Wir sind da klar: Wir wollen für den Ausbau der erneuerbaren Energien bei Windkraft weg vom Wohnraum, rein in den Naturraum. Wir wissen, dass das unumstritten ist. Aber was wollen Sie, Herr Weil? Wie nah soll es an die Wohnbebauung herangehen? Soll es Windkraft im Wald geben? Sollen die anliegenden Grundstückseigentümer für ihren Wertverlust kompensiert werden? Alles offene Fragen, die im Übrigen auch in Ihrem Koalitionsvertrag offenbleiben und ungelöst sind. Deswegen, finde ich, ist der Ausbau von Windkraft in der von Ihnen
Somit ist es völlig abwegig, Ihre Forderungen weiter zu vertiefen. Ich habe eher wieder einmal mehr den Eindruck, Sie versuchen durch immer neue illusorische Anträge abzulenken und zu kaschieren, worum es Ihnen eigentlich wirklich geht, nämlich die Windkraft zu verhindern und Ihre eigenen Ideologien zurechtzurücken. Ihre Taktik ist durchschaubar. Sie reden die Windkraft wieder einmal schlecht und säen Zweifel, um letztendlich an den deutlich schmutzigeren Varianten, die Sie bevorzugen, nämlich Kern- und Kohleenergie, festzuhalten. Sie outen sich erneut als Gegner der Windkraft und bringen deshalb immer neue abstruse Argumente gegen Windkraftanlagen.
Sehr geehrter Herr Präsident, Kolleginnen und Kollegen! Tatsächlich beschäftigt uns das Thema Windkraft hier im Wochenrhythmus. Zum Thema Windkraft wird hier Woche für Woche mit viel Schaum vor dem Mund gesprochen. Dabei wird der Eindruck erweckt, als wäre die Windkraft das Allheilmittel bei der Energiewende. Deshalb lohnt es sich, dass ich zu Beginn meiner Ausführungen ein paar ganz nüchterne Zahlen in den Raum stelle. Zur Bruttostromerzeugung hat die Windenergie im Jahr 2020 6,1 % beigetragen. Der Anteil der Photovoltaik in Bayern an der Bruttostromerzeugung belief sich auf 17,4 %. Insgesamt belief sich der Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Bruttostromerzeugung auf 53 %. So viel vorweg.
Sie blockieren ideologisch verbohrt – das muss man so deutlich sagen – seit fast sieben Jahren den Ausbau der Windkraft in Bayern. Das machen Sie mit Ihrem Windkraft-Verhinderungsgesetz. Sie brauchen sich gar nicht hier hinzustellen und zu loben, wie gut Bayern dasteht. Es ist richtig, beim Ausbau der erneuerbaren Energien im Strombereich waren wir einmal auf Platz eins. Wir sind zurückgefallen auf Platz sieben als größtes Flächenland und das Bundesland, das die besten Möglichkeiten hat, weil die Fläche vorhanden ist. Sie möchten der Windkraft in Bayern keine Heimat geben. Das ist dreifach falsch:
Das größte Potenzial der erneuerbaren Energien läge in Bayern bei der Windkraft; denn Bayern generiert von allen Flächenländern die geringste Energiemenge je Quadratkilometer aus Windkraft. Ich sage deshalb "läge", weil die Windkraft in Bayern seit Jahren staatlicherseits zum Erliegen gebracht worden ist. Damit wären wir jetzt beim Stichwort des Tages, der 10-H-Regel. Sie wurde als Schnellschuss vom damaligen Ministerpräsidenten Seehofer mit dem Ziel kreiert, die Akzeptanz von Windrädern zu erhöhen. Jahre später zeigt sich, dass unsere Befürchtungen richtig waren. Die 10-H-Regel hat nicht zu mehr Akzeptanz von Windrädern geführt. Allerdings ist dafür der Bau praktisch zum Erliegen gekommen. Eine aktuelle Umfrage zur Akzeptanz stellt fest: 80 % der Bevölkerung stören sich gerade nicht an Windrädern in der Umgebung, und 62 % der Bevölkerung sprechen sich für standortspezifische Abstände aus, also für Lösungen vor Ort unter Einbezug von Bürgern und Umwelt und ohne starre Vorgaben.
