Protokoll der Sitzung vom 10.06.2016

förderung. Wir haben über die Marketinggesellschaft natürlich die Fragen des Absatzes.

Wir haben Schulmilch. Nächstes Jahr wird es wahrscheinlich eine Zusammenfassung von Schulobst und Schulmilch durch die Europäische Union geben.

Also, wir tun vieles, auch mit der Landesvereinigung Milch. Ich glaube, es gibt auch noch Mittel aus dem Milch- und Fettgesetz, womit wir diverse Maßnahmen zur allgemeinen Information unterstützen.

Wir unterstützen die Preistransparenz bei der Landwirtschaftskammer. Wir unterstützen, dass diese Betriebsergebnisse erhoben werden.

Also, es gibt umfangreiche Beratungspakete, die wir bieten.

Wir haben die landwirtschaftlichen Sorgentelefone aufgestockt. Wir haben auch Projekte wie „Kochen mit Kindern“ aufgestockt.

(Helmut Dammann-Tamke [CDU]: Bei der Kammer haben Sie gekürzt!)

Wir haben die Förderung der Verbraucherzentralen aufgestockt. - Wo haben wir gekürzt? - Bei „Kochen mit Kindern“ haben wir nicht gekürzt.

(Helmut Dammann-Tamke [CDU]: Bei der Kammer haben Sie gekürzt!)

- Wir haben auch nicht bei der Beratung gekürzt.

(Frank Oesterhelweg [CDU]: Ja, ja, darüber sprechen wir nachher noch!)

- Wir haben nicht gekürzt. Der Zuschuss ist jedes Jahr gestiegen. Die Landesregierung hat 60 zusätzliche Stellen bewilligt, dauerhaft, und zwar dafür, dass die Maßnahmen der ersten Säule auch erfüllt werden. Das wurde auch in der Unterrichtung gesagt.

(Reinhold Hilbers [CDU]: Sie haben denen Geld weggenommen!)

Also, Niedersachsen hat angesichts der vielen Bürokratie der Europäischen Union - - -

(Zuruf von Reinhold Hilbers [CDU])

- Das zahlen aber wir über den Landeshaushalt. Der Landeszuschuss an die Kammer ist um diese 60 Stellen erhöht worden, weil wir gesagt haben: Damit die Landwirte ihre Mittel aus der ersten Säule bekommen, haben wir einen höheren Bedarf. Das haben wir finanziert. Da können Sie noch so viel schreien.

(Beifall bei den GRÜNEN und bei der SPD)

Ich habe wahrscheinlich noch ein paar Programme vergessen.

Die 100 Millionen Euro Grünlandprämie als Ausgleichszulage, die wir als Land Niedersachsen auszahlen. Die Weideprämie, die wir auszahlen. Und wir haben, dank der Fraktionen von SPD und Grünen, dieses Jahr auch noch eine Maßnahme, mit der wir Fleischerzeugung auf Grünland fördern, Mutterkuhhaltung usw.

(Miriam Staudte [GRÜNE]: Sehr gut!)

Dort haben wir 500 000 Euro oder 300 000 Euro - ich weiß es jetzt nicht genau -, mit denen wir Vermarktungsperspektiven für solche Programme entwickeln.

(Miriam Staudte [GRÜNE]: Das sind echte Alternativen!)

Wir werden - der Antrag ist jetzt bei der Europäischen Union - unter allen Bundesländern die höchste Umstellungsprämie für konventionelle Milchbauern auf biologische haben, weil wir sagen: Da ist ein Markt, da ist eine Perspektive, damit Landwirte wieder zu besseren Preisen kommen.

Sie lassen die Landwirte vielleicht im Regen stehen, aber wir haben nicht gekürzt, sondern wir haben die Förderung für die Milchbauern gerade jetzt in vielen Maßnahmen erhöht.

(Zuruf von Reinhold Hilbers [CDU])

Vielen Dank. - Herr Kollege Dammann-Tamke mit einer Zusatzfrage!

Vielen Dank, Herr Präsident. - Vor dem Hintergrund, dass der Minister den Dissens zu den Aussagen der niedersächsischen Finanzwirtschaft, der nichts von einem Bürgschaftsprogramm zur Absicherung von Liquiditätskrediten bekannt sei, nicht aufgeklärt hat, frage ich die Landesregierung, ob sie mir jetzt in öffentlicher Sitzung meine Frage 15.3 beantworten kann, die da lautet: In welcher Höhe und in wie vielen Fällen wurden bisher landwirtschaftliche Liquiditätskredite durch Landesbürgschaften abgesichert?

