Unabhängig davon, dass hier wissenschaftlich höchst umstrittene Aussagen über die Ursachen des Klimawandels als gesicherte Erkenntnisse vorgetragen werden – wir haben vorhin lange darüber diskutiert –, wird mit dieser dürren Feststellung eine Forderung erhoben, die ungeheuerlich ist, die anscheinend aber auch von Teilen dieses Parlaments geteilt wird: auf den Gebrauch von Kohle, Öl und Gas für die Energiegewinnung zu verzichten.
Was es für das Land bedeuten würde, wenn Energie nur noch aus Windkraft und Sonneneinstrahlung gewonnen würde, ist vorhin mehrfach dargelegt worden. Hier werden von interessierter Seite völlig einseitig die Interessen von Firmen vertreten, die mit der erneuerbaren Energie ganz viel Geld verdienen.
Die Verwerfungen, welche die Energiewende verursacht hat, ihre Ineffizienz, ihre Gefahr für den Industriestandort Deutschland, ihren Ausbeutungscharakter für geringverdienende Bevölkerungsschichten, ihre physikalisch widersinnige Verankerung – von all diesen Dingen wollen diejenigen ablenken, welche sich der Schülerinnen und Schüler bedienen, um durch spektakuläre Aktionen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erlangen.
Man scheut auch nicht davor zurück, sich der Gutwilligkeit und des Idealismus junger Menschen zu bedienen und Aktionen zu starten, die durch Regelverstöße die nötige Öffentlichkeitswirksamkeit erlangen.
Viele Medien haben diese Aktionen begierig auf ihre Titelseiten gebracht. Seitdem hat die Bewegung großen Zulauf. Die Sprecherin der Initiative brüstet sich damit, dass bundesweit über 20.000 Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtszeit protestieren und damit dem Unterricht fernbleiben: 1.200 stammen in Wuppertal, rund 400 in Düsseldorf.
Wenn jemand in ehrlicher Absicht für realistische und gerechtfertigte Ziele demonstriert, ohne seine Alltagspflichten zu verletzen, wird er die Vertreter der AfD an seiner Seite finden.
Was hier aber unter dem Namen „Schülerdemonstration“ läuft, ähnelt doch zu stark dem Muster von Demonstrationspraktiken, wie wir sie in den letzten 40 Jahren aus den Kreisen linksideologisch-anarchistischer Gruppierungen kennengelernt haben, die mit Gewalt ihre politischen Ziele durchsetzen wollen
Ich erinnere mich noch gut daran, wie in den 70erJahren Vertreter linker Studentengruppen einfach Seminare stürmten, Vorlesungen boykottierten und in den Vollversammlungen diejenigen Kommilitonen niederschrien, die nicht ihre Meinung teilten. Diese jungen Leute von damals haben heute die Chefsessel von Medienanstalten, Schulen und Universitäten erobert
Mit Ihrer manipulativen Marketingstrategie bringen Sie die Lobbykonzerne ohne jede Legitimation hervor, welche dann wiederum den gesellschaftlichen Diskurs ihren eigenen ideologischen Ausrichtungen entsprechend lenken.
Gekleidet in die Seriosität einer parlamentarischen Kraft tragen Sie Ihre anarchistische Vorgehensweise in die Gesellschaft hinein und verführen besonders die jungen, wehrlosen Schülerinnen und Schüler dazu,
Ihnen auf Ihrem Weg der Selbstgerechtigkeit und Selbstgefälligkeit zu folgen und dabei jeden Regelverstoß zu rechtfertigen.
Die Klimaideologie Ihrer Parteien ist ein einziges großes Lügengebäude – getragen von den Säulen einer Scheinmoral und abgedeckt mit dem Dach der Bigotterie.
Sie nennen sich „Die Grünen“ und suggerieren damit, dass Sie sich für die Natur einsetzen. Aber wer das noch glaubt, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.
Da hält die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer aufrüttelnde Reden auf grünen Parteitreffen und bei Schülerdemos. – Wie rührend.
Gleichzeitig dokumentiert die 21-Jährige mit Fotos auf Instagram eine stattliche Anzahl von Fernreisen nach Amerika, Asien und Afrika. Damit verursacht sie einen wahnsinnigen Ausstoß an Kohlendioxid, aber das stört die klimabesorgte junge Frau natürlich nicht.
Sie streuen weiterhin das Gift Ihrer Klimalügen und verführen die jungen Menschen zu politischen Aktionen, die Ihnen und der Umweltlobby mit ihrem Milliardengewinn helfen, den Schülern aber direkt und langfristig schaden.
Die demonstrierenden Schülerinnen und Schüler sind Ihre politischen Opfer und werden zum Gegenteil dessen verleitet, was man von einem mündigen Bürger erwartet. – Vielen Dank.
Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Die CDU begrüßt ausdrücklich das politische Engagement zur Gestaltung unserer Gesellschaft, insbesondere das junger Menschen zur Gestaltung ihrer Zukunft.
Politische Bildung und Demokratieförderung sind wichtige Anliegen unserer Schulen, und man braucht in der heutigen Zeit nur einen Blick nach Großbritannien zu werfen, um zu sehen, was passieren kann, wenn Teile der Gesellschaft wenig Interesse an politischer Mitwirkung haben.
Aus diesem Grund haben wir großes Verständnis für die Schülerinnen und Schüler unseres Landes, die sich im Rahmen einer globalen Bewegung für Klimaschutz engagieren.
Und ja, Herr Kutschaty, selbstverständlich haben auch Mitglieder der CDU-Fraktion bereits mit diesen jungen Menschen diskutiert, anders als Sie es vorhin dargestellt haben.
Keinesfalls können Sie für regelmäßig stattfindende Protestaktionen gelten, die man problemlos in der unterrichtsfreien Zeit abhalten könnte. Was spricht dagegen, die Demonstrationen am späten Freitagnachmittag oder am Samstag durchzuführen?
Das häufig gehörte Argument der Teilnehmer, nur durch Schuleschwänzen könne richtig auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht werden, ist – mit Verlaub – blanker Unsinn.