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Kommen wir zum zweiten Teil: Ihn finde ich tatsächlich bedenklich, wenn ich mich damit auseinandersetze. Wir haben hier bei der Einbringung des Antrags auch miteinander diskutiert und festgestellt, dass wir mit dem Karneval an einer Schnittstelle zwischen dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur auf der einen Seite und der Staatskanzlei - Ehrenamtsförderung - auf der anderen Seite stehen. Wir haben die Staatskanzlei in den Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kultur eingeladen. Es ist leider nicht das erste Mal gewesen, dass Ministerien - in diesem Fall: die Staatskanzlei - dieser Einladung nicht nachgekommen sind. Ergo ist es nicht möglich, schlussendlich zu bewerten, was sich denn konkret strukturell ändert, wenn wir den Karneval als Kulturgut noch stärker im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur verankern.

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Herr Vizepräsident! Werte Abgeordnete! Was ist gute Arbeit in der Wissenschaft? Wieso werden zu viele wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach wie vor von Vertrag zu Vertrag geschoben, obwohl ihre Arbeit doch von dauerhafter Relevanz ist? Wie hoch ist eigentlich deren Arbeitsbelastung, und was können wir gemeinsam dagegen tun? Genau über diese und viele weitere Fragen haben sich in den vergangenen zwei Jahren sehr viele Menschen Gedanken gemacht und miteinander diskutiert. Genauer gesagt: In über 14 Runden trafen sich Hochschulleitungen, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Vertreterinnen und Vertreter von „Frist ist Frust“, Studierendenvertreterinnen und -vertreter, Gleichstellungsbeauftragte sowie das Wissenschaftsministerium, um gemeinsam dem Auftrag, einen Dialogprozess für gute Arbeit in der Wissenschaft zu führen - der aus unserem Antrag auf einen „Codex für ‚Gute Arbeit in der Wissenschaft‘“ resultierte -, nachzukommen und ihn umzusetzen.

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der AfD – sie machen sich zumindest mit anderen gemein –, die Schilder tragen, auf denen Wissenschaftler in Gefängniskleidung abgebildet werden, um im politischen Meinungskampf im Zuge der Corona-Auseinandersetzung wissenschaftliche Haltungen zu denunzieren, und es sind doch nach wie vor die Vertreter der AfD, die maßgeblich dazu beitragen, dass die politische Debattenkultur in diesem Land, die sich natürlich auch ein Stück weit an den Hochschulen widerspiegelt, leider schlechter, polarisierender und aggressiver geworden ist. Das merkt man auch an den Debatten in diesem Landtag und im Deutschen Bundestag, seit die AfD diesen Parlamenten angehört. Es ist doch gerade die AfD, die auf Wissenschaft und Forschung pfeift, wenn man politischen Anschluss an antiwissenschaftliche Verschwörungstheorien bekommen will, um ein dunkles politisches Süppchen zu kochen. Letztendlich – ein Beispiel aus diesem Haus –: Es ist doch gerade die AfD in diesem Haus, die Mittel für die Geschlechter- und Genderforschung – ein Teil der Wissenschaft – und damit einen wichtigen Teil der Freiheit von Wissenschaft und Forschung einschränken und ihm die Grundlage entziehen will. Das ist doch die Wahrheit. Sie sind die wissenschaftsfeindliche, irrationale und antiaufklärerische Kraft in diesem Parlament. So muss man Sie bezeichnen, das ist die Wahrheit.

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Ich möchte die Redezeit der CDU-Fraktion nutzen, um auf einige aus unserer Sicht wesentlichen Aspekte zur Zukunft des Wissenschaftslandes Sachsen vertiefend einzugehen. In Forschung und Wissenschaft bedeutet Stillstand Rückschritt. Daher ist es in diesem Politikfeld besonders wichtig, den Blick nach vorn zu richten und der Wissenschaft in Sachsen entsprechende Perspektiven zu eröffnen. Ich bin all jenen besonders dankbar, die sich dessen auch in Zeiten mit besonders schwierigen Rahmenbedingungen bewusst sind und viel Kraft aufwenden, um Wissenschaft und Forschung in Sachsen zu ermöglichen, zu befördern und zu unterstützen.

