Protokoll der Sitzung vom 03.03.2004

Ich dachte, das wäre eine Geschichte, in der wir uns einig sind, Herr Glawe.

Herr Abgeordneter, gestatten Sie eine weitere Frage des Abgeordneten Herrn Glawe?

Bitte.

In diesem Gesetz sind auch die Fragen nach Satzungen, die Sie vorhin gerade angesprochen haben, geregelt. Da geht es auf der einen Seite darum, fachliche wie finanzielle Auswirkungen in Satzun

gen der Gemeinden oder Kreise zu regeln. Glauben Sie, dass das Ministerium weiterhin Einfluss auf die Dinge nehmen kann?

Wir nehmen inhaltlich Einfluss auf die Dinge. Wir nehmen inhaltlich dergestalt Einfluss auf die Dinge, dass wir eine ganze Reihe von Dingen vorschreiben. Wir sagen, folgende Ziele und Aufgaben werden mit dem Gesetz verfolgt, wir sagen, Eltern sind zu beteiligen, wir sagen, es gibt ein Wahlrecht, und wir sagen, Erzieherinnen sind zu qualifizieren und sie müssen Fortbildung machen. Wir sagen eine ganze Reihe von Dingen, die dieses Gesetz umsetzen soll. Wir sagen auch, Beiträge sind sozial zu staffeln. Das sind alles Formulierungen, die letztendlich die örtliche Ebene verpflichten, die Inhalte des Gesetzes umzusetzen. Wir sind der Meinung, dass das auch hinreichend ist.

(Beifall Dr. Norbert Nieszery, SPD, und Dr. Margret Seemann, SPD – Heinz Müller, SPD: Und der Rest ist kommunale Selbstverwaltung.)

Ja, Artikel 28.

(Beifall bei Abgeordneten der SPD und PDS – Dr. Gerhard Bartels, PDS: Kein Vertrauen in die kommunalen Vertretungen, Herr Glawe?)

Herr Abgeordneter Glawe möchte eine weitere Frage stellen.

(Heinz Müller, SPD: Habt Ihr eigentlich im Sozialausschuss nicht diskutiert?)

Sind Sie bereit, die Frage zu beantworten? (Zustim- mung)

Herr Kollege Heydorn, ich möchte jetzt nicht die Frage von Herrn Müller beantworten.

Sie sollen auch fragen und nicht antworten.

Ja, ich möchte jetzt auch fragen. Ist dadurch, dass die Mustersatzungen aus dem Gesetz jetzt raus sind, die Einflussnahme des Landes sozusagen nicht mehr gegeben, können Sie das teilen?

(Angelika Gramkow, PDS: Das ist falsch! – Torsten Koplin, PDS: Rechtsverordnung.)

Falsch! Ich würde Ihnen vorschlagen, lassen Sie sich einmal von Ihren Innen- und Rechtspolitikern den Status und den Charakter einer Mustersatzung erarbeiten!

(Beifall bei Abgeordneten der SPD und einzelnen Abgeordneten der PDS)

Denn wenn Sie eine Mustersatzung machen, dann können Sie davon nur mit sehr begründeten Genehmigungen, ich glaube, des Innenministeriums, abweichen.

(Angelika Gramkow, PDS: Ja, die Oberhoheit hat das Innenministerium.)

Vielen Dank.

(Angelika Gramkow, PDS: Herr Glawe, das wissen Sie doch ganz genau.)

Herr Abgeordneter, gestatten Sie eine weitere Frage des Abgeordneten Herrn Brodkorb?

Bitte.

Herr Abgeordneter Heydorn, können Sie sich der Meinung anschließen, dass es einen großen Widerspruch gibt zwischen der Vehemenz, mit der die Opposition hier die Beteiligung des Bildungsausschusses einfordert, und ihrer eigenen Aktivität im Bildungsausschuss? Ich möchte zu diesem Punkt darauf hinweisen, dass sowohl Herr Renz als auch Frau Fiedler ordentliche Mitglieder des Bildungsausschusses sind. Können Sie sich der Meinung anschließen, dass dort ein ganz, ganz großer Widerspruch klafft?

(Beifall bei Abgeordneten der SPD – Unruhe bei einzelnen Abgeordneten der CDU – Heiterkeit bei Egbert Liskow, CDU – Zuruf von Eckhardt Rehberg, CDU)

Dem kann ich mich voll anschließen.

Danke schön.

(Beifall bei Abgeordneten der SPD)

Der Abgeordnete Herr Brodkorb möchte eine weitere Frage stellen, Herr Heydorn. (Zustimmung)

Können Sie sich der Auffassung anschließen, dass Herr Glawe vermutlich die Position der Ministerin nicht richtig wiedergegeben hat, als er feststellte, sie hätte hier behauptet, die Beiträge würden um 4,50 Euro steigen,

(Dr. Ulrich Born, CDU: Na klar, na klar! – Wolfgang Riemann, CDU: Maximal, maximal steht in ihrer Pressemitteilung. – Wolf-Dieter Ringguth, CDU: Maximal.)

da sie hier ausgeführt hat – ich beziehe mich mit meiner Frage auf diese Rede –, dass sich dieser Wert aus der Umstellung des Finanzierungsschlüssels ergibt,

(Zuruf von Gerd Walther, PDS)

also die Abweichungen aufgrund der Umstellung des Finanzierungsschlüssels würden sich in diesem Rahmen bewegen? Können Sie bestätigen, dass die Frau Ministerin das gesagt hat und nicht das, was Herr Glawe unterstellte?

Das kann ich voll bestätigen.

Danke schön.

(Beifall bei Abgeordneten der SPD)

Meine Damen und Herren!

(Harry Glawe, CDU: Hier steht es: maximal!)

Herr Glawe, jetzt ist nicht die Zeit, hier Dialoge zu führen.

(Wolfgang Riemann, CDU: Wir haben die Pressemitteilung ja.)

Es gibt eine weitere Frage der Abgeordneten Frau Fiedler-Wilhelm an den Abgeordneten Herrn Heydorn.

Bitte stellen Sie Ihre Frage, Frau Abgeordnete.

Herr Kollege Heydorn, können Sie bestätigen, dass in der Novembersitzung des

Landtages der Antrag der CDU auf Überweisung des Gesetzentwurfes in den Bildungsausschuss mit der Koalitionsmehrheit abgelehnt wurde?

(Lorenz Caffier, CDU: Korrekt. – Volker Schlotmann, SPD: Ja. – Eckhardt Rehberg, CDU: Dazu kann er nichts sagen.)

Ich wiederhole die Frage gerne noch einmal, damit ich hier eine deutliche Antwort bekomme.