Wir haben innerhalb der Umweltbewegung zusammen mit der Wirtschaft einen Schulterschluss. Umweltbewegung und Wirtschaft sind ganz klar pro Windkraft. Wir haben in Ebersberg und in Sinzing zwei Bürgerbegehren gehabt, die klar pro Windkraft ausgegangen sind. Die Bürgerinnen und Bürger in Bayern haben verstanden, dass die Sturzflut, die Hitzewellen, die Schäden in unseren Wäldern einen Zusammenhang mit der Verbrennung fossiler Rohstoffe haben und dass ein "Weiter so" einfach nicht mehr funktioniert. Auch die Gerichte sagen ganz klar: Wir brauchen mehr Klimaschutz. Sie von der CSU und von den FREIEN WÄHLERN sind die Einzigen, die noch nicht verstanden haben, dass wir mehr erneuerbare Energien brauchen, dass wir auf Windkraft setzen müssen, dass die Blockade endlich ein Ende haben muss und dass 10 H abgeschafft werden muss.
Sehr geehrter Herr Kreuzer, Sie haben ja gerade den Eindruck erweckt, als ob die Staatsregierung nichts dafür könnte, dass es mit der Windkraft in Bayern nicht vorangeht. Sie haben das mit anderen Bundesländern verglichen. Dass die Windkraft in Bayern nicht vorankommt, das liegt erstmal unstrittig an Ihrem "Windkraftverhinderungsgesetz", an der 10-H-Regel. Das kann man ganz deutlich im Ländervergleich sehen: In Bayern sind pro 1.000 Quadratkilometer 35,8 Megawatt Leistung installiert. In Baden-Württemberg sind es 45,8, in Hessen 107,8. Die Zunahme seit 2018 beträgt in Bayern 1 %, in Baden-Württemberg 14 %, in Hessen 15 %. Das zeigt, dass die Landesebene die Windkraft in Bayern zusätzlich massiv ausbremst. Ich bin ja bei Ihnen, wenn Sie sagen, dass der Bund auch seinen Beitrag zu leisten hat. Da sind Sie ja auch mit in der Regierung.
Mich freut es, dass dieses Thema heute wieder diskutiert worden ist. Ein letzter Satz: Natürlich ändert sich draußen auch regelmäßig die Einstellung zu den erneuerbaren Energien. Mit dem Thema Biomasse sind wir vor vielen Jahren gestartet. Plötzlich kam die Tank-oder-Teller-Debatte. Als die Windkraft vor zwanzig Jahren und dann vermehrt vor zehn Jahren genutzt wurde, da gab es anfangs eine große Euphorie. Plötzlich war es dann vielen zu viel, vielleicht auch, weil etwas unsensibel vorgegangen wurde. Als Dörfer schon von mehreren Windrädern beglückt waren, sagte man: Ihr seid schon vorgeschädigt, ihr bekommt noch fünf weitere dazu. – Da wurden dann aus vielen Windkraftbefürwortern Windkraftgegner. Also, ganz klar: Mit der Bevölkerung vor Ort kommen wir in der Windkraft gezielt vorwärts. Gegen die Bürger geht nichts. Deshalb: Mit Vernunft an die Sache herangehen, dann kommen wir zum Ziel. Wir brauchen mehr Windkraft in Bayern.
Um das zu erreichen und das Ruder wirklich rumzureißen, brauchen wir 2 % Vorranggebiete für die Windkraft in Bayern. Diese brauchen wir für den Klimaschutz, die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit von Energie. Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen, ich bin felsenfest davon überzeugt, unsere Kinder werden uns nie vorhalten, wir hätten zu viele Windkraftanlagen gebaut. Eines Tages werden sie uns verzweifelt in die Augen schauen und einfach nur fragen: Warum habt ihr nicht mehr getan, um unsere Lebensgrundlagen zu schützen, als ihr das noch konntet? – In diesem Sinne bitte ich Sie, endlich Ihre Haltung zur Windkraft zu überdenken und der Windkraft in Bayern eine Heimat zu geben. Das braucht unser Land.