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Abschließend möchte ich den Blick auf ein sehr wichtiges, ja sogar zentrales Thema von Forschung und Wissenschaft richten, auch wenn dieses nur selten im Rampenlicht steht: Es geht mir um die Forschungsverwaltung. Damit Forschung in vielen Bereichen erst möglich wird, bedarf es einer gut ausgestatteten Forschungsverwaltung. Sie muss Schritt halten mit wachsenden Drittmitteln, zunehmender Bürokratie und Internationalisierung sowie insgesamt größer werdender Komplexität. Hier liegt gerade in Zukunft eine zentrale Herausforderung für Forschung und Wissenschaft, denn wir alle wissen – auch aus eigener Erfahrung –, wie wichtig Menschen sind, die einem den Rücken freihalten und die sich mit Budgetierung, Reisekostenabrechnung oder Antragstellungen auskennen. Schauen wir in Zukunft also auch auf diese Bereiche, denn erfolgreiche Wissenschaft ist heute mehr denn je eine Mannschaftsleistung.

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Auch in diesen finanziell schwierigen Zeiten nehmen wir zusätzliche Investitionen für die Wissenschaft, für Studierende und für Beschäftigte vor. Denn egal, um welche Krise es sich handelt – Klimakrise, Pandemie oder Wirtschaftskrise –, um die Situation zu bewältigen, brauchen wir die Wissenschaft. Um danach auf sicheren Beinen zu stehen, brauchen wir die Wissenschaft ebenfalls.

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Unser gemeinsamer Gesetzentwurf von CDU und FDP ist getragen von der Anerkennung der Schulpraxis und der tiefen Überzeugung, dass Schulentwicklung und schülerorientierte Inklusion nicht gegen Schüler, nicht gegen Eltern, nicht gegen Lehrer und Schulleitungen und Schulverwaltungen gelingen kann. Momentan erleben wir aber eine klare Dominanz von Wissenschaft und von Schulamt. Das halten wir für falsch, nicht weil Wissenschaft irgendwie nicht anzuerkennen ist, aber weil wir auch wissen müssen, dass Wissenschaft immer kontrovers ist. Wer an den Runden des Inklusionsbei

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Gerade im Angesicht von Fake News und Verschwörungsmythen kommt der Wissenschaft eine wichtige Rolle zu. Sie wird gleichzeitig selbst immer wieder Opfer von Verschwörungserzählungen. Wir stärken daher Menschen aus der Wissenschaft den Rücken, denn wir brauchen sie und eine unabhängige Wissenschaft in diesen herausfordernden Zeiten ganz besonders – für Innovationskraft, für die Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft, für das Gemeinwohl und für unsere Demokratie.

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Ich will in diesem Zusammenhang nicht versäumen, kurz auf den üblichen Umgang der AfD mit wissenschaftlichen Fakten und Arbeiten hinzuweisen. Wissenschaft ist gut, solange sie in Ihren Kontext passt. Ist aber Wissenschaft nicht Ihrer Meinung oder kommt sogar zu ganz anderen Schlüssen, ist nach Ihrer Auffassung die Wissenschaft sofort gelenkt, gesteuert und maßgeblich durch den bösen Staat und natürlich durch die durch und durch korrupten Politiker und die Politik gesteuert.

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Und ein Punkt, den ich auch noch erwähnen möchte, ist, dass wir die Frauenquote oder, ich sage mal, die Geschlechterquote dort eingeführt haben. Es ist natürlich immer noch so, dass gerade, je höher man die Treppe der Wissenschaftskarriere hochsteigt, desto weniger Frauen findet man dort, wie auch in vielen anderen Bereichen. Aber gerade in der Wissenschaft, wenn man sich die Zahlen anguckt, ist das besonders auffallend. Deswegen nützen wir auch dieses Programm, um auf diese Reform eine Stellschraube hier anzuwenden, dass wir auch im Bereich der Wissenschaft Frauenförderung vorantreiben. Dort haben wir also eine neue Stellschraube, um dort auch voranzukommen, was den Anteil der Frauen in der Wissenschaft angeht.

