Protokoll der Sitzung vom 17.09.2014

(Zuruf von Dr. Norbert Nieszery, SPD)

den werden Sie abweisen,

(Heinz Müller, SPD: Stimmt. – Dr. Norbert Nieszery, SPD: Genau.)

davon gehe ich mal aus, so war jedenfalls die Argumentation. Ihre Argumente haben wir gehört. Wir werden morgen genau das gleiche Spiel hören. Bei der Begründung der Dringlichkeit werden Sie uns sagen, warum dieser Gesetzentwurf nicht dringend ist.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Warum haben Sie ihn nicht heute eingebracht?)

Weil Sie sich verweigert haben, das haben wir doch vorhin schon geklärt.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Heute, wenn er so dringlich ist.)

Sie haben wieder nicht zugehört. Ich habe Ihnen das gerade erklärt.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Nee!)

Herr Dr. Nieszery, Sie haben einfach ein Problem.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ja, was denn?)

Sie haben einfach ein Problem: Sie können Menschen nicht zuhören.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Doch, kann ich.)

Sie hören sich nur selber gerne reden,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Nein, nein, das stimmt nicht. Ich hören Ihnen zu.)

hören sich nur selber gerne zu und alle anderen sind für Sie passé.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ich höre Ihnen zu, Frau Borchardt.)

Ihre unterschiedlichen Auffassungen können Sie gerne sagen, aber Sie hören nicht mal zu.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ich bin einfach nicht Ihrer Meinung.)

Ich habe Ihnen gerade erklärt, warum, wieso und weshalb wir zum Abgabetermin keinen neuen Gesetzentwurf eingebracht haben, weil Sie uns dann erklärt hätten, bei 100.000 Unterschriften …

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Heute, bringen Sie ihn doch heute ein!)

Gucken Sie rein, gucken Sie rein, morgen kommt er als Dringlichkeitsantrag.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Bringen Sie ihn doch heute ein als Dringlichkeitsantrag, wenn er so dringlich ist!)

Wollten wir. Wir wollten den Gesetzentwurf durch unseren Antrag ersetzen. Sie haben sich verweigert, weil Sie Freitagnachmittag um 13.45 Uhr nicht mehr bereit waren, einen Gesetzentwurf zu lesen oder lesen zu lassen.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Das hätten wir mal mit Ihnen machen sollen!)

Sie hätten alle Zeit der Welt gehabt. Wir haben hier im Landtag schon Gesetze auf den Tisch bekommen wegen Dringlichkeit,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ja.)

weil Sie als Koalition teilweise versagt haben

(Zuruf von Torsten Renz, CDU)

beziehungsweise die Koalitionsfraktionen, und wir waren immer bereit,

(Heinz Müller, SPD: Machen Sie doch mal ein Beispiel!)

wir waren immer bereit.

(Torsten Renz, CDU: Welchen Gesetzentwurf meinen Sie denn? – Glocke der Vizepräsidentin)

Die können wir zuhauf sagen.

Meine Damen und Herren, wir werden morgen bei der Begründung der Nichtdringlichkeit unseres Antrages genau die gleichen Argumente wieder hören. Dann werden wir uns im Oktober damit befassen. Allerdings, und das ist schade,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Das finden wir nicht.)

das Gesetz tritt am 6. Oktober in Kraft. In Anklam wird eine große Demonstration bereits vorbereitet

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Da nehmen Sie doch bestimmt dran teil.)

und ich hoffe, dass SPD- und CDU-Abgeordnete vor Ihren eigenen Basisorganisationen und Strukturen ganz offen und ehrlich sagen, warum Sie das, was in den örtlichen Vertretungen, was in den einzelnen Basisorganisationen, in den Strukturen der Parteien diskutiert wird, selbst nicht ernst nehmen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

(Beifall vonseiten der Fraktionen DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Weitere Wortmeldungen liegen mir nicht vor. Ich schließe die Aussprache.

Die Fraktion DIE LINKE hat gemäß Paragraf 91 Absatz 1 unserer Geschäftsordnung zum Antrag der Fraktionen DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf Drucksache 6/3250 eine namentliche Abstimmung beantragt.

Meine Damen und Herren, wir beginnen nun mit der Abstimmung. Dazu werden Sie hier vom Präsidium namentlich aufgerufen und gebeten, vom Platz aus Ihre

Stimme mit Ja, Nein oder Enthaltung abzugeben. Damit Ihr Votum korrekt erfasst werden kann, bitte ich Sie, sich nach Aufruf, wenn möglich, von Ihrem Platz zu erheben und Ihre Stimme laut und vernehmlich abzugeben. Darüber hinaus bitte ich alle im Saal Anwesenden, während des Abstimmungsvorganges von störenden Gesprächen Abstand zu nehmen.

Ich bitte nunmehr den Schriftführer, die Namen aufrufen.

(Die namentliche Abstimmung wird durchgeführt.)

Ist noch ein Mitglied des Hauses anwesend, das seine Stimme nicht abgegeben hat?

(Der Abgeordnete Vincent Kokert wird nachträglich zur Stimmabgabe aufgerufen.)

Weitere Meldungen sehe ich nicht. Ich schließe die Abstimmung. Ich bitte die Schriftführer mit der Auszählung zu beginnen. Ich unterbreche die Sitzung für zwei Minuten.

Unterbrechung: 14.18 Uhr

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