Aber ich glaube, Sie haben eine treffliche Analyse zu dem Thema gegeben. Es wirft sich nur bei den Kolleginnen
und Kollegen die Frage auf, was Sie denn, verehrte Frau Kollegin Müller, seit dem Jahr 2001 in dieser Frage für Aktivitäten entwickelt haben. Ich habe eher den Eindruck, dass Sie möglicherweise auch in Ermangelung von Anträgen auf das Thema gestoßen sind, um eine Debatte hier in der Fortschreibung eines solchen Berichtes …
Ja, es gab 2000 einen Bericht, aber so akribisch, wie Sie arbeiten, erwarte ich einfach dabei, dass Sie solche Dinge auch verfolgen,
(Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Das können Sie ja jetzt machen. – Irene Müller, DIE LINKE: Genau.)
dass Sie letztendlich auch sagen: Was macht der Bericht 2001, 2002 und darüber hinaus? Welche Entwicklung haben wir?
Wie sehen unsere Kommunen und unsere kreisfreien Städte gerade solche Probleme? Wir brauchen jetzt nicht darüber zu diskutieren, ob wir genügend Wohnraum im Angebot haben. Das haben wir auf jeden Fall. Sie kennen die demografische Entwicklung,
Sie kennen die Migration. Und jeder Bürgermeister ist bis auf einige Ausnahmen in der Lage, dann, wenn tatsächlich die Not vor Ort ist
(Irene Müller, DIE LINKE: Nicht mal das weiß die Landesregierung. – Zuruf von Birgit Schwebs, DIE LINKE)
die psychosoziale Störungen haben, wir haben das ja von der Ministerin auch vorgetragen bekommen, müssen Hilfe bekommen.
Bei denen ist möglicherweise dann in ihrer Lebensphilosophie eben nicht eingebaut, dass sie einen festen Wohnsitz haben, dass sie festen beheizbaren Wohnraum beanspruchen, sondern irgendwo leben, wo das eigentlich menschenunwürdig ist.
Da sind wir auf jeden Fall immer in der Lage, dort Abhilfe zu schaffen. Ich brauche jetzt nicht über die Situation zu reden, die wir noch vor 20 Jahren auch hier in den Bezirken Rostock, Schwerin und Neubrandenburg hatten, also in Mecklenburg-Vorpommern, was den Wohnraum betraf,
wenn wir uns unsere Innenstädte seinerzeit angeguckt haben, und das, wo tatsächlich Wohnraum ein erstrebenswertes Ziel war,
wo die kommunale Wohnungsverwaltung ja manchmal in der Situation war, in Ermangelung von Material, in Ermangelung von irgendwelchen Fonds die Devise herauszugeben: „Ruinen schaffen ohne Waffen.“
Unsere Innenstädte sind doch verfallen. Da können wir uns doch freuen, dass wir jetzt diesbezüglich wirklich exzellente Bedingungen haben. Die müssen wir ausnutzen.
Sie können auch eine Kaltmiete, meine sehr verehrte Kollegin Müller, für 3,50 Euro, für 4,00 Euro bekommen.
Das sind letztendlich Unterkunftskosten, die Sie auch bei Arbeitslosengeld II mit den entsprechenden Betriebskosten realisieren können.
Ich muss Ihnen sagen, das nächste Mal erwarte ich erstens diesen Antrag von Ihnen etwas fundierter und dann auch kontinuierlicher.
(Irene Müller, DIE LINKE: Um ihn kontinuierlich abzulehnen. – Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Sie wollen wohl nächstes Mal zustimmen, Herr Kuhn?!)
Das Wort hat jetzt für die Fraktion der FDP der Abgeordnete Herr Grabow. Bitte schön, Herr Abgeordneter.
Sehr geehrter Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! DIE LINKE möchte schon wieder einmal einen Bericht haben. Und irgendwo, glaube ich, haben wir ein paar richtige...
(Irene Müller, DIE LINKE: Die Fortschreibung eines Berichtes, den es schon gibt. – Zuruf von Torsten Koplin, DIE LINKE)
Frau Müller, lassen Sie mich doch mal bitte ausreden. Ich glaube, ein Stückchen Barrierefreiheit gehört auch dazu, den Redner erst mal anfangen zu lassen und ihn ausreden zu lassen.
Ich habe Ihren Antrag vom 10.07.2000. Sie haben vorhin ganz viele Kollegen von sich aufgezählt. Ich will dann auch noch einen zitieren, der hier drinsteht, das ist Herr Holter. Da steht zum Beispiel: „Wir sind der Auffassung, dass in Auswertung des Berichtes zusätzlich Wohnungsbauprogramme oder Forschungsprojekte nicht erforderlich sind.“
(Heiterkeit bei Abgeordneten der Fraktion der FDP – Irene Müller, DIE LINKE: Das habe ich auch nicht gesagt.)
„Es sind einzelne Maßnahmen notwendig, die meine Kollegin Frau Bunge einleitet. Ich danke für die Aussprache.“ Und da frage ich mich dann ehrlicherweise, 2000, sechs Jahre bis 2006, ich habe den Computer gefragt, ich habe leider Gottes bis 2006 nichts gefunden.
Wo ist denn da was? Sie waren doch da, warum haben Sie denn das nicht gemacht? Ich meine, im Nachhinein immer zu fordern, dass andere etwas tun, das verstehe ich nicht.
Und ich glaube, Berichte sind notwendig, aber ich glaube, man kann das Thema Berichte auch kaputt kriegen. In dem nachher …