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Viele der Studierenden sagen, dass ihnen von ihren Dozentinnen und Dozenten davon ab- geraten wird, in der Wissenschaft zu arbeiten; eben wegen der Arbeitsbedingungen und weil sie in der Wirtschaft viel mehr verdienen. Es ist kein Wunder, dass der wissenschaftliche Nachwuchs scharenweise die Wissenschaft für die freie Wirtschaft verlässt. Die Stärke in Wissenschaft und Forschung ist aber ein Grundpfeiler unserer Wirtschaft.

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Ich erinnere mich an ein Jahr zurück. Ich weiß, nicht alle Ihre Abgeordneten waren in der letzten Legislatur hier, aber vor einem Jahr haben wir im Prinzip auf Ihren Wunsch ein Sonderplenum gemacht, mehr oder weniger zu identischem Inhalt, und haben hier intensiv diskutiert, natürlich auch noch mal mit einer zeitlich anderen Nähe zur Coronapandemie. Für mich wirkt letztendlich das, was Sie heute hier machen, ein Stückchen wie Schmierentheater, wie alter Wein in neuen Schläuchen. Damals stand die Frage im Raum, und die haben wir, glaube ich, aus verschiedenen Aspekten – Herr Möller hat es gerade angesprochen – hauptsächlich diskutiert: Darf Politik Wissenschaft negieren oder uminterpretieren oder definieren? Sie haben eben auch angedeutet, nach dem Motto „Politik muss das durchaus selbständig tun“ – so habe ich Sie jetzt interpretiert – muss Wissenschaft gegebenenfalls auch ignorieren. Das erinnert mich persönlich so ein Stückchen an die Zeit im Mittelalter, wo die Kirchenpolitik damals gesagt hat: Wissenschaft muss nicht immer recht haben, die Erde ist vielleicht doch eher eine Scheibe als eine Kugel und wir erklären einfach mal, wie die Welt funktioniert. Und wenn Sie ignorieren, dass Impfungen zum Beispiel die Ausbreitung von Infektionskrankheiten hemmen oder eindämmen, wenn Sie ignorieren, dass Hygiene wichtig ist, wenn es um Krankheiten, um Krankheitsvermeidung geht, wenn Sie behaupten, dass Abstand, Abstandhalten nicht ein Mittel ist, was zum Beispiel davor schützt, sich mit Krankheiten anzustecken, dann hat das einen Teil dieses

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Ich glaube an den lieben Gott – ich erkläre Ihnen das jetzt, nun hören Sie gut zu. Vielleicht hören Sie jetzt einmal zu, dann lernen Sie noch etwas! Ich glaube an den lieben Gott, aber ich kann die Existenz Gottes nicht beweisen. Das ist eine Binse, nicht wahr? Die Wissenschaft, wenn man von Wissenschaft spricht, beruht auf drei Säulen. Das ist die Theorie, das ist die Empirie und das ist drittens die intersubjektive Überprüfbarkeit. Das ist ein gängiges Modell, um Wissenschaft zu erklären.

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Ich möchte aber auch, wenn ich jetzt über die Wissenschaft spreche, noch speziell auf Folgendes eingehen: Ich habe vom Land der Dichter und Denker gesprochen. Die Denker habe ich jetzt einmal abgehakt. Es gibt nicht nur Dichter, es gibt auch Maler und andere Kunst. Entscheidend ist, dass wir unsere Wissenschaft und unsere Künstler frei arbeiten lassen, dass wir keine Vorgaben und ideologischen Grenzen setzen, sondern dass sie mit ihren Köpfen das entwickeln können, ob in der Wissenschaft oder in der Kunst, was uns weiterbringt. Musik ist genannt worden, aber wir haben noch viel, viel mehr Potenzial. Die Entwicklung durch KI, auch das Visuelle, ob es Social Media ist oder was hier noch viel mehr medial passiert, ist enorm. Reden wir dies nicht kaputt, sondern unterstützen wir es! Überlassen wir aber auch die Entscheidung, was hier passiert, den Menschen, die sich damit auskennen.

