Lassen Sie mich eine Vorbemerkung zu dem Thema Klimawandel – Klimawandel ernst nehmen, Klimawandel verhindern – machen. CO2-Minderung ist ein wichtiger Baustein,um den Klimawandel zu verhindern.Das wollen wir alle. Aber wir müssen auch wissen, über welche Größenordnungen wir an der Stelle reden. Wenn wir von Deutschland reden, reden wir von 3,4 % des weltweiten CO2-Ausstoßes, in Hessen von 0,2 bis 0,3 % des weltweiten CO2-Ausstoßes. Ich sage das einfach einmal, um es in den weltweiten Rahmen zu stellen.Wir sind uns doch darüber einig, dass wir den Klimawandel nicht innerhalb der Landesgrenzen Hessens stoppen können, sondern dass wir unser Handeln wirklich größer ansetzen müssen.
Es wird Länder geben, in denen man bei 3 Grad Erwärmung mittags nicht mehr rausgehen kann. Ich weiß, dass die AfD wieder „Panikmache“ ruft, dass sie wieder keine Ahnung hat – „das ist ja normal, wir haben ja schon immer Klimawandel gehabt“. Klar haben wir schon immer Klimawandel gehabt, aber entweder ist die Erde von einem Asteroiden getroffen worden oder es war ein langfristiger Klimawandel. Kurzfristige Klimawandel wie im Laufe der letzten 150 Jahre sind durch die Menschen verursacht und nicht durch natürlichen Klimawandel, nämlich durch den Ausstoß von Treibhausgasen seit der industriellen Revolution, Herr Möller. Aber ich weiß, Sie sind da auf Trumps Seite und sagen: Das hat mit uns alles nichts zu tun, wir sind ja so dämlich, wir rennen ins eigene Verderben, wir rennen ins eigene Sterben.
An dieser Stelle muss ich sagen: Die Fraktion DIE LINKE im Bundestag hat recht, die Fraktion DIE LINKE im saarländischen Landtag hat leider unrecht. Sie stehen im Widerspruch zur Linie Ihrer eigenen Partei, Sie stehen aber auch im Widerspruch zu dem, was UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gestern auf der UN-Klimaschutzkonferenz in New York gesagt hat: dass der Klimawandel die größte Gefahr für die Menschheit in unserer Zeit darstellt, dass der Klimawandel weltweit zu Katastrophen führt, dass er zu Armut und zu Hunger führt, dass in erster Linie die Armen dieser Welt vom Klimawandel betroffen sind, dass der Klimawandel auch eine erhebliche
Mit Blick auf die Vielschichtigkeit des Problemfeldes Klimaschutz und Klimawandel sage ich auch, wir können an der einen oder anderen Stelle als gutes Beispiel dienen, nicht nur in der Industriepolitik. Ich war vergangene Woche in Berlin bei einer Veranstaltung zu den Herausforderungen, denen sich die Gesellschaft und die Forstwirtschaft durch den Klimawandel ausgesetzt sehen. Es war eine Veranstaltung der SPD-Bundestagsfraktion auch unter Beteiligung der CDU-Bundestagsfraktion. Wir sind eingeladen worden, um als Saarland Best Practice zu geben. Weil das Saarland ein sehr gutes Musterbeispiel dafür ist, wie man in langen Linien gedacht mittlerweile 30 Jahre naturnahe Waldbewirtschaftung dem Klimawandel eigenständig ein Stück weit entgegentreten kann. Dies ist mittlerweile gängige Meinung der Fachleute beim Thema Forstbewirtschaftung. Wir tun dies allerdings, ohne dabei zu glauben, dass wir das bei unserer Waldbewirtschaftung von rund 93.000 Hektar Wald im Saarland im Großen und Ganzen selbst beeinflussen könnten, aber vielmehr in der Überzeugung, dass man gute Beispiele dafür geben kann, wie man es machen kann, damit andere nachziehen, daraus lernen und Stück für Stück eine Verbesserung herbeiführen für die Klimaresistenz in Wäldern. Im Saarland haben wir es seit Anfang der Neunzigerjahre geschafft, nicht nur die Fläche, sondern auch das Holzvolumen deutlich zu erhöhen. Von unter 200 Vorratsfestmetern pro Hektar Anfang der Neunzigerjahre haben wir es mittlerweile auf 350 bis 360 Vorratsfestmeter pro Hektar gebracht. Das ist angewandte Klimaschutzpolitik, weil es CO2 bindet, weil es dazu beiträgt, die Luft zu verbessern und vor allem dem Klimawandel etwas entgegenzutreten.
