Protokoll der Sitzung vom 04.09.2002

(Michael Neumann SPD: Die Sachausgaben sen- ken Sie um 1 Prozent! Es wird weniger Geld aus- gegeben!)

Wir wollen auch die Polizeibeamten angemessen bezahlen und mit diesem Antrag gehen wir einen deutlichen Schritt genau in diese Richtung.

(Beifall bei der CDU, der Partei Rechtsstaatlicher Offensive und der FDP)

Herr Mahr, was Sie angeht, werden Sie wahrscheinlich gleich – ich bin kein Hellseher – ans Mikro treten und wieder erzählen, dass dieser Antrag falsch sei. Frau Sager wird Ihnen vorher eingeschärft

(Burkhardt Müller-Sönksen FDP: Eingepeitscht!)

haben, dass Sie diesem Antrag nicht zustimmen dürfen.

(Michael Neumann SPD: Feindbilder sind was Schönes!)

(Aydan Özoguz SPD)

Wir nehmen sowieso grundsätzlich zur Kenntnis, dass es bei Ihnen nur um einen Punkt geht. Wenn es irgendetwas zu beschließen gibt, das negativ für die Polizei in dieser Stadt ist – seien es Polizeikommissionen oder andere strukturelle Veränderungen nach unten –, dann sind Sie immer dabei. Genau deswegen sitzen Sie da, wo Sie jetzt sitzen, Frau Sager, auf der Oppositionsbank und da können Sie meinetwegen noch lange, lange sitzen bleiben. – Vielen Dank.

(Beifall bei der CDU, der Partei Rechtsstaatlicher Offensive und der FDP)

Das Wort erhält der Abgeordnete Mahr.

Herr Präsident, meine Damen und Herren! Herr Lenders, wir sind hier nicht bei einer Gewerkschaftsveranstaltung. Ich glaube, Sie müssen unterscheiden zwischen einem Parlament und einer Gewerkschaft.

(Beifall bei der GAL – Dr. Andrea Hilgers SPD: Das sind alles mutige Persönlichkeiten!)

Es war Rotgrün in Hessen, die als erste Koalition die zweigeteilte Laufbahn in der Bundesrepublik bei der Polizei eingeführt haben.

(Beifall bei der GAL – Krista Sager GAL: Das ist die Wahrheit!)

Es war Hamburg unter Rot und Rotgrün, das das Programm 2000 auf den Weg gebracht hat. Es war dieser Senat, der beabsichtigt hat, genau dieses Programm einzufrieren. Es waren die Polizeigewerkschaften und die Opposition, die hier Protest angemeldet haben. Und selbstverständlich werden wir der Fortsetzung des rotgrünen Projekts zustimmen. – Vielen Dank.

(Beifall bei der GAL – Krista Sager GAL: Das ist die Wahrheit!)

Dann bekommt das Wort der Abgeordnete Schrader.

Es ist ja erfreulich, dass wir trotz aller Einigkeit in diesem Haus und trotz so reger Besetzung der Pressetribüne so herrlich imstande sind zu streiten, aber eines muss ich dazu sagen.

(Dr. Dorothee Freudenberg GAL: Wer hat denn gestritten?)

Sie, Herr Mahr, haben gestritten. – Es ist einfach nicht richtig, zu sagen, dieser Senat hätte dieses Programm einfrieren wollen. Wer hat es denn eingefroren? Es ist doch ausnahmsweise einmal umgekehrt. An diesem einen Punkt hat der Vorgänger des heutigen Innensenators einmal keine Programmpunkte der heutigen Regierungsparteien hektisch im Wahlkampf abgeschrieben und noch irgendwie versucht umzusetzen, sondern hier hat er es anders gemacht. Hier hat Herr Scholz damals das Programm eingefroren. Dies werden wir jetzt, und zwar sehr viel solider, wieder aufnehmen, werden es nicht durch Stellenstreichungen finanzieren, sondern solide mit Geld ausstatten und dafür sorgen, dass dies nicht zulasten anderer, schon arbeitender Polizisten und nachrückender Polizeibeamter in Ausbildung geschehen wird. – Vielen Dank.

(Beifall bei der FDP, der CDU und der Partei Rechtsstaatlicher Offensive)

Weitere Wortmeldungen liegen mir nicht vor, dann lasse ich über den Antrag abstimmen. Wer dem Antrag aus der Drucksache 17/1295 seine Zustimmung geben möchte, den bitte ich um das Handzeichen. – Gegenstimmen? – Stimmenthaltungen? – Dieses ist einstimmig so beschlossen worden.

