Alfred, reg dich nicht auf!
Hinzu kommt eine absolut unzureichende Krankheitsre serve, die meistens schon für die reguläre Unterrichtsver sorgung verbraucht wurde.
Hier beschreibt die GEW sehr sachlich, nüchtern und richtig, warum es überhaupt zu einer Bugwelle gekommen ist. Die GEW, Frau Ministerin, weist weiter darauf hin:
Die in einem Schuljahr geleisteten Überstunden sollen im folgenden Schuljahr ausgeglichen werden...
Herr Kollege, gestatten Sie eine Kurzintervention...
Ach, der Kollege Schmie del ist immer so nett. Ja, bitte, Herr Schmiedel.
Aber meine Redezeit bleibt bitte stehen. Ich möchte nicht un ter Schmiedel leiden.
Nein, niemand leidet un ter Herrn Abg. Schmiedel.
Herr Kollege Röhm, Sie leiden nicht. Das wird wirklich nett.
Sie haben ja das Stichwort mit der unzureichenden Krankheitsvertretung gegeben.
Als eines! Ich habe die GEW zitiert.
Ja, ja. Das war das Stichwort. Sie haben in der letzten Parlamentsrunde – –
Ich weiß schon, was Sie jetzt vorhaben.
Da haben Sie gesagt: „Ein Kol lege ist verstorben. Das Regierungspräsidium ist wegen Geld mangels nicht in der Lage, einen Vertrag mit einer Vertre tungskraft zu schließen.“
Das ist richtig. Ich habe noch mehr genannt.
Dann haben wir uns gesagt: Jetzt gehen wir einmal den Behauptungen des Kollegen Röhm auf den Grund.
Dazu liegt jetzt ein amtlicher Vermerk vor, Regierungspräsidium Tübingen, Abteilung 7, Zimmer 138.
Laut Oktoberstatistik 2011 hat das Gymnasium Münsin gen einen Versorgungsgrad von 111,2 %.
(Beifall des Abg. Daniel Andreas Lede Abal GRÜNE – Abg. Andreas Stoch SPD: Das ist aber mehr als 100! – Unruhe)
Das ist falsch. Das stimmt so nicht.
Außerdem hat das Gymnasium Münsingen einen Ergän zungsbereich von 38 Stunden bei 30 Klassen.
Dann ist der Lehrer verstorben. Er war schwerpunktmäßig für Musik eingesetzt.
Herr Röhm nahm mit mir Kontakt auf, konnte aber auf grund seiner guten Versorgung den Ausfall intern regeln. Eine Einstellung zum Schuljahr 2012/2013 würde ausrei chen.
Ich habe das selbst gere gelt. Das ist richtig.
Und was haben Sie dann hier für Märchen erzählt?
(Beifall bei der SPD und den Grünen – Heiterkeit des Abg. Andreas Stoch SPD – Glocke der Präsidentin)
Ich habe etwas – – Sie be kommen – –
Kollege Röhm, die Kurz intervention des Kollegen Schmiedel ist noch nicht beendet.
Außerdem ging noch eine Lehrerin mit zehn Stunden in Mutterschutz. Diese Stunden fing die Schule ebenfalls in tern auf.
Bei 111,2 % ist das auch kein Wunder; das muss ich schon sa gen.
Richtig, das haben wir ge macht.
Aber jetzt muss ich schon sa gen: Da haben Sie das letzte Mal aber schwer auf die Tränen drüse gedrückt und hier den Eindruck erweckt, als würde jetzt eine Riesenmenge an Unterricht ausfallen, anstatt zu sagen: Liebe Ministerin, vielen Dank, 111,2 % ist eine tolle Ge schichte. Wir wären froh, es wäre überall so. Es ist nicht über all so, aber dann sollten Sie wirklich bei einer realistischen und wahrheitsgemäßen Schilderung der Situation an Ihrer Schule bleiben.
(Beifall bei der SPD und den Grünen – Abg. Andre as Stoch SPD: Keine Märchen!)