Protokoll der Sitzung vom 11.12.2002

(Beifall bei der CDU, der Partei Rechtsstaatlicher Offensive und der FDP)

Ich sage Ihnen einmal ganz ehrlich: Wir haben die Faxen dicke. Ihnen geht es gar nicht um die Sache, Ihnen geht es um Ihre Partei und nicht um die Menschen von Hinz & Kunzt. Uns geht es um die Menschen und um die Sache.

(Oh-Rufe bei der GAL)

Deshalb helfen wir mit 41000 Euro, während Sie hier Sprüche klopfen.

(Beifall bei der CDU, der Partei Rechtsstaatlicher Offensive und der FDP)

Wenn es Ihnen wirklich um die Sache gehen würde, dann würden Sie doch anerkennen, dass es dieser Senat ist, der das Geld bereitstellt. Wir haben ganz schwer dafür gearbeitet, dass dieses Geld umgeschichtet wird. Nicht Sie von der Opposition sind es gewesen. Wir haben das Geld mit diesem Senat bereitgestellt und deshalb ist es auch in Ordnung, dass wir diesen Antrag so stellen, wie er gestellt ist. Sie reden, wir handeln. Wir helfen den Menschen und nicht der SPD.

(Beifall bei der CDU, der Partei Rechtsstaatlicher Offensive und der FDP)

Das Wort hat der Abgeordnete Egloff.

(Petra Brinkmann SPD)

Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Dr. Freytag, das war ja nun eine schräge Nummer, die Sie hier hingelegt haben.

(Beifall bei der SPD und der GAL)

Ich will Ihnen einmal sehr deutlich sagen, worum es Ihnen geht. Ihnen geht es nicht darum, Hinz & Kunzt zu unterstützen, sondern Ihnen geht es darum, hier faule Spiele zu spielen, die mit dem parlamentarischen Gebräuchen in dieser Republik nicht zu vereinbaren sind. Darum geht es Ihnen.

(Beifall bei der SPD und der GAL – Dr. Michael Freytag CDU: Das ist eine Diffamierung!)

Uns geht es darum, Hinz & Kunzt zu helfen. Deswegen werden wir diesem Antrag zustimmen,

(Stephan Müller Partei Rechtsstaatlicher Offensive: Das müssen Sie nicht, das geht auch ohne Sie!)

obwohl ich noch einmal in aller Schärfe sagen muss, dass wir dieses Verhalten von Ihnen – und das ist nicht das erste Mal, dass Sie das hier versuchen – aufs Schärfste missbilligen.

(Beifall bei der SPD)

Das Wort hat der Abgeordnete Dr. Maier.

Herr Freytag, ich möchte Sie nur auf einen Umstand hinweisen: Sie haben nicht das Geld der CDU, nicht das Geld von der Partei Rechtsstaatlicher Offensive, nicht das Geld der FDP, sondern das Geld der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, über das wir hier gemeinsam entscheiden, jetzt an Ihre Fahne geheftet. – Tschüs.

(Beifall bei der GAL und der SPD)

Das Wort hat der Abgeordnete Scheurell.

Herr Freytag, ich will nur darauf hinweisen, wie freundlich Sie es meinen. Sie haben freundlicherweise die beteiligten Fraktionen SPD und GAL, die alle dazu beitragen wollten, den Beitrag für Hinz & Kunzt zu leisten, in Ihrem Antrag überhaupt nicht mehr drin.

(Dr. Michael Freytag CDU: Weil Sie es nicht woll- ten!)

Das ist nicht wahr und deswegen habe ich mich auch zu Wort gemeldet. Wir ziehen unseren Antrag zugunsten von Hinz & Kunzt zurück und werden Ihrem Antrag zustimmen. Aber das beweist Ihre Größe.

(Beifall bei der SPD und der GAL)

Wird weiter das Wort gewünscht? – Ich sehe, das ist nicht der Fall. Wir kommen zur Abstimmung.

Wer schließt sich dem Antrag der Koalitionsfraktionen aus der Drucksache 17/1950 in der zweiten Neufassung an? – Gegenprobe. – Enthaltungen? – Bei einer Stimmenthaltung ist dieser Antrag damit angenommen.

Drucksache 17/1949.

[Antrag der Fraktionen der SPD und der GAL: Mietzuschuss für das Obdachlosenmagazin Hinz & Kunzt – Drucksache 17/1949 –]

Der Antrag der Fraktionen der SPD und der GAL aus der Drucksache 17/1949 wurde zurückgezogen.

Nun zu den Anträgen des Haushaltsausschusses.

Textzahl 216.

[Textzahl 216]

Wer möchte die Textzahl 216 aus der Drucksache 17/1800 beschließen? – Gegenprobe. – Enthaltungen? – Das Erstere war die Mehrheit. Dann ist die Textzahl 216 so beschlossen.

Textzahl 217.

[Textzahl 217]

Wer stimmt der Textzahl 217 zu? – Gegenprobe. – Enthaltungen? – Auch Textzahl 217 ist mit Mehrheit beschlossen.

Textzahl 218.

[Textzahl 218]

Wer nimmt die Textzahl 218 an? – Gegenprobe. – Enthaltungen? – Auch die Textzahl 218 ist mit Mehrheit angenommen.

Textzahl 219.

[Textzahl 219]

Wer möchte die Textzahl 219 beschließen? – Gegenprobe. – Enthaltungen. – Auch die Textzahl 219 ist mit Mehrheit beschlossen.

Über die Abschlusszahlen aus der Textzahl 220 stimmen wir später ab.

Ich rufe auf den

Einzelplan 6: Behörde für Bau und Verkehr

Die Fraktionen haben sich darauf verständigt, diesen Einzelplan in zwei Teilen zu behandeln, und zwar zunächst die Bereiche Stadtentwicklung und Bau und anschließend den Bereich Verkehr.

Wer möchte das Wort zu den Bereichen Stadtentwicklung und Bau? – Es ist der Abgeordnete Quast und er erhält es.

Herr Präsident, meine Damen und Herren! Gestern hat der Senat die Eckwerte zum Wohnungsbauprogramm 2003 veröffentlicht. Unter der Überschrift „Was ist neu?“ werden Veränderungen der bisherigen Förderkonditionen genannt. Doch die wichtigsten Veränderungen hat der Senat ausgelassen. Vergessen wurde nämlich, dass in Hamburg künftig weniger Wohnungen gefördert werden, dass das Wohnen für Mieter teurer wird und dass der Senat die Mieter mit seinen Verkaufsplänen weiter verunsichert.

(Beifall bei der SPD)

Der Senat redet von der wachsenden Stadt, bezeichnet dies sogar als seine landespolitisch wichtigste Frage und