Protokoll der Sitzung vom 18.09.2014

Herr Brodkorb hatte es vorhin ausgeführt, auch das sind Erfolge des Bildungsministers beziehungsweise dieser Koalition: der Start in das neue Schuljahr mit 630 Neueinstellungen beziehungsweise mit 328 Referendaren. Der Bildungsminister arbeitet erfolgreich an der Umsetzung der Verbeamtung,

(Regine Lück, DIE LINKE: Das passt ja zu Ihren Zitaten gut, die Herr Ritter gebracht hat.)

am Inklusionsfrieden oder auch an der aktuellen Schulgesetzgebung, was die Privatschulen betrifft. Ganz persönlich ist meine Einschätzung die, dass er hoch motiviert ist,

(Heiterkeit bei Udo Pastörs, NPD: Mit hoher Kompetenz.)

fachlich immer gut vorbereitet und sein Amt sehr engagiert ausfüllt. Das lässt mich und uns als CDU zu der Schlussfolgerung kommen, dass wir Ihren Antrag definitiv ablehnen.

Ich will Ihnen zum Schluss ein letztes Zitat mit auf den Weg geben. In diesem Zitat werde ich nur den Namen „Rehberg“ ersetzen durch „die LINKEN“. Herr Holter sagte Folgendes, und ich glaube, da hat er vollkommen recht: „Jeder arbeitet eben an dem“, sehr geehrte Damen und Herren von den LINKEN, „was er für wichtig hält: die einen an neuen Schützengräben und die anderen an der Zukunft des Landes.“ – Danke schön.

(Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und CDU – Heiterkeit bei Udo Pastörs, NPD)

Das Wort hat jetzt der Abgeordnete Herr Pastörs von der Fraktion der NPD.

Ja, meine sehr verehrten Damen und Herren, Frau Präsidentin, der letzte Redebeitrag war lang, hatte aber mit dem Thema im engeren Sinne nichts zu tun. Man hat hier versucht vonseiten der CDU, eine Nebelkerze nach der anderen zu zünden und durch möglichst viel, ja, Geschnatter von vorgestern vom eigentlichen Kern des Themas abzulenken.

Herr Brodkorb, wer sind Sie? Wie Sie mir das erste Mal begegneten

(Stefanie Drese, SPD, und Dr. Norbert Nieszery, SPD: Als.)

oder als Sie mir das erste Mal vor Augen traten, habe ich mir natürlich Erkundigungen eingeholt, soweit man das machen kann.

(allgemeine Unruhe – Zurufe vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU und DIE LINKE: Ah!)

Man hat mir gesagt, Sie kämen aus einem neokommunistischen Milieu. Ich habe dann gesehen, dass Sie bei den ersten Kundgebungen und Demonstrationen mit einer Videokamera wie besessen auftauchten und jeden abfilmten, der entweder eine NPD-Fahne in der Hand hatte oder irgendetwas Vernünftiges zu sagen hatte.

(Heiterkeit vonseiten der Fraktionen der SPD und CDU)

Und dann habe ich Sie erlebt,

(Heinz Müller, SPD: Das müssen Sie noch mal wiederholen!)

und dann habe ich Sie erlebt,

(Heinz Müller, SPD: Das war gut.)

und dann habe ich Sie,

(allgemeine Unruhe – Glocke der Vizepräsidentin)

und dann habe ich...

(allgemeine Unruhe)

Ja, da war er also ganz, da war er ganz motiviert,

(allgemeine Unruhe – Heinz Müller, SPD: Das ist doch ganz einfach: Die einen sind von der NPD und die anderen die Vernünftigen. – Heiterkeit vonseiten der Fraktionen der SPD und CDU – Glocke der Vizepräsidentin)

da war er ganz motiviert, ganz nah dran mit seinem Videoapparat und filmte alles, was sich im rechten Spektrum vermutlich in Rostock oder sonst wo versammelte.

Dann habe ich Sie erlebt auch hier als Abgeordneter, wo Sie übereifrig damit beschäftigt waren, meine Fraktion und die Abgeordneten der NPD zu diffamieren und zu verleumden.

Und dann, muss man heute sagen, zeichnen Sie sich offensichtlich dadurch aus, dass auch andere Sie einschätzen als Denunziant, wie wir gehört haben. Man schätzt Sie ein …

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Von wem?)

Ja, wir haben das ja gehört hier.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Von wem?)

Wir haben eben gehört, wenn man also, wenn man …

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Das ist wirklich eine böse Beleidigung.)

Das ist keine Beleidigung,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Doch.)

das ist eine Feststellung, ist hier eben gefallen,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Erzählen Sie! Von wem? Von wem?)

dass er Telefonnummern hier weitergibt beziehungsweise einen Brief öffentlich macht von einer Lehrerin,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Das geht nicht. – Zuruf von Heinz Müller, SPD)

von einer Schulleiterin, die er indirekt dadurch für seine Zwecke missbraucht,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Die hat eine Freigabe erteilt für die Veröffentlichung.)

und das ist nach meiner Einschätzung ein Denunziantentum,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Also da erwarte ich ein Einschreiten des Präsidiums.)

das sich einfach nicht gehört. Das ist unanständig, Herr Brodkorb.

Und ich halte Sie persönlich noch für eine Mimose, nicht nur für einen Denunzianten, sondern für eine Mimose...

Herr Pastörs!

(Der Abgeordnete Udo Pastörs spricht bei abgeschaltetem Mikrofon.)

Herr Pastörs! Herr Pastörs!

(Der Abgeordnete Udo Pastörs spricht bei abgeschaltetem Mikrofon.)

Es geht jetzt hier um den Abwahlantrag, und es geht hier nicht um persönliche Beleidigungen.

(Der Abgeordnete Udo Pastörs wendet sich vom Rednerpult ab und spricht die Präsidentin an.)