Saarland aussieht, ist nicht wirklich dazu geeignet, den Klimawandel als globales Phänomen zu bestätigen oder zu negieren. So kann man keine Antwort auf die Frage finden, ob der Klimawandel existiert oder nicht und welche Konsequenzen wir zu befürchten haben. Der Klimawandel ist ein globales Phänomen. Allein in den letzten Tagen sind noch einmal viele Nachrichten gekommen, wie sich der Klimawandel global auswirkt. Die Erwärmung der Meere und Ozeane war gestern ein Thema in den Medien. Wir alle wissen um die Abschmelzung der Pole, das Verschwinden der Gletscher in den Alpen, die Flächenbrände in Brasilien und in Australien in bislang unbekanntem Ausmaße. Man kann sagen, dieser Planet brennt wie in einem Inferno.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, dieser Haushalt hätte die Chance geboten, auf eines der drängendsten Probleme unserer Zeit, nämlich den Klimawandel, zu reagieren, und er versagt dabei. Herr Finanzminister, das muss ich leider konstatieren. Sie haben zu Beginn Ihrer Rede zweimal den Klimawandel erwähnt. Herr Kollege Winter hat den Klimawandel nicht mehr erwähnt. Das zeigt, welchen Stellenwert der Klimawandel in der CSUFraktion hat. Herr Finanzminister, ich hoffe, dass Sie sich in diesem Punkt gegenüber der Fraktion durchsetzen werden.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich habe es schon gesagt, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel ist viel mehr als Energiewende. Das Problem mit dem Klimawandel ist ja Folgendes: Selbst wenn es uns gelänge, die Klimaerwärmung auf 2 °C in diesem Jahrhundert zu begrenzen - und viele Klimaforscher bezweifeln ja selbst das -, müssen wir mit dem Klimawandel umgehen. Denn der Klimawandel bedeutet ja nicht, dass die Temperatur gleichmäßig steigt. Der durchschnittliche Temperaturanstieg bedeutet, dass wir in unserer Erdregion trotzdem weiterhin Tage mit strengem Frost haben werden und
Ihr Leben, ihre Freiheit sind akut bedroht vom Klimawandel. Ihre Lebensgrundlage wird zerstört durch Überflutungen, durch die Versalzung von Böden, durch Trockenheit. Der Klimawandel findet statt, und nur die letzten Ignoranten leugnen das noch. Der Klimawandel vernichtet bereits heute fruchtbares Ackerland und treibt Menschen in die Klimaflucht. Flucht aber ist immer das Ende von Freiheit. Die Verantwortung dafür liegt nun einmal auch bei uns. Denn es ist unser Hunger nach billiger Energie, der den Klimawandel anheizt. Die Bedrohung geht von hier aus.
Noch etwas zum Klimawandel: Wir bestreiten nicht den Klimawandel. Den Klimawandel hat es schon immer gegeben. Wir haben bloß starke Zweifel daran, dass der Mensch ihn durch CO2-Ausstoß maßgeblich mit beeinflusst. Darum dreht sich der ganze Streit. Sie werfen uns immer pauschal vor, grundsätzlich den Klimawandel anzuzweifeln. Das tun wir nämlich nicht.
