommunikationsmittel verfUgt.
Die Machbarkeilsstudie flir ein funovationsund Gründerzentrum Biotechnologie hat gezeigt, dass in Schleswig-Holstein ein erhebliches wissenschaftliches Potential vorhanden ist, das eine Grundlage fur den Ansehub einer Gründerwelle durch junge, innovative Bioteclmologieunternehmen bietet. Ich war auch bei der Präsentation dieser Studie dabei und fand genau'o wie die Kollegin Aschmoneit-Lücke, dass das C\lle sehr kompetente und sehr interessante Dl!fstellung war. Deutlich wurde aber auch, dass es nicht möglich ist, einfach gestreut Gründerzentren oder Biotechnologiezentren zu schaffen. Dafur muss eine gebündelte Politik her und dafur muss natürlich auch wieder das her, was ich vorhin ansprach: eine verbesserte Zusammenarbeit zv.ischen Wissenschaft und Winschaft.
Da bin ich wieder bei dem, was innner wieder deutlich wird. dass sich nämlich die Hochschulen m diesem Land erst am Anfang dieser Entwicklung befinden.
Um das in Schleswig-Holstein vorhandene technologische Potenzial zu einer kritischen Masse zu verdichten. ist es nötig, die Planung
- ich komme zum Schluss, Herr Präsident - und die Schaffung von Infrastrukiur mit einer Reihe weiterer Maßnalunen zu begleiten. Wir em arten von der Landesregierung, dass sie die Empfehlungen der Studie zügig un1setzt, und wir erwarten auch, dass in einer Weiterentwicklung der Technologief"örderung verstärkt regionale SchwerpunJ..:te ieutlich gemacht werden.
Herr Kollege Hentschel hat schon ausgeflihrt, dass ein wesentlicher Eckpfeiler der Teclmologiepolitik hier im Land auch im Bereich der regenerativen Energien anznsiMeln ist. Ich darf aus der "Dithmarscher Lan
"Volker Rühe stellte wälrrend einer Podiumsdiskussion fest: Wenn ich mit meiner Frau in Richtung Tönning fahre und die vielen Windkraftaulagen sehe, darm denke ich, eiii"Voge! Würde umkehren."
(Wolfgang Kubicki [F.D.P.]: Ja, es ist so! - Martin Kayenburg [CDU]: Das ist nun aber völlig aus dem Zusammeul!ang gerissen!)
Meine Damen und Herren, wir haben hier die Bürgerinitiative mit der "Speerspitze CDU'' erlebt; es geht um einen dreisteiligen Millionenbetrag, investiert in SchlesWig-Ho1stein im Offshore-Windbereich! Diese Politik ist nicht nur auf den Spitzenkandidaten, son
dern auf die ganze Partei auszudehnen, diese Technikverweigerung durch die Atomzentrierung dieser Partei.
Rühe sagt auch: "Windkraft ist eine gute Ergänzung'· nun ja, nun haben wir sie ja auch offenbar-, "aber eine Verdoppelung der Kapazitäten und der Wind
- Ja, erstens ist er dazu auch noch nicht in die Lage versetzt, aber v.iirde er Ministerpräsident sein, hätte er auch gar nicht die Mittel in der Hand, das zu verhindern. Der Marm ist ja wohl größenwahnsinnig.
Das wird durch die Novellierung des ErneuerbareEnergien-Gesetzes geregelt, dass das Stromeinspeisnngsgesetz ablösen v.ird.
Iei! habe hier vorgestern Abend zu diesem Thema eine Veranstaltung der Fraktion gemacht; es waren 200 Gäste aus dem Bereich der kleinen und mittleren Un
ternehmen, der lngenieurbüros, der Banken, von Betreibergesellschaften und so weiter zu begrüßen. Der
Saal war voll, das Interesse brem1end. Das ist eine Technologie in Schleswig-Holstein, die hoch sparmend ist.
Ich sage Ihnen: Durch die Einbeziehung auch anderer regenerativer Energieträger übilr die Windkraft hinaus - Geothermic. Solarenergie, Photovoltaik, aber vor allen Dingen auch Nutzung der Biomasse - wird dort die Post abgehen. Dies gilt auch für den Biomasscbereich, und zwar ähnlich, wie wir das in der Dynamik bei der Windenergiebranche ketmen.
.,... Ansinnen von Detlef Mattluessen (Grüne), sich mehr um Biomasse als Energieträger zu kümmern, wies Carstensen zurück. Haltet euch nicht mit so kleinen purzeligen Dingen auf, beschäftigt euch lieber mit den wesentlichen Dingen!"
Ich sage Ihnen: Diese Zitate belegen, dass die überhaupt nicht wissen. wo hier im Land teclmologisch die Entwicklungspotenziale zu suchen sind,
während diese Regierung mit sehr modernen Instrumenten Schleswig-Holstein zu dem Gründerstandort Nummer eins in dieser Republik gemacht hat. - Ich nenne Innovationsassistenten, mittelständische Betciligungsgesellschaft,
Teclmologie-Transfcr-Zentrale, ich netme die Fachhochschullandschaft mit enger Anhindung an die Wirtschaft. wo es innner besser wird.