Einmal mehr beweist die NPD, wes Geistes Kind sie ist und dass sie nicht gewillt ist, aus der Geschichte zu lernen.
Aber nicht nur das. Insgesamt lässt die NPD keinen Zweifel aufkommen, dass sie überhaupt kein ernsthaftes Interesse an der parlamentarischen Demokratie hat.
Wieder einmal schafft es die NPD nur, diesen einen einzelnen Antrag hier in den Landtag einzubringen.
Sie legen innerhalb eines Monats einen einzelnen Antrag hier im Landtag vor. Das ist Ihre Arbeitsbilanz, sonst nichts.
Meine Damen und Herren, ich weiß nicht, wie Sie das nennen, aber ich halte das für Arbeitsverweigerung.
(Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zurufe von Michael Andrejewski, NPD, und Stefan Köster, NPD)
Mit den von Ihnen so gern propagierten deutschen Tugenden wie Fleiß und Pflichtbewusstsein hat das hier überhaupt nichts mehr zu tun.
Mit dem vorliegenden Antrag hat sich die NPD jedoch nicht nur demaskiert, sondern zugleich auch noch bis auf alle Knochen blamiert. Ich meine, das muss man erst mal schaffen, das gleichzeitig hinzubekommen, demaskieren und blamieren. Man muss es wirklich erst mal schaffen.
Meine Damen und Herren, vielleicht haben Sie es auch gesehen: Als der Antrag auf dem Parlamentsserver eingestellt wurde, konnten wir nämlich noch alle lesen,
dass der Antrag selbst im Sinne der NPD komplett verunglückt war. Die NPD wollte nach der ersten Version nämlich nicht die sogenannten „Konversionsflächen“ in Trollenhagen in ein Internierungslager umwandeln, sondern, wie sie schrieb, in „Konversationsflächen“.
Ich weiß jetzt nicht, welche Zustände in der NPD damals geherrscht haben, als der vorliegende Antrag entworfen, geschrieben und unterschrieben wurde.
Anders lässt sich der desolate Eindruck, den die rechtsextreme Männerfraktion hier hinterlässt, kaum noch erklären.
Aber das kommt vielleicht auch daher, dass Ihre Fraktionsmitarbeiter, die aus öffentlichen Geldern bezahlt werden, gar nicht hier im Landtag arbeiten.
Vielleicht backen sie ja gerade neuen Kuchen für den Fraktionsvorsitzenden, aber arbeiten tun sie nicht.
Na ja, mit Ihren Partygeschichten will ich das Hohe Haus hier auch nicht länger langweilen, aber es muss Sie sicherlich fürchterlich geschmerzt haben, als Ihnen der Ältestenrat gnädigerweise die Berichtigung Ihres total verunglückten Antrages anbot. „Gnade“ ist ja ein Fremd- wort für Sie. Gnade lassen Sie bei anderen gerade nicht walten, aber auf Gnade, die uns von anderen bedingungslos entgegengebracht wird, sind wir nun einmal alle früher oder später angewiesen.
Und damit sind wir wieder bei Ihren schrägen Vorschlägen, wie Sie am liebsten mit Flüchtlingen umgehen wollen,