Heute Morgen, 7 Uhr: Der Gesamtbedarf in Deutschland lag bei 73 Gigawatt. Der Anteil der Onshore-Windkraft lag bei 2,47 Gigawatt. Der Anteil der Solaranlagen lag bei 0,25 Gigawatt. Der Anteil der Offshore-Windkraft lag bei 0,48 Gigawatt. Der Anteil der Wasserkraft lag bei 1,7 Gigawatt. Der Anteil der Biomasse lag bei 4,4 Gigawatt. Wasser und Biomasse sind dabei noch stabile Lieferanten. Der Traum, alles mit Windkraft und Photovoltaik zu schaffen, ist ein Traum. Das große Problem liegt darin, dass die GRÜNEN Wahlen gewinnen, indem sie für die Umwelt, für erneuerbare Energien sowie die Abschaltung von Kohlekraftwerken und von Kernkraftwerken kämpfen. Vor Ort gewinnen sie dadurch Wahlen, dass sie Bürgerinitiativen, den BUND und den NABU aufhetzen. Das sind die GRÜNEN-Vertreter vor Ort.
Insofern hat die Windkraft eine enorme Flächeneffizienz. Das hat selbst Landwirtschaftsministerin Kaniber nicht verstanden. Vor drei Wochen hat sie hier noch mal betont, wie viel Fläche denn die Windkraft brauche. – Nein, die Windkraft ist die effizienteste Form, die wir haben. Das müssen wir definitiv ausbauen.
Ziehen Sie deshalb jetzt die Lehren aus Mehring! Übernehmen Sie endlich Verantwortung für eine saubere und sichere Energieversorgung in Bayern. Übernehmen Sie echte Verantwortung für eine klimaneutrale Zukunft der bayerischen Chemieindustrie. Legen Sie hier im Landtag jetzt ein Konzept für den schnellen Ausbau der Windkraft vor, und schaffen Sie doch bitte endlich 10 H endgültig ab! Liebe CSU, bitte auch in ihren Köpfen. Sehen Sie Ihren Fehler ein. Klären Sie stattdessen über die Vorteile der Windkraft auf, beteiligen Sie die Kommunen sowie die Bürgerinnen und Bürger, und lassen Sie uns in Bayern zum Spitzenreiter bei Sonne, Batteriespeichern und Windkraft werden! – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Die liegt nämlich bei 4,1 Prozent, und trotzdem kommt jetzt niemand auf die Idee zu sagen, dass Autos total unsinnig wären und nur durch Subventionen funktionieren. Es gibt natürlich ganz andere Argumente, und das ist bei Windkraft ähnlich. Auch bei Windkraft würde niemand auf die Idee kommen, nur, weil eine Windkraftanlage eventuell nur zu 21 Prozent ausgelastet ist, weil entsprechend der Wind fehlt, zu sagen, dass sie im Gesamtkontext unsinnig ist. Insofern ist Ihr Argument total daneben. Bei der Windkraft kommt es eher auf den Kapazitätsfaktor an und nicht auf die Anzahl der Zeit, in der sie läuft.
1. Welche Leistung für die Stromerzeugung aus Windkraft, Fotovoltaik, Biomasse, Gas (Deponie- Klär- sowie Biogas) und Wasserkraft ist jeweils in der Stadt Großschirma installiert, welche Strommenge wird dabei jeweils jährlich erzeugt, welche Flächen für die Stromerzeugung durch Windkraft und Fotovoltaik (Freifläche und Dachfläche) werden in der Stadt Großschirma aktuell genutzt und wie groß ist dabei der prozentuelle Anteil der Fläche an der Fläche des Stadtgebietes (bitte für das aktuelle Berichtsjahr separat für Windkraft, PV- Freifläche, PV-Dachfläche, Bi- omasse, Gas und Wasserkraft auflisten)?
Deswegen macht doch die Oberpfälzer Weltfirma Max Bögl so was wie die Kombination von Windkraft und Photovoltaik an einem Netzanschluss: Die Windkraft liefert dann, wenn die Sonne nicht liefert. Bei der Windkraft ist die Situation in Bayern eben bescheiden. Geben Sie das doch endlich mal zu. Das liegt an den Folgen des Windkraftverhinderungs- und -blockadegesetzes der Herren Söder und Seehofer. Dafür tragen Sie die Verantwortung, und die können Sie nicht wegdiskutieren, auch dann nicht, wenn Sie darüber noch stundenlang reden.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Windkraft zerstört unsere Naturlandschaft und tötet unsere Vögel. Windkraft ist gefährlich für die Gesundheit unserer Bürger. Windkraft erhöht durch Energieentzug aus der Atmosphäre die Dürregefahr.
