geschützt sind, dass die Bauern massive Schäden haben und in Deutschland keiner Hand anlegen will. Das ist eine Plage geworden.
Stellen Sie sich vor, ich hätte das hier gefordert, „Ausrottung aus ökologischen Gründen“, was da los gewesen wäre. Wissen Sie,
(Dr. Ursula Karlowski, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN: Ich glaube, Sie haben den Artikel überhaupt gar nicht verstanden.)
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Das ist ja noch mal ein lehrreicher Abend heute. Auch Herr Pastörs hat offenbar in Redefin etwas dazugelernt. Wunderbar!
mit den Hinweisen für die Zulassung von Ausnahmen von den Schutzvorschriften für besonders geschützte wild lebende Vogelarten – das betrifft die Nebelkrähe, Rabenkrähe, Elster – und für den Abschuss jagdbarer Federwildarten ohne Jagdzeit zur Schadensabwehr.
Der hier schon öfter jetzt genannte Erlass, der seit Januar dieses Jahres gilt, ist uns ein Dorn im Auge. Ja, so ist es. Da haben wir unterschiedliche Auffassungen.
Ich habe vorhin in der Rede deutlich gemacht, dass es in bestimmten Fällen, wo eine Erheblichkeit erreicht ist, auch für uns angemessen ist, einzugreifen, auch mit Tötung einzugreifen, durchaus. Das ist in einem Abschnitt der Rede vorhin deutlich geworden.
Aber wo ist denn in der Verordnung diese Erheblichkeit definiert? Wo ist in einer der Reden meiner Vorredner/Vorrednerinnen diese Erheblichkeit definiert,
die diesen Ausnahmetatbestand, der eigentlich geschützte Vögel dann zur Tötung freigibt, definieren würde?
Wo können wir denn wirklich sagen, dass es erhebliche landwirtschaftliche Schäden gab, fischereiwirtschaftliche Schäden?
Also mir ist die Antwort auf die Frage der Erheblichkeit und auch die Nachweisführung, nach der ich ausdrücklich gefragt habe in meiner Rede, bis jetzt immer noch nicht gegeben worden.
Sie haben emotional, Sie haben an Einzelbeispielen argumentiert. Ich bin nach wie vor nicht überzeugt davon, dass diese ursächlichen Zusammenhänge so groß sind, dass dieser Erlass oder diese Verwaltungsvorschrift gerechtfertigt ist.
Dann wurde behauptet, der Bestand habe sich erhöht wegen Rückgang der Feinde. Das ist auch erst mal nur eine Behauptung. Da fehlen mir jetzt auch die Nachweise und die Belege dafür.
Insgesamt fand ich die Diskussion, anders als Frau Schwenke das gesehen hat, keinesfalls sachlich. Ich fand sie sehr emotional, mit emotionalen Bildern gesteuert und die von mir aufgeworfenen Fragen sind nicht beantwortet worden.
Wo ist der Nachweis, dass wir wirklich wirtschaftliche oder gesellschaftlich relevante Schäden erleiden durch diese Rabenvögel?
Der Anlass des Antrages ist auch nicht, dass wir denken, es hätte sich jetzt gravierend etwas verschlechtert. Auch darauf bin ich eingegangen in meiner Rede. Der Anlass des Antrages ist einfach, dass wir eine solche Freigabe von den geschützten Arten, auch in Einzelfällen, dass wir die dann ablehnen, wenn die Nachweise, ich habe es vorhin erläutert, nicht sichtbar geworden sind.