Protokoll der Sitzung vom 16.05.2014

Herr Pastörs!

(Der Abgeordnete Udo Pastörs spricht bei abgeschaltetem Mikrofon. – Heiterkeit bei Peter Ritter, DIE LINKE)

Herr Pastörs, ich erteile Ihnen einen Ordnungsruf und entziehe Ihnen das Wort für diese Sitzung.

(allgemeine Unruhe –

Der Abgeordnete Udo Pastörs beendet

seine Rede bei abgeschaltetem Mikrofon. –

Beifall vonseiten der Fraktion der NPD –

Das ist so

was von lächerlich, was Sie da treiben. – Udo Pastörs, NPD: Und jetzt können Sie

Ihren dritten Ordnungsruf loswerden. –

Das interessiert

da draußen keinen Menschen.

Das war ein würdiger Abgang.)

Also ich habe den dritten Ordnungsruf erteilt und ich behalte mir wegen der dauernden Missachtung meiner Anweisungen hier weitere Ordnungsmaßnahmen vor, ausdrücklich.

(Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Wolf-Dieter Ringguth, CDU: Sehr richtig.)

Das Wort hat jetzt für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Abgeordnete und Vizepräsidentin Frau Gajek.

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Ja, Multikulti gibt es, Multikulti finde ich gut

(Wolf-Dieter Ringguth, CDU: Ja. – Heiterkeit bei Udo Pastörs, NPD)

und ich bin froh, in einem Land zu leben, wo Multikulti hoffentlich irgendwann keiner Beschlüsse mehr des Parlamentes bedarf.

(Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Und, Herr Pastörs, Sie haben ja hier immer Dauerbrandreden. Wir leben in einem Land, wo bislang erst 1,8 Prozent der Bevölkerung Ausländerinnen und Ausländer sind.

(Udo Pastörs, NPD: Gott sei Dank! Wehret den Anfängen! – Zuruf von Peter Ritter, DIE LINKE)

Ich finde, das ist viel zu wenig. Wenn wir eine Zuwanderungspolitik haben wollen und eine Willkommenskultur,

(Zuruf von Michael Andrejewski, NPD)

dann würde ich mich freuen, wenn es immer mehr werden,

(Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

und das eben nicht nur in den Städten.

(Beifall vonseiten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Dr. Hikmat Al-Sabty, DIE LINKE)

Ihre Argumentationen mit der Kita, den Wohnungen sind wieder einmal eine Hetze, die wir hier kennen. 98 Prozent der Kinder sind in den Kitas. Es gibt in bestimmten Bereichen Wohnraum in den Städten, wo es nicht so der Fall ist, guten Wohnraum zu bekommen, aber perspektivisch, so denke ich, gibt es da immer Lösungen.

(Udo Pastörs, NPD: Und dann ist alles gut.)

Ich finde es einfach zu kurz gegriffen und so was von populistisch,

(Michael Andrejewski, NPD: Im Märchenland.)

immer zu sagen, wir tun alle nur etwas für die anderen. Nein, das stimmt nicht.

(Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

Wir machen hier als BÜNDNIS 90 gute parlamentarische Arbeit

(Zuruf von David Petereit, NPD)

und kommen mit ganz konkreten Vorschlägen.

(David Petereit, NPD: Das ist totale Spinnerei. Ich meine, das passt zu Ihnen als Programm und als Person.)

Und ich möchte auf unseren, …

(allgemeine Unruhe – Zuruf von Peter Ritter, DIE LINKE)

ich möchte auf unseren Antrag zurückkommen.

Sehr geehrte Damen und Herren, die Rednerin hier vorne hat das Wort. Ich bitte, das zu berücksichtigen.

Ich möchte noch mal auf unseren ganz konkreten Antrag zu sprechen kommen.

Erinnern Sie sich an vor zwei Tagen, da hatten wir auch ein Bundesprogramm, nämlich die Kompetenzagenturen, die in einer ähnlichen Situation stehen. Also es ist eben nicht nur ein Projekt, sondern es sind viele Projekte, die zurzeit vielleicht vor dem Aus stehen oder zumindest die Beteiligten in Ängste versetzt, wie geht es weiter ab 2014/2015, mit welcher Ausrichtung.

(Zuruf von Wolf-Dieter Ringguth, CDU)

Wir haben hier als Bündnisgrüne den Antrag gestellt, um konkret der Landesregierung noch mal den Rücken zu stärken und ihr zu sagen, es reicht nicht für die Asylbewerberinnen und Asylbewerber nach Leistungsbezug SGB II und III.

Und, Frau Hesse, dass das Geld nachgeschoben wurde, das war ja bekannt. Von daher war der Antrag auch so ausgerichtet, es nicht mit dem jetzigen Stand zu betiteln, sondern perspektivisch zu gucken, nämlich ab dem Jahr 2015. Ich denke, wir sollten daran festhalten, was eben 2007 auf den Weg gebracht wurde, weiterzuführen. Und, Frau Tegtmeier, ich gebe Ihnen ja recht, dass ich weiß, das Geld ist weniger, aber die Frage ist doch die der Prioritätensetzung

(Heinz Müller, SPD: Ja, das stimmt. – Wolf-Dieter Ringguth, CDU: Sie setzen überall Prioritäten.)

und wollen wir eine Willkommenskultur mit einer Sprachförderung. Es ist doch unsere Aufgabe auch als Opposition, immer wieder darauf zu drängen, das zu sagen und zu bestärken, ja, wir stehen dahinter und unser Bundesland will eine Willkommenskultur haben, die eben die Sprachförderung mit beinhaltet.

Von daher möchte ich den Antrag aufrechterhalten, ich würde aber den dritten Punkt streichen.

(Stefan Köster, NPD: Streichen wir den ganzen Antrag!)