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Frau Kollegin Becker hat es zu Beginn der Debatte deutlich gemacht, und Herr Kollege Piazolo hat es noch einmal schön herausgearbeitet: Dieser Haushalt ist ein absoluter Rekordhaushalt, auch und gerade im Bereich Wissenschaft und Forschung. Wissenschaft, Forschung und Kunst sind wiederum die Lebensadern dieses Freistaats Bayern. Ich kann nur sagen: Es ist die richtige Schwerpunktsetzung dieser Staatsregierung, einen Rekordhaushalt für Wissenschaft und Kunst für dieses Kraftland aufzustellen. Meine Damen und Herren, das ist genau das, was es in diesen Zeiten braucht – nicht das Gejammer und Genöhle der Opposition.

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Sie wollen unter Verletzung der Wissenschaftsfreiheit das richtige Ergebnis der Wissenschaft politisch vorgeben. Ganz krass fand ich Ihre Formulierung „Hure der Politik“. Das ist Ihr Bild von Wissenschaft. Sie sind wissenschaftsfeindlich unterwegs und kommen so zu diesem merkwürdigen Antrag. Sie haben eine Meinung und akzeptieren Wissenschaft nur, wenn sie diese Meinung untermauert. Richtig wäre es andersherum:

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Wissenschaft lebt von ständiger Kritik. Es gibt in der Wissenschaft nichts, was unumstößlich ist. Nur, der Unterschied zur politischen Debatte ist: Behauptungen sind Behauptungen; Argumente müssen begründet werden. In der Wissenschaft zählen nur Argumente. Behauptungen, die nicht belegt werden können, sind nicht wissenschaftlich und gehören nicht in den wissenschaftlichen Diskurs. So schlicht und einfach ist das.

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Herr Grumbach, zum Thema Wissenschaft noch ein Hinweis: Wissenschaft ist nicht die Ansammlung von Fakten, sondern Wissenschaft ist – das hat uns Thomas S. Kuhn in seinen revolutionären Gedanken Mitte des letzten Jahrhunderts klargemacht – der Wettstreit konkurrierender Ideen, die im Übrigen gegenseitig behaupten, sie seien nicht ausreichend belegt. Auch das gehört dazu. Deshalb ist der freie Austausch von Theorien, von Thesen und Meinungen für eine Hochschule konstitutiv. Dies stelle ich hier einfach fest.

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Liebe AfD-Fraktion, weder Gleichstellung an Hochschulen noch Geschlechterforschung und angrenzende Disziplinen schaden unseren Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Diversität in der Wissenschaft ist wichtig; denn Wissenschaft ist Teamwork. Verschiedene Perspektiven eröffnen neue Wege. Wissenschaft ist die Neukombination von Wissensbeständen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Neue Perspektiven und diverse Wissensbestände sind daher zu Recht eines von mehreren Förderkriterien der Exzellenzstrategie, weil sie ein wichtiger Erfolgsfaktor für erfolgreiche Forschung sind.

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So wie wir ein klares Bekenntnis zur Wissenschaft und Wissenschaftsfreiheit abgeben, so möchte ich auch erwarten, dass es ein Bekenntnis zum Leistungsprinzip gibt, auch in der Wissenschaft. Es ist doch schon immer sozialistischer Unsinn gewesen zu verteilen, bis nichts mehr da ist. Wir würden die Debatte möglicherweise weniger scharf führen, wenn ich Ihnen berichten könnte, dass im Bund die Bereitschaft, für Wissenschaft zu brennen, total gegeben ist. Aber ich kann nur berichten: Wir kommen gerade von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz in Hamburg. Egal wo man hinschaut: Bewegungsmöglichkeit? – Völlige Fehlanzeige. Zusätzliche finanzielle Spielräume durch den Bund? – Absolute Fehlanzeige. Wir sind froh, wenn wir das, was wir vertraglich mit dem Bund vereinbart haben – 3 % Aufwuchs – irgendwo und irgendwie erreichen können. Es ist tatsächlich der Sargnagel für die Wissenschaftspolitik in Deutschland, in einer Phase des Sinkflugs von forschungspolitischen Aktivitäten auch noch Umverteilung machen zu wollen.

