Protokoll der Sitzung vom 21.06.2012

Was da gefördert wird, sind keine zivilgesellschaftlichen Gruppen, das ist der Bodensatz für Linksextremismus mit all seinen Folgen.

(Beifall vonseiten der Fraktion der NPD)

Aber das wissen Sie ja. Sie befördern das ja auch an anderer Stelle und ich erinnere wieder in diesem Zusammenhang an die Übernahme des Strafgeldes für die Täter, die Raimund Borrmann beraubten –

(Dr. Margret Seemann, SPD: Einer der fähigsten Nazis.)

einer davon neunfach vorbestraft

(Zuruf von Dr. Norbert Nieszery, SPD)

und der andere kandidiert anschließend für die SPD. Tolle Zivilgesellschaft, tolle Gewaltdistanzierung! Ihre Distanzierungen sind ohnehin eine einzige Lächerlichkeit. Das schafft es zum Beispiel …

(Thomas Krüger, SPD: Und Ihr Fraktionsmitglied schlägt auf wehrlose Frauen ein.)

Da schafft es beispielsweise Herr Nieszery, in einer Rede zu behaupten, hier in diesem Haus, dass für Sie Demokraten ein Grundsatz gelte und der hieße, Gewalt sei kein Mittel der politischen Auseinandersetzung.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: So ist es, Herr Petereit. Da sollten Sie sich mal dran halten.)

Ja, und kurz danach …

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ich war nicht in Lalendorf und hab den Bürgermeister bedroht.)

Bla, bla, bla!

(allgemeine Unruhe – Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ja ist so.)

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ja nicht bla, bla, bla! Waren Sie vor Gericht oder ich?)

So, jetzt mal kurz die Klappe halten!

(allgemeine Unruhe – Zuruf von Dr. Norbert Nieszery, SPD)

Herr Nieszery, ich …

So, Herr Petereit! Herr Petereit, ich erteile Ihnen einen Ordnungsruf. Ich

bitte Sie, sich hier zu mäßigen. Es ist eine hitzige Diskussion, trotzdem kann man hier eine bestimmte, denke ich,

(Stefan Köster, NPD: Das müssen Sie aber auch der politischen Luftpumpe da sagen.)

kann man hier auch einen bestimmten Anstand wahren

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Und Sie haben eine Frau getreten. Ja, ist so.)

in der Diskussion. Also …

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Sie sind sogar verurteilt worden. Ja, ist so, muss man auch mal sagen.)

So. Und bevor ich jetzt Herrn Petereit das Wort wiedergebe, Herr Köster, ich habe Sie drauf aufmerksam gemacht, dass ein dritter Ordnungsruf dazu führt, dass Ihnen das Wort entzogen wird. Ich erteile Ihnen den dritten Ordnungsruf, weil Sie wieder nicht in der Lage sind, einfach nur den Mund zu halten, wenn ich hier vorne eine Entscheidung treffe.

(Stefan Köster, NPD: Ich hatte noch gar keinen zweiten, aber ist egal. – Udo Pastörs, NPD: Und jetzt?)

Ich muss mich korrigieren, ja, Sie haben recht. Sie hatten heute, heute noch keinen zweiten Ordnungsruf. Dann haben Sie ihn jetzt, so.

(Udo Pastörs, NPD: Ja.)

Bitte, Herr Petereit.

(Udo Pastörs, NPD: Das war schön jetzt.)

Um das noch mal festzuhalten: Ich habe auch nicht den Bürgermeister von Lalendorf bedroht.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Nein, natürlich nicht.)

So ist es.

(allgemeine Unruhe – Dr. Norbert Nieszery, SPD: Selbstverständlich nicht.)

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: So ‘ne lange Nase kommt da jetzt vorne raus. So ‘ne lange Nase kriegen Sie. – Zuruf von Peter Ritter, DIE LINKE)

So, um noch mal auf Sie einzugehen,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Kucken Sie mal, die lange Nase jetzt! – Zuruf von Peter Ritter, DIE LINKE)

Herr Nieszery: Sie behaupteten, es gelte nur ein Grundsatz und der hieße, Gewalt sei kein Mittel der politischen Auseinandersetzung,

(Dr. Margret Seemann, SPD: Jawoll.)

und kurz danach relativierten Sie wörtlich: „Gewalt ist für mich und für uns Demokraten die Provokation und das Herausfordern von Gewalt.“ Wenn das die geltende Definition im Land sein soll,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Was?!)

dann kann also jeder,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Können Sie das belegen?)

der sich provoziert fühlt,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Können Sie das belegen?)

mal kräftig zuschlagen,...

Im Plenarprotokoll.

(Dr. Margret Seemann, SPD: Kann wohl nicht richtig lesen, was?!)