22. Oktober 1940: Deportation der pfälzischen Juden ins unbesetzte Frankreich.
25. November 1941: Juden verlieren dann die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt ins Ausland verlegen. Durch die Deportation ins Ausland verlegen die Juden also ihren gewöhnlichen Aufenthalt ins Ausland und verlieren somit die deutsche Staatsangehörigkeit. Der Zynismus der Bürokratie ist unbeschreiblich.
17. Juni 1943: Deportation der letzten Juden aus Trier.
Als Bürgermeister habe ich erlebt, dass beispielsweise bei Gedenktagen der Deportation in Partnergemeinden in Frankreich Überlebende kamen und sagten: „Ihr habt
Meine Damen und Herren, es gibt aber bestimmte Grenzen, von denen an wir als CDU nicht mehr bereit sind, weiter zu diskutieren. Wenn von - ich sage bewusst einzelnen - Studenten der Romanistik in Hannover, wie es in der Zeitung stand, der Vorwurf erhoben wird, wir würden uns bei dem Hochschuloptimierungskonzept so verhalten wie die Nazis bei der Deportation der Juden nach Auschwitz, dann werden Grenzen überschritten, die eine vernünftige Diskussion ausschließen. Dafür haben wir kein Verständnis!
Dabei hat der Bundesrat in seinem Beschluss vom 11. Juli 2003 in seiner Entschließung unmissverständlich festgestellt, Zitat: „Die Tragödie von Deportation, Flucht und Vertreibung von rd. 15 Millionen Deutschen aus ihrer Heimat in der Folge des Zweiten Weltkriegs zählt zu den folgenschwersten Einschnitten in der Geschichte unseres Volkes überhaupt.“
Und übrigens, die Ausweisung aus den Heimatkreisen, Deportation, Internierung und übrigens auch Mord wurden am 10. Dezember 2009 durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig als schwere und unrechtsstaatliche Tat bezeichnet. Das ist Geschichte.
Es ist unvorstellbares Leid, das zwölf Jahre Naziherrschaft und Holocaust über das jüdische Volk gebracht haben. Am Anfang raubte man den Menschen ihren Besitz, dann ihre Rechte als Staatsbürger und ihre Würde und schließlich das Leben. Für viele der 1 300 Jüdinnen und Juden, die damals in Bremen ihre Heimat wähnten, endete die Existenz mit Deportation und Tod in Theresienstadt, Minsk und Auschwitz. Immer wieder Auschwitz! Seit 1940 waren dort Menschen gefoltert, gequält und ermordet worden, Juden vor allem, Polen, Sinti und Roma, sowjetische Kriegsgefangene und Häftlinge anderer Nationalitäten.
Die Alliierten wollten daher, dass der Krieg und das Morden so schnell wie möglich aufhörten. Jeder Tag eines früheren Kriegsendes rettete Tausenden das Leben. Um die Zeit des 27. Februar 1945, des letzten und schwersten Luftangriffs auf Mainz, bereitete die Gestapo in der Kaiserstraße die Deportation jüdischer Mischlinge vor. Nur durch Verfügung des Seuchenbeauftragten im Gesundheitsamt, Herrn Dr. Knabe, wurde wegen beste
Am Rand der Hölle bin ich entlanggegangen, in Gefahr, von ihr verschlungen zu werden. Aber ich bin nicht durch die Hölle gegangen. Deportation, Konzentrationslager, Todesmärsche blieben mir erspart. Deshalb muss ich heute, am 27. Januar, von ihnen sprechen, die durch die Hölle gegangen sind, und nur, ganz am Rand, von mir, der überlebt hat.
Meine Damen und Herren, in der Reihe dessen, was getan wird, getan werden kann und soll, stehen die Kirchenfenster des in Russland geborenen, in Frankreich lebenden jüdischen Malers Marc Chagall in der St. Stephanskirche in Mainz. Marc Chagall selbst ist mit seiner Frau Bella und Tochter Ida durch Emigration nach Amerika am 7. Mai 1941 gerade noch rechtzeitig der Deportation entgangen. Sie überlebten, viele ihrer Verwandten und Freunde nicht. Bilder von ihm wurden schon 1938 in der Ausstellung „Entartete Kunst“ in München verfemt.
Das gehörte zur Lebenswirklichkeit von Milliarden von Menschen. Das Wirken des Kommunismus ist mitnichten vergangen oder vergessen, und es ist auch nicht unwirklich, sondern es war und ist bittere Realität. Es ist geprägt von millionenfachem Leid, von Mord, von Deportation und systematischer Unterdrückung. Das ist die Bilanz.