Ich denke an die Überschrift Klimawandel. Da komme ich zu einem ganz tagaktuellen Beispiel. Ich war vorhin mit drei Kollegen bei einer Schülergruppe, und der Kollege Goetz hat gesagt: Also, Klimawandel ist nicht von Menschen gemacht. Dazu sage ich: Wenn Abgeordnete dieses Hauses den Kindern, der zukünftigen Generation einen solchen Slogan mit auf den Weg geben, finde ich das schlimm. Ich meine, dass der Klimawandel von Menschen stark beeinflusst wird. Ob der Mensch grundsätzlich für den Klimawandel ursächlich ist, ist egal. Da spielen auch Kühe eine Rolle, das ist mir bekannt. Aber ich finde schon, dass dieses Thema viel zu ernst ist, als dass man eine solche Aussage vor einer Besuchergruppe von sich geben kann.
Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Der Klimawandel ist in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen. So ist Anfang Dezember in einem Europabarometer der Klimawandel als aktuell zweitwichtigstes globales Problem ausgemacht worden. 63 % aller Bürger betrachten die Problematik des Klimawandels als „sehr ernst“ und weitere 24 % als „ziemlich ernst“. Eine große Mehrheit ist der Meinung, der Kampf gegen den Klimawandel könne dem Wirtschaftswachstum in der EU neue Impulse verleihen. Die Mehrheit der Europäer ist der Auffassung, dass die Industrie, die Bürger, die nationalen und lokalen Regierungen sowie die EU nicht genug für den Kampf gegen den Klimawandel unternähmen. 49 % der Befragten gaben an, sie seien bereit, höhere Preise für Energie aus erneuerbaren Quellen zu akzeptieren.
Meine Damen und Herren, es ist unser Ziel, eine angemessene Position auf den sogenannten Leitmärkten der Zukunft zu sichern und auszubauen. Dazu gehören erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Anpassung an Klimawandel, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Mobilität und eine nachhaltige Wasserwirtschaft. Nachhaltiges Wirtschaften lässt sich sehr wohl mit qualitativem Wachstum vereinbaren. Anzustreben ist, dass wir nicht mehr natürliche Ressourcen verbrauchen, als sie sich im gleichen Zeitraum erneuern. Mit dem Nachhaltigkeitsgedanken verfolgt Thüringen eine Entwicklung, die es den Menschen erlaubt, ihre grundlegenden Bedürfnisse zu befriedigen, ohne die Entwicklungschancen künftiger Generationen dabei zu beeinträchtigen. Die Verringerung der Kohlendioxidemission ist die eine Seite der Medaille, die andere Seite ist die Anpassung an den bereits stattgefundenen und natürlich auch noch stattfindenden Klimawandel. Auch hier hat Thüringen mit dem Thüringer Klima- und Anpassungsprogramm Meilensteine gesetzt, die in den nächsten Jahren ergänzt und fortentwickelt werden müssen. Selbst ein verbindliches Abkommen in Kopenhagen bedeutet nicht, dass es keinen Klimawandel geben wird, denn die Durchschnittstemperaturen werden in den kommenden Jahrzehnten vorerst weiter steigen. Die Anpassung an den Klimawandel ist zum zweiten Standbein neben der Verminderung der Treibhausgasemission in Thüringen geworden.
Ich möchte die Debatte nur noch mit einigen wenigen Fakten erhellen. Es gibt eine Studie des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Diese Studie hat einmal untersucht, wie der Stand in der Wissenschaft bezüglich des Klimawandels ist und wie der Stand in den populären Medien, Tageszeitungen und so weiter ist. Da hat man eine ganz interessante Korrelation festgestellt. Man hat nämlich festgestellt, dass in dem Maße, in dem in der Wissenschaft eine immer größere Übereinkunft entstanden ist, dass der Klimawandel anthropogen ist und dass die Ursachen für den Klimawandel die CO2-Produktion, die Treibhausgase et cetera sind, in den populären Medien immer mehr Zweifel am Klimawandel gesät worden sind. Sie können sich das genau ansehen, sich wissenschaftliche Dokumente nehmen, sich Zeitungen dagegen legen: In der Wissenschaft gibt es immer weniger Zweifel am Klimawandel. Zu mittlerweile, sagen wir einmal, 97 Prozent ist sich die gesamte globale Wissenschaft einig und in den populären Medien kommen im gleichen Verhältnis dazu immer mehr Zweifel. Da kann sich ein Soziologe überlegen, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt.