Zweite Säule: Strom aus erneuerbaren Energien. Vor einem Jahr hat die Bundesregierung hier endlich die Bremsen gelöst. Und auch wir im Land haben noch einmal nachgelegt. Meine Taskforce hat dazu gerade ihren Abschlussbericht vorgelegt: Flächen für die Windkraft und Freiflächenfotovoltaik bis 2025 mehr als verdreifacht, Dauer der Genehmigungsverfahren hal biert, Vergabeoffensive für Windkraft im Staatswald, Solar pflicht für Neubauten, große Dachsanierungen und größere Parkplätze. Inzwischen sehen wir die ersten Ergebnisse: Die Trendwende bei der Windkraft ist da – mit mehr als 400 Wind kraftanlagen in der Pipeline.
Ja, die Regionalen Planungs…, Raumordnungspläne, die müssen ja auch aufgestellt werden. Das ist ja bloß ein Teilaspekt. So, und Sie kommen hier immer wieder mit Windkraft, Windkraft, Windkraft und lassen all die anderen Aspekte auseinander.
Wie die Verwendung des Wortes "maßvoll" in Ihrem Antrag zunächst vermuten lässt, scheinen Sie einen Ausgleich zwischen einem weiteren Ausbau der Windkraft, ihrer Förderung und dem Landschaftsschutz zu beabsichtigen. Aber Sie wissen ja, wie das mit mir so ist, beim zweiten Anblick Ihres Antrags kamen mir schon Zweifel. Ich glaube, offensichtlich ist es doch so, dass Sie die Emotionen der Bürger ausnutzen wollen, um damit Wahlkampf zu betreiben, um den weiteren Ausbau der Windkraft in Thüringen auszubremsen.
Das im ersten Teil Ihres Antrags angesprochene Ziel, die Vergütungssätze für Strom aus Windkraft den technologischen und wirtschaftlichen Entwicklungen anzupassen, wird bereits mit der Novelle zum ErneuerbareEnergien-Gesetz durch die Bundesregierung erfüllt. Die Grundvergütung für Strom aus Windkraft wird gesenkt und die Degression der Fördersätze deutlich verschärft. Auch ohne die zunächst vorgesehene starre Schwelle von 65 Prozent des Referenzertrags steht die Novelle damit ganz im Zeichen der Erhöhung der Effizienz des von der Bundesregierung eingeführten und in den vergangenen Jahren äußerst erfolgreichen Instruments. Etwa 120.000 Arbeitsplätze, die durch erneuerbare Energien in Deutschland geschaffen wurden, sprechen eine deutliche Sprache. Von vielen Seiten werden wir international gelobt und als vorbildlich anerkannt im Rahmen des Klimaschutzes. Aber nichts könnte natürlich so gut sein, um dieses nicht noch verbessern zu können. Dies ist das Anliegen der jetzigen Novelle des EEG. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre tragen dazu bei, die Zielgenauigkeit der Förderung weiter zu erhöhen. So können die Effektivität und die Dynamik des Gesetzes für den Ausbau der erneuerbaren Energien und damit für den Klimaschutz, für größere Unabhängigkeit der deutschen Wirtschaft von fossilen und atomaren Energien weiter ausgebaut werden.
Vorsichtig formuliert, und als man erkannt hat, dass die Ressourcen insbesondere bei Erdöl nicht nur endlich seien, sondern dass auch die Versorgungssicherheit nicht gewährleistet sei, haben viele Menschen die Vision entwickelt, Energie dort zu erzeugen, wo sie gebraucht wird. Man hat das Konzept der dezentralen Versorgung entwickelt und hat sich - und insofern liegen Sie nicht völlig neben dem Thema, Herr Abgeordneter Kummer - u.a. der Tradition entsonnen oder besonnen, dass man früher schon einmal die Windkraft genutzt hat, um die menschliche Arbeitskraft zu verstärken und zu ersetzen. Und ich sage das deshalb, weil man damals ganz andere Ideen hatte. Man hat gesagt, man nutzt die Kraft der Sonne, um die Häuser zu heizen und um Warmwasser zu besorgen; man nutzt die Windkraft, um im gewerblich-industriellen Bereich dezentral Elektroenergie zu gewinnen und man nutzt überflüssige Biomasse aus der Pflanzenerzeugung und aus der tierischen Erzeugung, um im ländlichen Raum dezentral Energie zur Verfügung zu stellen. Dann hat man damit begonnen, man hat große Versuche gemacht - ich weiß nicht, wer sich noch erinnert - die Begriffe hießen: "Growian und Klewian", große Windanlage und kleine Windanlage. Man hat damals gesagt, die großen Windanlagen bringen eine Fülle von Nachteilen mit sich und hat sich für die Entwicklung der kleinen Windanlagen entschlossen. Folglich war es auch relativ unproblematisch, Bürger davon zu überzeugen, das ist etwas Gutes. Als die ersten Anlagen installiert waren, ist einiges aufgefallen: Der Wind bläst nicht ununterbrochen, man braucht nicht ununterbrochen Strom, die Biogasanlagen funktionieren so oder so - mal fällt viel an, mal fällt wenig an, mal hat man hohen Energieverbrauch auf dem Bauernhof und mal nicht. Da ist die Idee des Stromeinspeisegesetzes kreiert worden. Man hat gesagt, derjenige, der solche Anlagen errichtet und der sie betreibt, soll die Möglichkeit bekommen, überflüssige Energie in das allgemeine Stromnetz einzuspeisen und er soll dafür auch noch eine Vergütung erhalten.