Mord, ethnische Ausrottung, Versklavung, Deportation und andere unmenschliche Akte gegen die Zivilbevölkerung oder Verfolgung aufgrund von rassistischen, politischen und religiösen Motiven.
Herr Georg, Sie waren mit Ihren Großeltern, Ihren Eltern und Ihren fünf Geschwistern auch von dieser ersten Deportation betroffen: im Alter von einem Jahr und acht Monaten herausgerissen aus dem Leben in Mainz und für fünf lange Jahre der täglichen Todesangst ausgesetzt. –
Dieser ersten familienweisen Deportation im Mai 1940 folgten weitere, vor allem im Frühjahr 1943 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Wir alle kennen einzelne Berichte von den katastrophalen Bedingungen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern. Vom schlimmsten Vorgehen der Wachmannschaften konnten die Überlebenden häufig gar nicht berichten, weil es Situationen gab, die so demütigend und beschämend waren, dass die Menschen nur versuchen konnten, dies alles mit Schweigen zu vergessen. Die Quälereien, die Angst und der Hunger, denen die Menschen ausgesetzt waren, hatten eine schreckliche Dimension, am schlimmsten jedoch war die Entmenschlichung.
Mehrheitsgesellschaft bis zur Deportation durch die Vollstrecker des nationalsozialistischen Völkermords befreundet ist, löste Vorurteile nicht auf, sondern festigte sie.
Diese Gnadenlosigkeit der Deportation hat sich fortgesetzt, indem man gemordet hat, systematisch und immer in einem noch schlimmeren Ausmaß sich steigernd. Es war wirklich erschütternd, wenn man gestern in der „ZEIT“ den Artikel über einen dieser Nazischergen gelesen hat, der Menschen in großer Zahl in Osteuropa hat ermorden lassen und dann Tagebuch geführt hat:
Wörtlich: „Ich sah sofort, wo unsere Familie war. Mein Vater hatte den blauen Mantel meiner Schwester vor die Gitterstäbe des Viehwaggons gehängt, ich erkannte ihn sofort. Es war ein Mantel aus einem weichen blauen Stoff. Wenn ich die Augen schließe, spüre ich heute noch, wie herrlich weich sich der Mantel meiner Schwester anfühlte. Auch wir sollten mit auf diesen Transport nach Auschwitz gehen (…) Mit Hilfe eines ‚guten‘ Polizeibeamten, wahrscheinlich ein Mitglied der Widerstandsbewegung, ist es uns gelungen, der Deportation zu entgehen. Der Polizist hatte uns vorher eingeschärft: ‚Ich gebe euch ein Zeichen, dann lauft um euer Leben.‘ Hier stand der Zug nach Auschwitz: die Viehwaggons und darin meine ganze Familie. Auf der anderen Seite vom Bahnsteig stand ein normaler Personenzug. Als der Polizist seinen Hut abnahm, sind wir losgerannt und konnten in all dem Durcheinander auf den losfahrenden Personenzug aufspringen und so entkommen. Das letzte Bild, das ich vor mir sehe, ist der Zug nach Auschwitz auf dem anderen Bahngleis. (…) Mein Vater schrie voller Verzweiflung aus dem Viehwaggon meiner Tante zu: ‚(…), pass gut auf meinen Jungen auf‘. Das war das Letzte, was ich von meinen Lieben sah.“
Ich sage das vor allem vor dem Hintergrund, dass sich Deutschland in seiner dunkelsten Vergangenheit an der Ermordung Hunderttausender von Roma, an deren Deportation besonders schuldig gemacht hat. Vor diesem Hintergrund ist es für mich eine historische Verantwortung, die Deutschland trägt und gegenüber den Roma übernehmen muss.
In Holland hat man damals gesagt, die Mauern haben Ohren. Man soll nur den Mund halten. Die konnte aber den Mund nicht halten, und ich habe Angst gehabt, zu Sluzker zu gehen. Aber nach 14 Tagen bin ich doch hingegangen, um mich zu bedanken und habe ihn gefragt, kann ich in Ihrer Abteilung arbeiten; denn das war damals die beste Möglichkeit, die Deportation zu verzögern.
Der Vorschub kommt seit einiger Zeit von ganz oben, nämlich von der Bundesregierung. In aktionistischer Hektik werden Selektion, Isolation, Menschenunwürde und Deportation in Paket um Paket gepackt. Heute wird das zweite sogenannte Asylpaket im Schnellverfahren im Bundestag beschlossen.
(Abg. Dr. vom Bruch [CDU]: Deportation?)
(Abg. Tschöpe [SPD]: Wer einen Rechtsstaat mit der Sprache „Selektion“ und „Deportation“ beschreibt, sollte sich geschichtlich noch einmal schlau machen! – Beifall SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, ALFA – Abg. Leidreiter [ALFA]: Das sind keine Ein- zelfälle!)