Sehr verehrte Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich freue mich über die Anträge, die die SPD heute vorlegt, weil sie im Grundsatz einen Konsens zum Ausdruck bringen: Wer Zukunft ernten will, der muss Klimaschutz säen. Wir wissen – das ist heute schon mehrfach angesprochen worden –, dass der Klimawandel eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist. Aus meiner Sicht ist Klimawandel die Kulisse, vor der sich unsere Geschichte in diesem Jahrhundert abspielen wird. Am Klimawandel entscheidet sich definitiv das Schicksal von Frieden, Freiheit und Wohlstand. Jeder verantwortlich Handelnde und jeder Staat, der die Dimension des Problems Klimawandel nicht verstanden hat, ist selbst Teil dieses Problems. Deshalb freue ich mich auch über die bescheidenen Ziele, die in der Einigung zwischen China und den USA zur CO2-Reduzierung aufgestellt wurden. Sie sind ein wichtiges Signal und ein Schub für die Kli
Es war nur ein Sturm. Der hat etwas kaputt gemacht. Wir kennen das eigentlich mit den Stürmen in Schleswig-Holstein, aber es kommt von Ihnen wieder das Gleiche: Klimawandel, dann das Wort des Jahres „Hitzesommer“. Es war kein Hitzesommer, es war ein Dürresommer. Darauf können wir uns einigen. Es gab Dürre, aber es gab 2018 keinen Hitzesommer. Haben wir einen Hitzesommer, ist es der Klimawandel. Haben wir einen milden Winter und Sauwetter um null Grad, dann heißt es, es ist der Klimawandel. Haben wir auf einmal sibirische Kälte, ist es auch der Klimawandel. Dann sagen Sie: Der Golfstrom reißt ab, alles schlimm, nur Katastrophen. Wir müssen unbedingt CO2 besteuern.
Dabei ist unstrittig, dass es einen Klimawandel gibt; das streiten wir gar nicht ab. Ja, es gibt einen Klimawandel, und ja, es gibt gute Gründe anzunehmen, dass sich derzeit die langjährigen Durchschnittstemperaturen, erdgeschichtlich betrachtet, relativ schnell ändern. Doch genau an dieser Stelle kommt jetzt die Wissenschaft ins Spiel. In der Erdgeschichte hat es schon etliche Klimawandel gegeben, teilweise durchaus sehr rasche Klimawandel, innerhalb weniger Jahrzehnte. Denken Sie beispielsweise an die kleine Eiszeit von 1570 bis 1630
Denn wenn wir es mal ganz vereinfacht darstellen, dann haben wir zwei Varianten in der Wissenschaft: Entweder die Wissenschaftler haben recht, die sagen, es gibt keinen menschengemachten Klimawandel, oder die Wissenschaftler haben recht, die sagen, es gibt einen menschengemachten Klimawandel. Auf der anderen Seite haben Sie zwei Handlungsalternativen: Entweder wir bekämpfen den Klimawandel, oder wir bekämpfen den Klimawandel nicht.