Ich rufe den Tagesordnungspunkt 9 auf, Drucksache 17/917, Große Anfrage der Fraktionen der Partei Rechtsstaatlicher Offensive, der CDU und der FDP: Korruption und Bestechung bei der Errichtung von Müllverbrennungsanlagen in Hamburg.

[Große Anfrage der Fraktionen der Partei Rechtsstaatlicher Offensive, der CDU und der FDP: Korruption und Bestechung bei der Errichtung von Müllverbrennungsanlagen in Hamburg? – Drucksache 17/917 –]

Wird hierzu eine Besprechung beantragt? –

(Uwe Grund SPD: Ja!)

Dieses „Ja“ vermag ich nicht zu verifizieren. Es muss mehr als ein Drittel der anwesenden Abgeordneten sein.

(Michael Neumann SPD: Alle Sozialdemokraten!)

Das reicht. Dann wird die Besprechung für die nächste Sitzung vorgesehen.

Ich rufe den Tagesordnungspunkt 34 auf, Drucksache 17/1135, Große Anfrage der SPD-Fraktion: Zeit zum Lernen – Anzahl der Unterrichtsstunden im Ländervergleich.

[Große Anfrage der Fraktion der SPD: Zeit zum Lernen – Anzahl der Unterrichtsstunden im Ländervergleich – Drucksache 17/1135 –]

Diese Drucksache möchte die SPD-Fraktion an den Schulausschuss überweisen. Wer stimmt dem Überweisungsbegehren zu? – Gegenstimmen? – Stimmenthaltungen? – Das Überweisungsbegehren ist abgelehnt.

Wird hierzu eine Besprechung beantragt? – Das ist nicht der Fall.

(Zurufe aus dem Hause)

Dann möchte ich jetzt aber wissen, ob die Besprechung beantragt wird. Ich brauche ein Drittel der anwesenden Abgeordneten. Ich möchte jetzt einmal sehen, wer das beantragt.

(Michael Neumann SPD: Das war ein Nein!)

Niemand. Dann ist es erledigt.

Ich rufe den Tagesordnungspunkt 44 auf, Drucksache 17/1161, Senatsantrag zum Haushaltsplan 2002: Unterrichtung der Bürgerschaft nach Paragraph 10 Absatz 2 LHO über erhebliche Änderungen der Haushaltsentwicklung im Haushaltsjahr 2002 und Änderung von Haushaltsansätzen.

[Senatsantrag: Haushaltsplan 2002 Unterrichtung der Bürgerschaft nach §10 Absatz 2 LHO über erhebliche Änderungen der Haushaltsentwicklung im Haushaltsjahr 2002 und Änderung von Haushaltsansätzen – Drucksache 17/1161 –]

Die GAL-Fraktion möchte diese Drucksache an den Haushaltsausschuss überweisen. Wer stimmt zu? – Gegen

(Joachim Lenders CDU)

A C

B D

stimmen? – Stimmenthaltungen? – Das Überweisungsbegehren ist abgelehnt.

Dann lasse ich über den Senatsantrag abstimmen. Wer möchte die im Anhang zum Petitum aufgeführte Ansatzveränderung 2002 beschließen? – Gegenstimmen? – Stimmenthaltungen? – Dieses ist mehrheitlich so beschlossen.

Es bedarf einer zweiten Lesung. Stimmt der Senat einer sofortigen zweiten Lesung zu? –

(Der Senat gibt seine Zustimmung zu erkennen.)

Das ist der Fall. Gibt es Widerspruch aus dem Hause? – Das ist nicht der Fall. Wer will den soeben in erster Lesung gefassten Beschluss auch in zweiter Lesung beschließen? – Gegenstimmen? – Stimmenthaltungen? – Dieses ist auch in zweiter Lesung und somit endgültig beschlossen worden. Im Übrigen hat die Bürgerschaft Kenntnis genommen.

Ich rufe den Tagesordnungspunkt 48 auf, Drucksache 17/1113: Senatsmitteilung zum Jahresbericht der Kommission für Bodenordnung für das Jahr 2001.

[Senatsmitteilung: Jahresbericht der Kommission für Bodenordnung für das Jahr 2001 – Drucksache 17/1113 –]