(Beifall bei der CDU - Christian Dürr [FDP]: Sehr gut!)

Vielen Dank, Herr Kollege. - Herr Minister Meyer!

(Reinhold Hilbers [CDU]: Jetzt wollen wir Zahlen hören! Keine Lyrik! - Ge- genruf von Wiard Siebels [SPD]) : Dann schreib auch mal mit!)

- Und jetzt beenden Sie das, weil jetzt Herr Minister Meyer das Wort hat.

(Zuruf von Reinhold Hilbers [CDU])

- Sie beenden das jetzt, bitte! Herr Minister Meyer spricht jetzt.

Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Dann werde ich die Frage, die Sie gestellt haben, vorziehen: Wie viele Anträge auf Absicherung von landwirtschaftlichen Liquiditätskrediten durch Landesbürgschaften wurden mit welchem Volumen in den letzten zwölf Monaten gestellt?

(Frank Oesterhelweg [CDU]: Nicht gestellt! Bewilligt!)

- Das ist die Frage 3. Wollen Sie nur die Antwort auf Frage 3 hören? Da steht: Siehe Antwort zu Frage 2, erster Satz. - Das hilft Ihnen jetzt nicht.

(Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens [CDU]: Herr Dammann-Tamke möch- te eine Antwort auf seine Frage ha- ben!)

- Dann lassen Sie mich doch mal ausreden! Ich lese Ihre eigene Frage noch einmal vor - - -

Herr Minister, ich darf noch einmal unterbrechen. - Ich greife noch einmal auf, was Herr Präsident Busemann Ihnen eben auch schon erklärt hat. Wenn hier eine Frage gestellt worden ist, dann lassen Sie den Minister erst einmal antworten!

(Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens [CDU]: Er stellt die Frage an uns, wel- che Antwort wir haben wollen!)

Sie können das am Ende feststellen, wenn Sie meinen, dass sie nicht beantwortet ist. Und dann kennen Sie den Weg, den Sie beschreiten können. Aber erst einmal geben Sie dem Minister die Möglichkeit zu antworten und fangen nicht gleich beim zweiten Satz an dazwischenzurufen.

Sie sind jetzt alle ruhig, weil Herr Minister Meyer spricht.

(Helmut Dammann-Tamke [CDU]: „In den letzten zwölf Monaten“ steht aber nicht in der Frage! - Gegenruf von Susanne Menge [GRÜNE]: Jetzt muss es aber ein Ordnungsruf sein! - Gegenruf von Hermann Grupe [FDP]: Ist das jetzt Kritik am Präsidenten? - Frank Oesterhelweg [CDU]: Als Sie noch gestrickt haben, waren Sie we- sentlich produktiver!)

- Wir haben Zeit und Sie offensichtlich auch. Ich habe den Zwischenruf von Herrn DammannTamke nicht verstanden. Der Schriftführer sagt, das war nichts Dramatisches, was ich hier rügen müsste. Vielleicht beruhigen Sie sich trotzdem erst einmal!

(Hermann Grupe [FDP]: Kritik am Präsidium!)

- Nein, es liegt an Ihnen, wie das hier abläuft, ob Sie die Fragestunde so durchführen, wie das die Geschäftsordnung vorsieht: Hier werden Fragen gestellt, und dann kommen die Antworten. Die Kommentare während der Antworten sind nicht nötig. Es liegt an Ihnen, wie lange das dauert und in welchem Stil das abläuft.

(Helmut Dammann-Tamke [CDU]: Nun geht es los!)

Und wenn Sie jetzt ruhig sind, dann spricht Herr Meyer. Bitte schön, Herr Minister!

Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Dammann-Tamke hat, wenn ich ihn richtig verstanden habe, auf seine eingereichten Mündlichen Anfragen Nr. 14 und 15 Bezug genommen: Können die niedersächsischen Milcherzeuger bereits jetzt Landesbürgschaften für Liquiditätskredite in Anspruch nehmen?

(Frank Oesterhelweg [CDU]: Nein, hat er nicht! - Jörg Hillmer [CDU]: Nein, er hat eine ganz andere Frage gestellt!)

- Er hat gefragt, ob ich die Antwort auf die Frage vorziehen kann, die gestellt worden ist.