Der Hauptgrund für die Änderungen des CO2-Gehalts wird in Bewegungen der afrikanischen und indischen Platte gesehen. Sie haben zunächst zu der starken Gebirgsauffaltung der Alpen und des Himalaja und damit zu intensiver vulkanischer Aktivität geführt – und alles ohne Industrialisierung unserer Erde, ohne das Klimaabkommen von Paris und ohne die Thüringer Klimagesetze. Damit sind für uns Ihre Grundannahmen für das Klimagesetz und andere gesetzliche Maßnahmen ad absurdum geführt. Jetzt werden Sie wieder sagen, die AfD leugnet den Klimawandel. Nein, wir haben immer gesagt, wir leugnen den Klimawandel als solchen nicht, nur, dass der Klimawandel ausschließlich menschengemacht wäre. Wenn Sie einmal richtig zugehört hätten, dann hätten Sie es auch erkannt. Wir haben Ihnen immer erklärt, dass es schon immer einen Klimawandel gab, und Klima, das ist auch die Wetteraufzeichnung der letzten Jahre, also reine Statistik. Auch das Europäische Institut für Klima & Energie e. V. als Zusammenschluss einer wachsenden Zahl von Natur-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren, Publizisten und Politikern hat die Behauptung eines menschengemachten Kli
Herr Prof. Kaufmann, es gibt doch die einfache Argumentationskette: Wenn es einen Klimawandel und eine Erderwärmung gibt und wenn das mit dem CO2-Ausstoß zusammenhängt, wenn dieser CO2Ausstoß und mithin der Klimawandel menschengemacht sind und wenn hinzukommt, dass unsere Rohstoffe, die fossilen Rohstoffe endlich sind – in Klammern: wir verfeuern in dieser letzten Sekunde einer Vierundzwanzigstundenuhr seit Mitte des 19. Jahrhunderts sämtliche Reserven in einer Sekunde der Menschheitsgeschichte –, und wenn es dann also so ist, dass wir uns mit der Frage, wie wir alle Anstrengungen bündeln, beschäftigen müssen, um nicht zuletzt auch um der Menschen willen den Klimawandel einzudämmen, wenn das also eine Argumentationskette ist, die trägt, dann frage ich mich: Wie kann ein Wissenschaftler seine Fraktion nicht genau anders beraten und ablassen von einem populistischen Weg, nämlich eigentlich mit diesem Antrag nicht etwa über Technologie diskutieren zu wollen, sondern im Kern sagt: Wenn wir uns diesem Strukturwandel verweigern, wenn wir den Diesel weiterhin auf das Schild heben, dann werden wir die Menschen gewinnen, diejenigen, die ohnehin nicht daran glauben, dass Deutschland etwas tun muss, um seinen Beitrag zu leisten, den Klimawandel zu stoppen. Oder andersherum: Wenn Sie als Wissenschaftler in einer Studie – ich habe mir das noch einmal herausziehen lassen – aus dem Jahr 2014, Harvard Universität, die tausend Studien daraufhin untersucht hat, ob es eine einzige gibt, die diesen Kontext zwischen Erderwärmung und Menschenhandeln negiert, keine einzige Studie gefunden hat – ich habe eine Studie vor Augen von 2018, Cambridge, wo auf der Basis des jetzigen Wissens 97 Prozent der Wissenschaftler zu eben dieser Kausalkette kommen, die ich geschildert habe –, wie kann man dann als Wissenschaftler, der mit Fakten umgehen muss – und Frau Kniese, Sie haben von Fakten und von Rationalem in Ihrem Eingangsstatement gesprochen –, wie kann man dann so abseits der Fakten verweigern, dass wir
Natürlich kann man sagen wie Frau Ministerin, die auch in Apfelstädt vor Ort bzw. in Wechmar im Bürgerhaus war: Klimawandel, Klimawandel. Auch der Staatssekretär war vor Ort, gleiches Thema: Klimawandel, Klimawandel. Das wissen wir alles. Aber die Frage muss schon erlaubt sein, warum 4,5 Tausend Kubikmeter pro Tag in die Gera fließen und die Apfelstädt trocken ist. Die Frage soll beantwortet werden. Ich denke, das sind wir auch den Bürgerinnen und Bürgern schuldig, die sich große Sorgen machen um ihre Apfelstädt – um ihren Fluss – und letztendlich auch um die Lebensqualität und nicht zuletzt um die Flora und Fauna in diesem Bereich. Ich bitte Sie ganz herzlich, diesen Tagesordnungspunkt aufzunehmen, damit wir dann eine Diskussion führen können, die hoffentlich mit dem Ergebnis endet, dass das Fischsterben und Auensterben beendet wird. Vielen Dank.