Faktor 0,8 jede installierte Leistung in der Windkraft zusätzlich durch ein Grundlastkraftwerk abgeschirmt werden muss, sei es ein Kohlekraftwerk oder sei es ein Wasserkraftwerk. Herr Abgeordneter Kummer, ein wenig Essig in Ihrem Wein. Ich denke, Sie waren nicht der Einzige, der schon einmal in Goldisthal zu Besuch war und Sie waren auch nicht der Einzige aus diesem Hause, der sich dort hat vortragen lassen, welchen Zweck dieses Kraftwerk erfüllt. Ich war neulich noch da und habe zur Kenntnis genommen, dass dieses Kraftwerk in besonderer Weise als Kompensationskraftwerk für die Windkraft geeignet ist.
Die Menschen in unserem Lande, Frau Becker, erleben den Wandel des Landschaftsbilds und sie erleben auch den Wandel, der mit den wirtschaftlichen Interessen im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau der Windkraft verbunden sind. Der Antrag und die heutige Diskussion greifen zwei spannungsgeladene Aspekte der Veränderung auf, die Vergütungshöhe für den Strom aus Windkraft sowie die Windräder in der Landschaft. Immer mehr Menschen in unserem Lande empfinden das Aufstellen von Windrädern an naturgegeben prominenter Stelle als Beeinträchtigung des Landschaftsbilds. Wenn es ein Urteil gibt, das da sagt, ich denke, das betrifft die Uckermark, dass die Einsparung von CO2 höher zu bewerten sei, als das Empfinden des Bürgers hinsichtlich der Einschränkung
Ein letzter Satz, meine Damen, meine Herren: Die Kompensation über konventionelle Kraftwerke der Windkraft muss ja über die Fernleitungen, über die Stromtransportleitungen laufen. Und die, die jetzt vorhanden sind, Herr Kummer, dienen logischerweise, weil sie schon da sind, anderen Voraussetzungen, anderen Zwecken. Wenn dieses Szenario umgesetzt wird, 10 Prozent der Gesamterzeugung aus Windkraft, müssten diese in Größenordnungen natürlich auch noch gebaut werden. Was das für eine Investition ist, können Sie ja einmal in Fachpublikationen nachlesen. Das ist nicht wenig. Deswegen, Herr Kummer, diese Äußerung von Ihnen, dass die Gewinnerzielung der Betreiber der Windmühlen sekundär wäre, wenn Sie sich einmal die Flyer durchlesen, die bundesweit für potenzielle Anleger in Windkraftanlagen verteilt werden, die brauchen Sie sich nur einmal durchzulesen, der Hauptzweck - und das ist wirklich so - für die Anleger ist die Gewinnerzielung. Dagegen ist ja nichts einzuwenden. Aber, Herr Kummer, Sie sollten wenigstens so ehrlich sein und das hier in der Öffentlichkeit nicht falsch darstellen, denn bezahlt wird dieser Gewinn logischerweise durch das Stromeinspeisegesetz über die Stromkonsumenten. Das ist übrigens auch die öffentliche Hand, und zwar nicht gerade zu wenigen Teilen. Das sind aber vor allen Dingen die Bürgerinnen und Bürger, die bei den Gewinnen in den Anlagefonds der Windmühlen nichts einzahlen, weil sie das Geld dafür gar nicht übrig haben. Danke.
