gegen Frauen, Frau Hauffe hat es ja angesprochen! Mir geht es heute nur noch einmal darum zu sagen, die Frauenhäuser sind unterfinanziert. Schattenriss ist unterfinanziert, das Mädchenhaus, Neue Wege. Wir brauchen diese Initiativen im Hinblick auf die Frauen, die das betrifft. Ich habe in der letzten Debat te gesagt, was es heißt, als Frau Gewalt zu erleben. Ich kann nur herzlich darum bitten, dieses Problem bei den nächsten Haushaltsberatungen zu sehen, diese Initiativen und Häuser so auszustatten, dass die Frauen, ohne selbst eine Zuzahlung leisten zu müssen – die Frauen haben nicht das Geld, das ist doch das, was wir beklagen –, in ein solches Haus gehen, in ein Frauenhaus gehen können und Zuflucht bekommen, wenn es ihnen zu Hause dreckig geht. Wir wissen, dass es vielen Frauen leider so ergeht. Es gibt auch hier ganz viele Probleme, ganz viel zu tun.
wortung haben, nicht immer mit dem Finger auf Berlin zu zeigen, aber selbst die Schularbeiten nicht gemacht zu haben. Das kann nicht sein.
Gerade im Hinblick auf die Frauen, die Familien und die Kinder haben sie allen Grund, sich hier anzustrengen und nicht zu meinen, dass Berlin Ihre Schularbeiten macht. – Danke schön!
meine Damen und Herren! Der Tagesordnungspunkt heißt „Tätigkeitsbericht der ZGF“, und dazu würde ich gern reden,
denn uns liegt der umfangreiche Bericht der ZGF vor, und ich werde es mir verkneifen, jetzt alle an deren Probleme gleich noch irgendwie en passant mit zu erledigen.
dokumentiert, wie sie neben ihrer Funktion als Anlauf- und Beratungsstelle in den verschiedenen Themenfeldern die Verwirklichung der Gleichbe rechtigung und die Gleichstellung von Frauen und Männern vorantreibt, wie sie daran mitwirkt. Sie tut dies über ihre Teilnahme an über 50 Gremien und Arbeitskreisen hier in Bremen, aber auch überregional über Veröffentlichungen, Veranstaltungen und über die Beratung der Politik. Ich finde, dass wir damit in Bremen für die Sache der Gleichstellung eine gute Struktur mit ambitionierten Mitarbeiterinnen haben,
auch in Bremen selbstverständlich immer noch eine ganze Menge zu tun. Nach wie vor haben wir eine skandalöse Entgeltungleichheit. Der Equal Pay Day am 21. März wird uns daran erinnern, dass erst dann der Tag erreicht ist, an dem die Frauen hier in Bremen tatsächlich dasselbe Einkommen erzielt haben werden, das die Männer bereits am 31. De zember 2012 erworben hatten. Mit der Einführung eines Mindestlohns hat Bremen allerdings als erstes Bundesland seinen eigenen Beitrag zu existenzsi chernden Löhnen geleistet –
Frau Motschmann, wir schauen in Bremen durch aus, was wir an dieser Situation verändern können –, und davon profitieren in erster Linie Frauen, das hat Frau Hauffe bereits ausgeführt, denn gerade in den prekären Bereichen arbeiten einfach überdurch schnittlich viele Frauen.
des Themas Entgeltungleichheit einmal in der Form anzunehmen, dass untersucht wird, woher die struk turellen Unterschiede in der Entlohnung überhaupt kommen. Da, finde ich, sind wir in Bremen noch lange nicht dort, wo wir eigentlich sein wollten. Es gibt Instrumente wie das Eg-check-Verfahren, mit denen man identifizieren kann, wie sich eine Entgelt ungleichheit zum Beispiel auch in den Tarifverträgen im öffentlichen Dienst manifestiert. Dass wir das immer noch nicht anwenden, finde ich persönlich außerordentlich bedauerlich.
(Beifall bei der SPD und beim Bündnis 90/ Die Grünen – Präsident We b e r übernimmt wieder den Vorsitz.)
schaftssenator hat sich bereitgefunden, hier mitzuwir ken, einen Betrieb zu benennen. Insgesamt brauchen wir eigentlich nur drei, aber alle anderen Bereiche verhalten sich außerordentlich defensiv. Leider ist es bisher nicht gelungen, zwei weitere Betriebe zu identifizieren, die sich an diesem Verfahren beteili gen. Das ist aus meiner Sicht ein Skandal.
aller Familien mit Kindern sind alleinerziehend. Die Folge sind häufig prekäre Lebenssituationen für die Frauen und die Kinder. Hier sind natürlich die Agen tur für Arbeit, die Jobcenter, aber auch wir selbst gefordert, dafür zu sorgen, dass diese Zielgruppe über Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik in exis tenzsichernde Beschäftigung kommt.