In vielen Gebieten in Mittel- und Südeuropa, inklusive der Bundesrepublik, ist es im Frühsommer letzten Jahres zum wiederholten Male zu Hochwasserereignissen gekommen. Wir sagen an der Stelle auch: Das hängt natürlich mit dem Klimawandel zusammen. Selbstverständlich werden wir der Bitte der FDP-Fraktion nachgehen und eine Anhörung zu der Frage durchführen: Gibt es einen Klimawandel, oder gibt es ihn nicht? - Hier wird ja auch unterstellt, es würde keinen Klimawandel geben. Selbstverständlich wollen der Niedersächsische Landtag und die Fraktionen zur Aufhellung beitragen und auch die FDP davon überzeugen, dass es einen Klimawandel gibt.
Also, Frau Dr. Schwenke, ich habe zwei Aussagen getan, die mit dem Klimawandel gar nichts zu tun haben. Und wenn ich über den Klimawandel rede, rede ich nicht erst über den Klimawandel, seitdem wir uns hier im Landtag darüber unterhalten, sondern seit 1995 schon. Da ging es nämlich um die Bäume, um die Erweiterung der Forstwirtschaft im Zuge eines Klimawandels. Da, seit der Zeit rede ich über den Klimawandel, ja?! Und nicht erst seit jetzt!
Ich würde zum Schluss gern noch dem Kollegen Lenders eine Frage stellen. Sie haben in den letzten Debatten immer wieder gesagt, ein kritischer Diskurs über den Klimawandel sei nicht möglich, wir – wir GRÜNE – wollten, dass jeder akzeptiert, dass es einen Klimawandel gibt, wer es auch nur wagt, infrage zu stellen, dass der Klimawandel von Menschen gemacht wird, werde sofort diskreditiert. Ich würde Sie gern einmal fragen: Was ist denn Ihre Position? Meinen Sie, es gibt einen Klimawandel, und ist er von Menschen gemacht? – Wir sind da ganz klar aufgestellt. Ich möchte endlich einmal Ihre Antwort auf diese Frage hören.
reren Milliarden Jahren. Den Klimawandel haben wir in unserer Zeit, in der Klima gemessen wird und in der Geschichte geschrieben wird, auch ständig erlebt. Man muss den Klimawandel, der ohne Zweifel da ist, den natürlichen Klimawandel, unterscheiden von dem menschengemachten Klimawandel, der auch ohne Zweifel da ist.
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Heute wollen wir über vier Dimensionen des Klimawandels reden, erstens über den Klimawandel an unseren Gymnasien und auch an anderen Schulen, zweitens über den Klimawandel bei der parlamentarischen Zusammenarbeit, drittens über den Klimawandel von Symbolpolitik hin zu mehr Tatkraft und viertens über den Klimawandel, den wir nur mit dem dualen System oder zukünftig einem verstärkten triellen System lösen können.
Wer soll Ihnen eigentlich noch glauben, dass Sie nicht den Klimawandel leugnen, sondern den menschengemachten Klimawandel? Ja, wahrscheinlich ist der Klimawandel so vom Himmel gefallen. So stellen Sie sich das vor. Da hat irgendjemand gedacht, jetzt machen wir mal ein bisschen Klimawandel. Damit haben die Menschen nichts zu tun; denn wir produzieren ja keine Abgase, wir produzieren ja keine Abfälle, wir produzieren ja keinerlei Dinge, die auf das Klima Einfluss haben. Wahrscheinlich haben Sie in der Ewigkeit nicht so Recht, weil am Übergang von der Eiszeit zu dem, was danach kam, und zu jetzt die Autoindustrie wahrscheinlich gar nicht beteiligt war.