Aber nun zum Inhaltlichen und einiges muss hier, denke ich, klargestellt werden. Die Landesregierung ist nicht der Auffassung, dass die Kohlesubvention - so wie sie in der Bundesrepublik Deutschland aus nachvollziehbaren Gründen vor Jahrzehnten eingeführt worden ist, um den Zugriff auf eine sichere Energiequelle zu gewährleisten -, ins Unendliche zu perpetuieren wäre. Dieser Auffassung ist die Landesregierung nicht. Die Landesregierung ist aber auch nicht der Auffassung, dass man die Wirtschaft unbegrenzt belasten kann, wie übrigens auch den Privatbürger, um Wünschenswertes und technisch Machbares, das sich aber wirtschaftlich nicht aus sich selbst heraus durchsetzen kann, nun unendlich zu fördern; und dem folgt die Logik der Degression bei der Windkraft und auch beim Einsatz der Biomasse. Wenn Goldisthal zu Zeiten der DDR nicht gebaut worden ist, um als Kompensation für die Windkraft zu gelten, das ist umstrittig, dass es ursprünglich mal zu einem anderen Zweck geplant worden ist. Wenn es aber heute nicht als Kompensationskraftwerk installiert worden ist, dann frage ich mich, weshalb die Bundesregierung die deutsche Stromwirtschaft veranlasst, drängt und nötigt, 500 m an Goldisthal vorbei die größte neue Stromleitung der Nachkriegsgeschichte zu bauen,
Der nächste Punkt, der mir wichtig ist, ist die Umweltwirtschaft. Dabei denke ich vor allem an die Arbeitsplätze, die wir in diesem Bereich geschaffen haben. Wenn Sie, Frau Freimuth, sagen: „Arbeitsplätze gehen über alles; Freiheit für Arbeitsplätze“, dann entgegne ich: Endlich Freiheit für die Windkraft, Herr Papke! Denn die Blockade der Windkraft, die Sie betreiben, bedeutet Verlust von Arbeitsplätzen.
Meine Damen und Herren, es ist doch eine Mähr, wenn laufend behauptet wird, dass Windkraft zusätzlich Arbeitsplätze schaffen würde. Es streitet niemand ab, dass Windkraft auch Arbeitsplätze schafft. Aber wegen Ihres monokausalen Denkens fehlt Ihnen die gesamtwirtschaftliche Betrachtungsweise.
Meine Damen und Herren, zum Thema „Windkraft“ ist viel gesagt worden. Ich will nur einen Punkt ausführen: Die Nabenhöhe der Windkraftanlagen hat sich in den letzten Jahren verdoppelt. Wenn die Windkraftanlagen größer werden, brauchen wir entsprechende Abstände, damit die Menschen in der Lage sind, Windkraftanlagen in Nordrhein-Westfalen überhaupt noch zu akzeptieren. Deswegen ist am Windkrafterlass auch richtig, dass der Abstand zur Wohnbebauung vergrößert worden ist. Nur dadurch gibt es noch eine Akzeptanz der Windkraft in Nordrhein-Westfalen.
Sie sind auch auf die Windkraft eingegangen und haben sie insgesamt positiv dargestellt - was sie ja auch ist; da sind wir ja einer Meinung. Aber traurige Realität, Frau Rehlinger, ist an dieser Stelle, dass der Widerstand vor Ort gegen die Windkraft in hohem Maße von der SPD mitorganisiert wird. Sie sprechen also hier am Rednerpult so, doch draußen im Land tun Sie als SPD alles, um Windkraftanlagen hier in diesem Land zu verhindern.
die Kommunen selbst entscheiden können, wo Windanlagenstandorte entstehen. Wir präsentieren in der kommenden Woche die Windpotenzial-Studie, die darstellt, wo das technische Potenzial der Windkraft liegt. Wir haben ein riesiges Potenzial. Wir können in den nächsten acht bis neun Jahren unsere Windenergiemenge locker vervier- bis versechsfachen. Wenn wir davon ausgehen, dass wir durch Repowering und den Ersatz von alten durch neue Anlagen weitere Leistungssteigerungen bekommen, dann wird Windkraft auch im Saarland einen bedeutenden Stellenwert einnehmen.
Wir sprechen heute über Windkraft – ein hochemotionales Thema gerade hier im Landtag. Die Windkraft hat einen hohen Anteil an den erneuerbaren Energien. Herr Schulte, dieser Beitrag ist steigerbar. Wenn Sie sich die Zahlen zur Wasserkraft anschauen, wissen Sie, dass wir da bereits an einem Endpunkt angekommen sind.