punkt der ZGF. In der letzten Sitzung der Bürgerschaft haben wir hier die Versorgungssituation der von Gewalt betroffenen Frauen debattiert und überein stimmend festgestellt, dass wir auch in finanziell schwierigen Zeiten die Beratungsstellen so absichern müssen, dass ihr niedrigschwelliges Angebot den Frauen auch tatsächlich zugutekommt und ausrei chend vorhanden ist. Ich möchte daran erinnern, dass wir im letzten Jahr als rot-grüne Koalition einen Antrag zur Abgabe von kostenlosen Verhütungsmit teln beschlossen haben. Ich wüsste eigentlich gern, wie es diesbezüglich aussieht, mir liegt immer noch keine Erkenntnis darüber vor, wie die Umsetzung dieses Antrags tatsächlich vorangegangen ist.
nickt an manchen Stellen –, schreiten wir Seite an Seite mit der ZGF, aber ich will hier auch gar nicht verhehlen, dass es durchaus auch unterschiedli che Sichtweisen auf bestimmte Bereiche gibt. Frau Hauffe hat die Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin oder zur Generalistischen Pflegeassistenz angesprochen. Ich sage ganz klar, wenn behauptet wird, eine zweijährige Ausbildung sei nicht das Opti mum, würde ich das jederzeit unterschreiben, aber es stimmt nicht, dass es unterhalb des Kfz-Mechanikers keine Ausbildung im gewerblich-technischen Bereich gibt, die zwei Jahre dauert! Es gibt diverse, es gibt im zweistelligen Bereich Ausbildungen von zwei Jahren. Das ist nicht optimal, aber immerhin noch eine Möglichkeit, Menschen, die vielleicht noch nicht so weit sind, dass sie in eine dreieinhalbjährige Ausbildung eintreten können, einen Zugang zu einer Berufstätigkeit zu ermöglichen.
aus meiner Sicht nicht so viel Einkommen erzielen, wie sie eigentlich verdient hätte, aber das hat uns noch nie gehindert, Ausbildungsberufe zu organi sieren. Also, das kann man doch nun wirklich auch für die Medizinische Fachangestellte sagen, für die Frisörin sowieso, aber auch für männlich dominierte Bereiche, die sich zum Beispiel im Handwerk be finden. Das als Kriterium dafür zu nehmen, ob eine Ausbildung eingerichtet wird oder nicht, erscheint mir sehr fragwürdig.
um die Ausbildung zur Erzieherin, und da haben die EU und auch wir alle gemeinsam festgestellt, dass es eigentlich eine zwölfjährige allgemeinbil dende schulische Erfahrung braucht, um dann als Erstausbildung in diesen Beruf zu gehen. Das ist alles in Ordnung, das haben wir auch organisiert. Der Zugang zur Erzieherinnenausbildung ist in Bremen so geregelt, dass man mit der Fachhochschulreife diese Ausbildung ergreifen kann. Sie haben aber darüber hinaus die Möglichkeit, über eine zwei jährige berufliche Ausbildung – in diesem Fall zur Sozialpädagogischen Assistentin – den jungen Frauen einen Zugang zu dieser Ausbildung zu organisieren, die den allgemeinbildenden Bereich eben nicht so erfolgreich absolvieren. Ich halte es für eine deutlich positive Entwicklung, dass wir nicht ausschließlich auf die Allgemeinbildung setzen, sondern auch für Menschen, die im allgemeinbildenden Bereich viel leicht später, aber zumindest nicht jetzt so fit sind, berufliche Zugänge organisieren.
zug auf die Geschlechtergerechtigkeit – Gott sei Dank! – unheimlich viel bewegt, wenn ich mir tatsächlich einmal die letzten einhundert Jahre anschaue. Viele junge Frauen haben heute die Idee, dass eigentlich schon alles getan ist und man Gleichberechtigung gar nicht mehr braucht. Ich finde es gut, dass sich die ZGF in ihrer nächsten Tätigkeitsperiode den jungen Frauen widmen wird, weil wir hier die Situation haben, dass die Frauen die besseren Abschlüsse machen, aber nicht die bessere Bildungsrendite erzielen. Daher ist es gut, sich darum zu kümmern. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Bö schen, ich vertrete hier heute meine Kollegin Frau Bernhard, die leider erkrankt ist. Ich war deswegen an den Diskussionen im Ausschuss nicht beteiligt und kenne nur den Bericht. Ich versuche einmal, zu einigen Dingen Stellung zu nehmen, und zwar auch zu denen, die Frau Hauffe soeben erläutert hat und die nicht in dem Bericht stehen.
en- und Kinderarmut sehr aufmerksam verfolgt, weil ich diesen Lebensweg kenne. Ich weiß, was es ––––––– *) Von der Rednerin nicht überprüft.
heißt, wenn man sich für ein Kind entscheidet und von vornherein feststeht – bei mir war es von vorn herein so –, dass es eine Ein-Eltern-Familie wird, und ich weiß, und da muss ich Frau Motschmann ganz dringend widersprechen, dass das ganz klar bedeutet, dass man ein erhöhtes Armutsrisiko hat, und zwar von Anfang an.