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Aber es ist eben keine Wissenschaft, wenn biologische Tatsachen mit ideologischen Hirngespinsten einiger weniger außer Kraft gesetzt werden sollen. Es ist eben keine Wissenschaft, wenn an der TU Dresden Symposien wie „Queere KI – zum Coming-out smarter Maschinen“ stattfinden, in denen man sich dann mit „nicht vorhandenen Möglichkeiten für Trans- und Interpersonen, sich außerhalb heteronormativ binärer Muster zu identifizieren“ beschäftigt. Es ist auch keine Wissenschaft, wenn an dieser Hochschule Workshops zur Selbstbehauptung Trans-, Inter-, nicht binärer und Genderpersonen angeboten werden, in denen man sich über die Ansprache mit falschen Pronomen oder der Frage, welche Toilette man noch besuchen soll, auseinandersetzt. An der TU Dresden!

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Es gibt hierbei ganz wenige Grenzen. Die zentrale Grenze ist Art. 1 des Grundgesetzes, nämlich die Würde des Menschen. Diese spiegelt sich wider in der Nicht-Diskriminierung und Nicht-Beleidigung. Selbstverständlich kommt hinzu, dass die Wissenschaft ethische Grenzen hat und dass man diese in Deutschland diskutieren muss, nachdem die deutsche Geschichte hierfür die Ursache gewesen ist. Nach den Menschenversuchen in den KZs haben internationale Wissenschaftler die Spielregeln für die Wissenschaft so offen aufgestellt, weil sie eine Wiederholung solcher Ereignisse verhindern wollten. Das heißt, es gibt ethische Grenzen. Man kann mit Menschen nicht alles machen, und man kann mit Wissenschaft nicht alles machen. Auch dies ist eine Grenze, die respektiert werden muss.

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Erkenntnisse kann die Wissenschaft liefern. Über die Interpretation und die Umsetzung dieser Erkenntnisse muss und soll in der Gesellschaft breit debattiert werden. Eine Meinung zu haben, bedeutet allerdings in keiner der beiden Sphären, weder bei der Meinungsfreiheit noch bei der Wissenschaftsfreiheit, dass man keinen Widerspruch hinnehmen muss, im Gegenteil. So, wie in der Wissenschaft der Diskurs unter Experten die Urteile schärft, gilt das auch für den demokratischen Diskurs. Scharfe Urteile sollten allerdings bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wie bei den Bürgerinnen und Bürgern nie dazu führen, dass man das Ganze aus dem Blick verliert. Niemand muss sich im Namen der Wissenschaft beleidigen lassen, im Namen der Meinungsfreiheit übrigens auch nicht.

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Wissenschaftlicher Nachwuchs ist eine Schlüsselressource. Ziel muss es sein, die Besten aus dem Pool der Absolventen für eine wissenschaftliche Karriere zu gewinnen. Deswegen muss Wissenschaft attraktiv sein. Es darf keine Lehrsklaven in prekären Verhältnissen geben. Wissenschaft muss familienfreundlich, Kinder und Wissenschaft dürfen kein Widerspruch sein. Deswegen finde ich die Idee der SPD zur Harmonisierung von Schul- und Semesterferien erst mal gut, Herr Dr. Hartmann.

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Viele haben es mitbekommen: Seit Juni 2020 haben über 9 000 Personen, die von prekärer Arbeit in der Wissenschaft betroffen sind, unter dem Hashtag #IchBinHanna mit ihren Erfahrungen sich eingebracht und der prekären Arbeit in der Wissenschaft eine Stimme mit vielen Gesichtern gegeben. Im ursprünglichen Erklärvideo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz mit der fiktiven Figur Hanna, worauf der Hashtag #IchBinHanna reagiert, wird das Sonderbefristungsrecht als notwendige Voraussetzung für Innovation dargestellt und von der Gefahr der Systemverstopfung gesprochen, sollte man Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler normale Arbeitsverhältnisse anbieten. Diese neoliberale und arbeitnehmerfeindliche Begründung von prekären Arbeitsverhältnissen lehnen wir als Sozialdemokratie aus guten Gründen in allen Arbeitsbereichen ab, und natürlich kämpfen wir auch im Bereich der Wissenschaft für gute Arbeitsbedingungen und für verlässliche und dauerhafte Perspektiven für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

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Auf gut Deutsch: Nicht die Landesregierung weiß, welche Daten die Bürgergesellschaft, welche Daten die Wissensgesellschaft und welche Daten Geschäftsmodelle voranbringen, sondern die Bürger, die Wissenschaft und die Geschäftstreibenden wissen, wie man mit Daten die Geschäfte, die Wirtschaft und die Wissenschaft vorantreiben kann. Die Bürger, die Wissenschaft und die Unternehmer sind klüger, als es der Staat ist. Dass man das der Partei von Ludwig Erhard heute noch sagen muss, ist ein starkes Stück.

