Protokoll der Sitzung vom 18.12.2015

und ohne Angst vor dem Terror fanatischer islamistischer Glaubenskrieger.

(Zuruf von Barbara Borchardt, DIE LINKE)

Unser Volk hat ein Recht auf eine Zukunft,

(Unruhe vonseiten der Fraktion DIE LINKE – Zuruf von Dr. Hikmat Al-Sabty, DIE LINKE – Glocke der Vizepräsidentin)

unser Volk hat ein Recht auf eine Zukunft

(Ulrike Berger, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Sie haben doch gar kein Volk, Mann!)

ohne ethnische und kulturelle Überfremdung.

(Wolf-Dieter Ringguth, CDU: Ich tu mir das jetzt erst mal nicht mehr an!)

Die Ereignisse in Paris dürfen sich nicht in Deutschland wiederholen. Es müssen endlich konsequente Maßnahmen umgesetzt werden, um die Sicherheit in Deutschland zu gewährleisten.

(Beifall Tino Müller, NPD – Zurufe von Thomas Krüger, SPD, und Barbara Borchardt, DIE LINKE)

Offiziell befinden sich zum jetzigen Zeitpunkt mindestens 1.100 gewaltbereite Islamisten in Deutschland. 430 davon sind so gefährlich,

(Ulrike Berger, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Und wie viele gewaltbereite Rechtsextremisten? – Zuruf von Stefanie Drese, SPD)

430 davon sind so gefährlich, dass ihnen die Behörden jederzeit einen Anschlag zutrauen.

(Jörg Heydorn, SPD: Wie viele sind denn da schon zugereist? Wie viele sind denn da schon gekommen?)

Dies berichtet am 11. Dezember, Herr Schreidorn, der „Bayernkurier“ in Bezugnahme auf die...

Einen Moment, Herr Köster! Einen Moment!

Wir haben das ja schon mal gehabt und Sie haben schon einmal einen Ordnungsruf dafür bekommen, deshalb wissen Sie ganz genau, dass Sie hier keine Namen von Abgeordneten verunstalten dürfen. Von daher erteile ich Ihnen dafür auch einen Ordnungsruf. Jetzt können Sie fortfahren.

Dies berichtet am 11. Dezem- ber 2015 der „Bayernkurier“ in Bezugnahme auf die Äußerungen des Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen.

(Zuruf von Barbara Borchardt, DIE LINKE)

Und dass die Gefahr allgegenwärtig ist, Frau Borchardt, zeigt die Verhaftung des Salafistenpredigers Sven Lau am vergangen Dienstag in Mönchengladbach.

(Jörg Heydorn, SPD: Der kommt auch aus Syrien, ja?!)

Dieser soll laut Auffassung

(Jörg Heydorn, SPD: Hallo! Kommt der auch aus Syrien?)

der Bundesanwaltschaft eine terroristische Vereinigung

(Julian Barlen, SPD: Kann auf keine Frage antworten, der Mann. – Zuruf von Manfred Dachner, SPD – Glocke der Vizepräsidentin)

logistisch und finanziell unterstützt haben.

Durch die Umsetzung unserer Forderungen werden nicht nur die Symptome einer Fehlentwicklung verringert, sondern grundlegende nachhaltige Veränderungen zum Wohle unseres Volkes verankert. Wir benötigen daher eine intensive Beobachtung von islamischen Parallelgesellschaften durch Polizei und Nachrichtendienste, um Gefahren für die deutschen Bürger, soweit es geht, zu verringern.

(Dr. Mignon Schwenke, DIE LINKE: Dass Sie denen das zutrauen?!)

Auch die Grenzen unseres Landes müssen wieder errichtet werden, Kontrolle zum Schutz der eigenen Bevölkerung, zum Schutz unserer Heimat vor der Invasion Fremder.

(Beifall Tino Müller, NPD)

Werden Sie sich endlich Ihrer Verantwortung bewusst! Unsere Heimat benötigt dringend einen politischen Richtungswechsel. Wir fordern deshalb: Paris mahnt – Asylflut stoppen – islamistischen Terror verhindern! – Danke schön.

(Beifall vonseiten der Fraktion der NPD)

Im Ältestenrat ist vereinbart worden, eine Aussprache mit einer Dauer von bis zu 120 Minuten vorzusehen. Ich sehe und höre dazu keinen Widerspruch, dann ist das so beschlossen. Ich eröffne die Aussprache.

Das Wort hat für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN der Abgeordnete Herr Saalfeld.

(Stefan Köster, NPD: Ich glaube, mit Homosexuellen gehen die Islamisten nicht so … – allgemeine Unruhe)

Also, Herr Köster!

(Barbara Borchardt, DIE LINKE: Oooh! Das reicht ja wohl, was?!)

Ich glaube, Sie wissen ganz genau, dass Ihre Äußerungen hier...

(Stefan Köster, NPD: Ich habe mit meinen Kameraden gesprochen.)

Es ist egal, mit wem Sie gesprochen haben. Diese Äußerung,

(Heiterkeit vonseiten der Fraktion der NPD – Stefan Köster, NPD: Ich kann ja wohl mit meinen Kameraden sprechen.)

diese Äußerung weise ich hier zurück. Und, wie gesagt, Sie haben heute schon mal provoziert, von daher erteile ich Ihnen auch für diese Bemerkung einen Ordnungsruf und weise Sie darauf hin, dass das der zweite Ordnungsruf ist und ein weiterer Ordnungsruf die Wortentziehung für diese Sitzung nach sich ziehen würde.

Jetzt können Sie anfangen, Herr Saalfeld.

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich denke, es überrascht niemanden von uns, dass die NPD die Terroranschläge von Paris nun für ihre Zwecke instrumentalisieren und missbrauchen will.

(Michael Andrejewski, NPD: Was haben Sie mit dem NSU gemacht?)

Mit ihrem heutigen Antrag mit dem bezeichnenden Titel „Paris mahnt – Asylflut stoppen – islamistischen Terror verhindern!“ wird auf ekelhafteste Weise deutlich, dass die NPD die Terrorangst in Deutschland auf dem Rücken Hilfe suchender Menschen schüren will.

(Zuruf von Michael Andrejewski, NPD)

Dazu möchte ich gleich am Anfang eines festhalten: In Deutschland gab es in den vergangenen Jahren nur eine einzige Terrorserie, und das waren die Morde und Bom

benanschläge des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds.

(Michael Andrejewski, NPD: Mit ungeklärtem Hintergrund.)

Seit der Aussage von Beate Zschäpe gibt es ja nun auch eine ganz neue Version, wie es überhaupt zum Namen „Nationalsozialistischer Untergrund“ gekommen ist. Ganz interessant ist, der Name soll anlässlich der ominösen Geldspende an das Neonazimagazin „Weisser Wolf“ entstanden sein,