Protokoll der Sitzung vom 18.09.2014

(Barbara Borchardt, DIE LINKE: Alle Eltern sind böse.)

und deswegen hat man das so gemacht.

(Beifall vonseiten der Fraktion der CDU – Jacqueline Bernhardt, DIE LINKE: Ja, was ist das?)

Das ist nämlich der Grund. Das war mit diesem Bildungs- und Teilhabepaket eigentlich gewollt,

(Peter Ritter, DIE LINKE: Ja, aber es funktioniert nicht. Wie viel Leute nehmen das denn in Anspruch, Herr Schubert? – Zuruf von Harry Glawe, CDU)

das Geld soll bei den Kindern ankommen, und das ist auch angekommen.

Ein zweiter Punkt, den Sie gar nicht in Ihre Betrachtung einbezogen haben, ist, dass die Vereine, die Sportvereine, wo das Geld hingeht, den entziehen Sie das Geld auch.

(Harry Glawe, CDU: Ja, genau. Und die Kinder werden vom Sport abgehalten.)

Aber Sie wollen den Grundbetrag erhöhen und dann ist alles damit geheilt. Das stimmt nicht!

Weitere Punkte sind …

(Barbara Borchardt, DIE LINKE: Das ist auch nicht alles eins.)

Natürlich gab es Startschwierigkeiten.

(Silke Gajek, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ach?!)

Das hat ja auch keiner bestritten,

(Barbara Borchardt, DIE LINKE: Die sind aber schon ziemlich lange, die Startschwierigkeiten.)

aber in der Folge ist das natürlich alles aufgearbeitet worden. Es gibt diesen Tisch …

(Unruhe vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Heiterkeit vonseiten der Fraktion DIE LINKE – Jacqueline Bernhardt, DIE LINKE: Das Bundesverfassungsgericht hat gerade erst das Urteil gesprochen.)

Und es gibt diesen Tisch „Bildungs- und Teilhabepaket“. Das wissen Sie auch, Frau Bernhardt. Sie haben ja die Kleinen Anfragen gestellt, einmal 2011, 2012, 2014, immer wieder die gleichen Fragen.

(Barbara Borchardt, DIE LINKE: Richtig. – Zurufe von Henning Foerster, DIE LINKE, und Peter Ritter, DIE LINKE)

Und Sie wussten, dass einige Bundesländer auch im Auftrag von Mecklenburg-Vorpommern klagen. All das steht in der Kleinen Anfrage drin.

Wenn Sie sich so engagieren, warum stellen Sie dieses Problem nicht, dass wir darüber diskutieren, in den Sozialausschuss?

(Heiterkeit bei Peter Ritter, DIE LINKE – Jacqueline Bernhardt, DIE LINKE: Weil ich das aus dem Sozialausschuss kenne. Es wird immer alles abgelehnt.)

Sie wollten sich profilieren, Sie wollten im Landtag sagen, wir sind die Guten,

(Zuruf von Henning Foerster, DIE LINKE)

wir sind gegen Kinderarmut,

(Zuruf von Harry Glawe, CDU)

und Sie nehmen den Kindern und den Eltern das Geld weg,

(Peter Ritter, DIE LINKE: Was sind Sie denn für ein Spaßvogel am späten Abend?!)

was für die Kinder da ist.

(Zuruf von Harry Glawe, CDU)

Und insofern werden wir Ihren Antrag ablehnen. Das andere hat die Ministerin schon gesagt.

(allgemeine Unruhe – Beifall vonseiten der Fraktion der CDU)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich möchte Sie bitten, auch wenn wir jetzt den letzten Tagesordnungspunkt haben, sich doch bitte...

(allgemeine Unruhe)

Frau Abgeordnete Borchardt, ich möchte Sie bitten, dass Sie sich doch jetzt alle mal ein bisschen konzentrieren auf die Debatte und wir hier wieder eine Ernsthaftigkeit einziehen lassen ins Hohe Haus. Ich hoffe, da sind wir uns einig, auch beim letzten Tagesordnungspunkt.

Und ich bitte jetzt die nächste Rednerin ans Pult. Bitte schön, Frau Gajek.

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete!

(Marc Reinhardt, CDU: Liebe Frau Gajek!)

Herr Schubert,

(Bernd Schubert, CDU: Ich hab doch gar nichts gesagt. – Heiterkeit vonseiten der Fraktion der CDU)

Ihre Argumentation ist schon manchmal, ich würde jetzt mal sagen, faszinierend, weil Sie suchen sich immer ein paar Punkte heraus, werfen Frau Bernhardt, ich weiß jetzt nicht, Profilierung oder so etwas vor, aber Sie kommen gar nicht zu dem Kern, worum es eigentlich geht. Und da würde ich jetzt gerne anfangen.

(Unruhe vonseiten der Fraktion der CDU – Egbert Liskow, CDU: Weil DIE GRÜNEN das immer machen. – Zuruf von Ralf Mucha, SPD)

Ja, genau. Ich hoffe, dass ich zum Kern komme, denn es ist ja doch eine sehr komplexe Materie.

(Zuruf von Wolfgang Waldmüller, CDU)

Ich würde gerne in normaler Tonlage reden

(Egbert Liskow, CDU: Probier doch mal!)

und hoffe, ich bekomme Ihr Ohr.

DIE LINKE geht oder Jacqueline geht noch einmal auf das Bildungs- und Teilhabepaket ein, was offensichtlich damals gut gemeint war, aber sich als Flop entwickelt hat. Das ist kein Insiderwissen mehr, eigentlich weiß das jeder.

(Peter Ritter, DIE LINKE: Sehr richtig. Bloß bei Herrn Schubert ist das noch nicht angekommen.)

Frau Hesse, auch wenn die OECD sagt, Bildungs- und Teilhabechancen gleichberechtigt zu leben, zu haben, zur Verfügung zu stellen, ich glaube, da sind wir uns alle einig. Gleichwohl ist das BuT – und ich weiß, dass wir hier auch bei GRÜNS auf Länderebene sehr darüber streiten, über die Ausrichtung, über den tatsächlichen Hilfebedarf und Bestand – von vornherein eigentlich ein exklusives Instrument,

(Egbert Liskow, CDU: Exklusiv.)