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Weitere wesentliche Zukunftsfelder für Berlin sind Wissenschaft, Forschung und Technologie. Diese Themen waren in den letzten Jahren in der Senatskanzlei gut aufgehoben. Das wurde auch der Bedeutung der Wissenschaft für Berlin gerecht. Ich bedauere, dass die Wissenschaft in diesem rot-grün-roten Senat nicht mehr in der Senatskanzlei angesiedelt sein kann.

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Frau Senatorin Gote! Als Gesundheitssenatorin wartet wegen Corona ein Berg von Arbeit auf Sie. Ich halte es daher für einen Fehler der Koalition, Wissenschaft zum Gesundheitsressort zu packen. Wenn ich an die Geschichte von Berlin denke, dann denke ich an mutige Visionäre, wie Werner von Siemens oder den AEG-Gründer Emil Rathenau. Die Wissenschaft, das Streben nach neuen Erkenntnissen, Erfindergeist – das alles gehört seit jeher zur Berliner DNA. Das muss auch in Zukunft so sein, und es darf nicht sein, dass die Wissenschaft zum fünften Rad am Wagen verkommt, liebe Frau Gote.

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Wissenschaft findet statt auf der Grundlage von Erkenntnisinteressen, nicht auf der Grundlage politischer Einstellungen. Wir müssen uns vor der romantischen Überlegung hüten, dass Wissenschaft an sich gut sei. In der Demokratie ist Wissenschaft ein Akt der Aufklärung und erlaubt dem Einzelnen wie der Gesellschaft, neue Wege einzuschlagen. Dies führt zu einer Dynamisierung der Gesellschaft und kann dazu beitragen, schwierige Situationen zu meistern. Neue Erkenntnisse im Bereich der Naturwissenschaften und der Medizin spielen hier eine besondere Rolle – denken Sie nur an die Zeit der Corona-Pandemie.

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Als Wissenschaftspolitik haben wir deshalb aus meiner Sicht nun gemeinsam eine neue wichtige Aufgabe, die wir in Hessen auch annehmen. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass Wissenschaft kein Problemlösungsinstrument für Politik und Wirtschaft wird, sondern dass Wissenschaft in ihrer Freiheit und Unabhängigkeit die Lösungen und Antworten suchen kann. Dafür müssen wir die Grundlagenforschung in ihrer Breite fördern, auch wenn wir noch nicht wissen, was dabei herauskommt. Wir brauchen Qualität in der Lehre, um kluge Köpfe zu bilden und Bildungsgerechtigkeit voranzubringen. Denn wir brauchen das Potenzial und die Perspektiven der ganzen Gesellschaft in ihrer Diversität. Wir müssen den politischen Fokus trotz thematischer Schwerpunktsetzung in erster Linie auf die Rahmenbedingungen für Wissenschaft legen. Kurz: Wir brauchen Verlässlichkeit und Freiheit gleichermaßen.

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Anscheinend ist das die Basis dieser Institutionen. Wissen schaft ist es jedenfalls nicht; neue Erkenntnisse kommen da durch nämlich nicht zustande. Gesellschaftliche Forschung mag die Beschreibung der Entwicklung von Trends zum In halt haben, von neuen Ideen, wie sie sich in der Industrialisie rung der Gesellschaft gezeigt haben, bei der Professionalisie rung der Landwirtschaft, beim Weg vom Jäger und Sammler zur Ackerbaugesellschaft. Das war Wissenschaft. Die Erkun dung des Planeten Erde durch Entdeckungen und Reisen – das war Wissenschaft. Neue Erkenntnisse, richtige Forschung wä ren auch notwendig für neue Batterien für die von Ihnen so geliebten Elektroautos. Neue Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft sollten den Wohlstand der Bevölkerung mehren und dabei die Umwelt schonen.