Wenn wir schon bei der Sprache sind, will ich noch einmal ausdrücklich in Richtung DIE LINKE sagen: Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wer in einer solchen Debatte Begriffe wie Selektion und Deportation oder Abschiebeärzte benutzt, der stellt die politische Exekutive in Deutschland in eine wörtliche Reihe mit den schwersten Verbrechen, die von deut
Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Das habe ich gerade vor. Ich möchte eine Entschuldigung für zwei Worte voranstellen, die ich heute benutzt habe, das sind die Worte „Deportation“ und „Selektion“. Selbstverständlich sind die Verbrechen der Nationalsozialisten an den Verladerampen durch die Selektion und die Massendeportationen von Jüdinnen und Juden und anderen, die von Nationalsozialisten vernichtet wurden, in der Geschichte der Menschheit ohne Parallele
Die Fraktion DIE LINKE hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Zentralrat der Sinti und Roma und anderen Veranstaltern eine Vortragsveranstaltung durchgeführt, in der es um die Deportation von schleswig-holsteinischen Sinti und Roma über den sogenannten Fruchtschuppen 10 im Hamburger Hafen und die anschließende Ermordung dieser Menschen ging. Mir hat diese Veranstaltung erneut vor Augen geführt, dass der Völkermord an den Sinti und Roma durch Deutsche noch immer nicht ausreichend historisch aufgearbeitet ist. Es ist eine Schmach, dass nun die älteren Sinti und Roma, Menschen, die diese Hölle überlebt haben, heute erleben müssen, dass der Antrag zur Aufnahme der Sinti und Roma in die Verfassung des Landes Schleswig-Holstein zum wiederholten Mal abgelehnt wird. Ich appelliere an Sie alle: Laden Sie diese Schmach nicht auf sich, bekennen Sie sich zu unserer historischen Verantwortung, stimmen Sie dem Antrag zu.
Im Anschluss, gegen 14.00 Uhr, wird im Außenbereich eine szenische Lesung stattfinden. Der Titel lautet „Ausgrenzung, Entrechtung, Vertreibung, Beraubung, Deportation, Zwangsarbeit und Ermordung“. Sie veranschaulicht anhand zahlreicher Quellenzitate die Judenverfolgung in Deutschland und insbesondere in Thüringen. Es werden Herr Rüdiger Bender vom Förderkreis Erinnerungsort Topf & Söhne, Dr. Martin Borowsky von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Dr. Andreas Schneider vom Bildungszentrum der Polizei sowie Studierende der Universität Erfurt gemeinsam mit dem ehemaligen Buchenwaldhäftling Gert
Verharmlosender kann man nicht ausdrücken, dass das ein Diktat des großen Bruders Sowjetunion war, ein Diktat, das mit Zwang, Knute und Deportation nach Sibirien durchgesetzt wurde.
- und auf der bewege ich mich - wird es deutlich, dass wir als Ausgangspunkt der Betrachtung die historische Dimension der Verantwortung sehen müssen. Wir werden zwei Tage nach dem 8. Mai, am 10. Mai auf Initiative von Frau Diezel, der Landtagspräsidentin, die Würdigung des 70. Jahrestages der Deportation der Juden aus Thüringen hier
Verfassungsrechte zu formulieren, sondern eine besondere Stellung einer Verantwortung hervorzuheben, die wir, und da hatte ich immer den Eindruck, hier im Hohen Hause gemeinsam teilen, also dass Topf & Söhne ein Teil unserer Verantwortung ist, dass aus der Betrachtung des Alltags im Nationalsozialismus, wo das Wegschauen zur allgemeinen Strategie wurde und man nicht wahrhaben wollte, wie neben uns, neben den Menschen hier in dem Land, andere Menschen weggeführt wurden. Deswegen ist der 10. Mai in diesem Jahr für uns ein ganz besonderer Tag, für uns als Parlamentarier in diesem Landtag in der Verantwortung der Zellen, die in diesem Hause sind. Ich finde es richtig, dass wir uns der Verantwortung stellen und mit der Öffnung der Zellen deutlich machen, diese Deportation bleibt unsere Verantwortung, nicht unsere Schuld. Da wird immer alles durcheinander geschmissen, als wenn Menschen, die gar nicht dabei waren, eine persönliche Schuld hätten. Darum geht es gar nicht. Es geht darum, dass wir niemals zulassen dürfen, dass andere sich hinstellen und sagen, so schlimm ist es ja nicht gewesen, dazu gibt es die entsprechenden Strafparagraphen.