Nachdem wir in den letzten 30 Jahren Umweltsünden beseitigen konnten und Luft, Wasser, Klima, Umwelt verbessern konnten, wissen wir aber auch, nicht nur in unserem Land, sondern weltweit, dass wir einen Klimawandel haben, der gefährlich ist, der unser Land bedroht, unsere Küsten bedroht, Inseln bedroht, der gleichzeitig für ganz Deutschland, Europa und weltweit bedrohlich ist. Wir spüren auch diesen Klimawandel. Die Landwirte und unsere Wälder leiden unter Hitze und Trockenheit. Wir müssen die Küsten immer stärker schützen. Und deshalb: Der Klimawandel ist vor Ort spürbar in unserem Land. Und deshalb macht es keinen Sinn, wie es einige Herren hier im Haus tun, diesen Klimawandel zu leugnen. Das wäre eine Lüge und ein Verrat gerade an die nachfolgenden Generationen.
Was Sie machen, ist eine böswillige Änderung von Zitaten. Man sollte also erst einmal bei den Fakten bleiben. Der Kollege Dr. Jung hat hier sehr viele Sachen gebracht, die ich ebenfalls aufführen könnte. Er hat auch erwähnt, was wir in den letzten Monaten erlebt haben. Das zeigt uns, dass es einen gefährlichen, von Menschen gemachten Klimawandel gibt, der eine große Bedrohung ist. Wenn Sie solche Quellen wie die New York Times, den CICERO und wen auch immer bringen, dann unterscheiden sich alle dort genannten Wissenschaftler von Ihnen in einem Punkt: Alle sagen, es ist ein menschengemachter Klimawandel. Sie haben das schon öfter geleugnet. Es wäre mutig gewesen, an dieser Stelle zu sagen, dass Sie sich geirrt haben. Das trauen Sie sich kurz vor der Bundestagswahl nicht, aber das wäre ehrlich gewesen. In dem Fall wäre nämlich auch Ihr Zynismus herausgekommen, wenn man einmal überlegt, wie viele Menschen in den letzten Monaten auch bedingt durch den Klimawandel gestorben sind. Sie sind nicht alle durch den Klimawandel gestorben, aber er hatte sicherlich einen sehr großen Einfluss.
Wer glaubt, dass Klimawandel nur durch Windräder sowie durch Vetos und Verbote entstehen wird, der irrt. Das Entscheidende ist, dass es deutsche Ingenieurskraft und unserer Forschungsstärke bedarf, damit wir wieder bessere Möglichkeiten bekommen. Und darum muss es eben gehen. Nur jetzt schauen wir in den Haushalt und was sehen wir da? Ach ja, die Landesregierung streicht einfach mal die Flächenprämie für die Wiederaufforstung unserer Wälder. Warum macht sie das? Wenn man Klimawandel ernst nimmt, dann darf man eben nicht nur darüber reden, sondern muss da anfangen, wo Klimawandel in Thüringen eben auch beginnt. Wenn unsere Wälder durch Dürre, durch weniger Wasser geschädigt sind, dann muss es doch bitte schön darum gehen, den klimastabilen Baumartenbestand eben auch vorweisen zu können. Es geht nicht nur darum, Natura-2000-Stationen mit mehr Personal auszustatten. Der Klimaschutz in Thüringen wächst vor der Haustür, und deswegen ist das der falsche Schritt, um dem Klimawandel in Thüringen zu begegnen.
Extremwetter, was auch immer Sie für Ihre Politik instrumentalisieren wollen – der Dürresommer 2018, der Dürresommer 2022, daran sei der Klimawandel schuld, an den Überschwemmungen in der Emilia-Romagna sei der Klimawandel schuld, die Trockenheit in Südtirol: Klimawandel, Trockenheit in Südspanien: alles Klimawandel –: Das ist Quatsch, meine Damen und Herren.
Dies zeigt doch eindeutig, wie unzuverlässig Ihre Vorhersagen sind. Schneit es im Winter, ist es heiß im Sommer? - Klimawandel! Regnet es im Sommer, ist es heiß im Sommer oder regnet nicht? - Klimawandel! Ist es heiß, ist es kalt? - Klimawandel! Mal ehrlich, liebe Grüne, Ihr schlechtes Wahlergebnis ist sicherlich auch: Klimawandel!