Protokoll der Sitzung vom 30.05.2013

(Udo Pastörs, NPD: Alle bekommen einen Hochschulabschluss.)

aber immer mit einer enormen Sicherheit und mit großem Verständnis.

Und am individuellen Ziel, dort muss jede und jeder endlich wirklich willkommen sein. Willkommen an den Schulen bedeutet bei den Demokratinnen und Demokraten, die Unterrichtsbedingungen auf die Lernweisen der Mädchen und Jungen auszurichten.

(Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

Willkommen an den Schulen bedeutet bei den Demokratinnen und Demokraten, begabte Kinder ebenso zu fördern wie Kinder, die der Unterstützung bedürfen.

(Michael Andrejewski, NPD: Aber doch nicht in der 6. Klasse. – Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

Willkommen an den Schulen bedeutet bei den Demokratinnen und Demokraten,

(Udo Pastörs, NPD: Das kann man doch nicht alles zusammenwerfen, das geht doch nicht.)

dass jene bei Veränderungen keine Mitsprache erhalten, die Menschen aussondern, klassifizieren, weil sie Beeinträchtigungen als Last und unwert ansehen.

(Udo Pastörs, NPD: Das ist eine Unterstellung.)

Nur, wer die Herausforderungen und die Individualität fürchtet, sondert aus.

(Udo Pastörs, NPD: Ha!)

Nur, wer selber fürchtet, dass seine Einfältigkeit erkannt wird, zeigt mit dem Finger auf die Vielfalt der anderen.

(Thomas Krüger, SPD: Genau.)

Nur, wer selber fürchtet, enttarnt zu werden,

(Stefan Köster, NPD: Aua, aua, aua!)

versteckt sich hinter der Maske des Kümmerers.

(Udo Pastörs, NPD: Das machen Sie gerade.)

Sehr geehrte Damen und Herren, nur der Ängstliche fürchtet die Veränderung.

(Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

Wir fürchten sie nicht, denn durch die bereits begonnene Neuausrichtung im Bildungssystem Mecklenburg-Vor- pommerns wird Jonathan im Sommer eingeschult. Er wird ein fideler Erstklässler

(Zuruf von Michael Andrejewski, NPD)

an der Schule für Körperbehinderte in Neubrandenburg. Die intensive Förderung ließ seine Begabungen erkennen,

(Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

seine Lernentwicklung wurde unterstützt.

(Udo Pastörs, NPD: Auch richtig.)

Jonathan hat seinen Platz an seiner Schule, in seiner Familie.

(Zuruf von Michael Andrejewski, NPD)

Er hat seinen Platz in seinem Leben und in unserer Gesellschaft.

(Udo Pastörs, NPD: Amen!)

Und weil niemand das Recht hat, Jonathan und seinen Freunden diesen Platz streitig zu machen,

(Udo Pastörs, NPD: Wer will denn das?)

und weil es eben nicht die Aufgabe von irgendjemandem ist,

(Michael Andrejewski, NPD: Wenn es den überhaupt gibt, Jonathan.)

alle Kinder zu fördern und zu betreuen, sondern weil dies die Aufgabe der demokratischen Gesellschaft ist,

(Stefan Köster, NPD: Ihre ehemaligen Schüler können echt froh sein, dass Sie weg sind.)

deshalb lehnen wir den vorliegenden Antrag ab.

(Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Das Wort hat nun der Abgeordnete Herr Petereit von der NPD-Fraktion.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Na, das wird jetzt schwer, Herr Petereit, ne? – Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren!

(Peter Ritter, DIE LINKE: Was für ein intellektueller Bruch, der jetzt stattfindet!)

Mir war natürlich klar, dass Sie eine Gegenrede zu unserem Antrag halten werden.

(Zuruf von Michael Andrejewski, NPD)

Was man vorher nur nicht weiß, ist, ob der Mut zur Sachlichkeit da ist oder polemisiert wird. Und seit gestern

wissen wir natürlich auch nicht, ob die richtige Rede mitgebracht wird.

(Simone Oldenburg, DIE LINKE: Mut zum Wissen haben wir, Herr Petereit!)

Was Ihnen aber klar sein sollte, ist, dass wir mit dem vorliegenden Antrag den Status quo fordern. Wir wollen, dass die Förderschulklassen erhalten bleiben und die Förderschulen erhalten bleiben. Nach dem, was Sie hier vorgetragen haben, frage ich mich ernsthaft, ob dieser Hass, den Sie hier im Saal versprüht haben, sich im Moment dann gegen Sie selbst richtet.

(Beifall vonseiten der Fraktion der NPD – Dr. Norbert Nieszery, SPD: Sind Sie jetzt auch noch Psychologe, oder was?!)

Um hier deutlich zu machen, dass es auch Stimmen aus Ihren Parteien gibt, die sich gegen Inklusion aussprechen, und dass Sie und Ihre Verschwörung hier nicht die Stimme des Volkes sind, hier mal zwei Zitate zur Inklusion von Kommunalpolitikern.

Ersterer: Wir haben auf dem Bildungssektor im Moment ganz andere Probleme. Kollegen fehlen, die Altersstruktur ist sehr hoch