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Schließlich erinnere ich an die Zielbestimmung der Wissenschaft, wie man sie bei Berthold Brecht im "Galilei", 14. Szene, nachlesen kann: "Ich halte dafür, dass das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die Mühseligkeit der menschlichen Existenz zu erleichtern." In diesem Sinne bedanke ich mich für die umfangreichen Beratungsgespräche, für die interessanten Debatten, ganz besonders bei Herrn Weinrich vom Katholischen Büro für seine Beratung über eine längere Zeit. Ich glaube, wir haben die Positionen in ausreichender Art und Weise dargestellt, wir haben versucht die gesamte Bandbreite des Spektrums des Errichtens einer solchen Fakultät zu streifen. Es gäbe sicher noch manches zu sagen. Ich kann nur feststellen, die Umstände sind bekannt, nun mag jeder nach seinem Gewissen entscheiden. Es wird auch bei uns unterschiedliche Entscheidungen geben.

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Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die CDU und die SPD plädieren für das Thema „Zukunft Wissenschaft“ in der Aktuellen Stunde, weil dieses Ressort nicht nur von größter Bedeutung für den Standort Berlin ist, sondern weil es trotz dieses Umstands in der öffentlichen Wahrnehmung häufig zu kurz kommt. Diesem Missstand leistet ja leider auch unser Parlament manchmal Vorschub. Allein wegen der Haushaltssystematik beraten wir den Einzelplan 17 immer unter „ferner liefen“ und am Schluss jeder einigermaßen öffentlich bedeutsamen Zeit. Dabei geht es um den drittgrößten Einzeletat allein in der Wissenschaft in Höhe von 3,2 Milliarden DM, um 50 000 Beschäftigte und um 135 000 Studierende, also junge Leute in dieser Stadt.

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Wissen Sie eigentlich wirklich, wie attraktiv unsere heutigen Universitäten noch sind? Der Präsident der Harvard-Universität hat vor kurzem gesagt, wir müssten uns nicht sorgen um die Ausländer, die nicht mehr zum Studium nach Deutschland kommen, sondern um die Deutschen, die zum Studium ins Ausland gehen und nicht mehr zurückkommen. Das ist die traurige Realität, dass die Guten nicht mehr hier zu Hause studieren, sondern sich eine exzellente Ausbildung woanders aussuchen. Wir wollen nicht, dass unsere Studierenden nur Gast im Ausland sind, wir wollen wieder Gastgeber für unseren Nachwuchs sein, im besten Sinne des Wortes. Wir brauchen dafür keine Einheitsbrei-Regelung des Bundes, wie zum Beispiel den sehr mickrigen Gesetzentwurf zur Dienstrechtsreform. Wir möchten ein Bekenntnis zur Autonomie, auch wenn das ein Bekenntnis für einen freiwilligen Machtverlust der Politiker und auch der Verwaltung ist. Das ist gut so, gut für die Wissenschaft und gut für Berlin. Berlin muss sich an die Spitze der Bewegung stellen, damit uns nicht Länder wie Niedersachsen und Rheinland-Pfalz – daran sollten sich die Genossen zum Beispiel ein Beispiel nehmen – oder die ohnehin führenden Länder Baden-Württemberg und Bayern wieder den Rang ablaufen. Den Wettbewerb um die Zukunft werden die intelligenten Standorte gewinnen. Wir müssen in unserem eigenen Interesse in der Wissenschaft die Voraussetzungen dafür schaffen. – Vielen Dank!

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Der Titel dieser Aktuellen Stunde ist so nichtssagend wie irgendwas. Zukunft Wissenschaft – was kann man sich darunter eigentlich vorstellen? Als ich den Senator fragte: Wissen Sie eigentlich, was sich die CDU unter der Großen Anfrage vorgestellt hat?, sagte er: Ich habe die nicht eingebracht, ich weiß nicht richtig, was die dazu erzählen wollen. – Nun haben wir es gehört: Was Zukunftsfähiges zu Wissenschaft in dieser Stadt, vielleicht ein paar Perspektiven, wie man diese Stadt fit macht für den Weg in eine wissensbasierte Gesellschaft oder zumindest, wie man die aktuellen Probleme dieser Stadt lösen könnte, haben wir nicht gehört. Der O-Ton war: Wir sind gut und wollen noch mehr. Wieder neue Projekte und ein bisschen SPD

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Aber man muss natürlich einen Sachverhalt ganz ernsthaft sehen: Die Hochschulverträge haben Planungssicherheit im Status der Unterfinanzierung geschaffen. Die Strukturprobleme sind mit den Hochschulverträgen noch nicht gelöst worden. Sie existieren weiter. Wir haben in der Berliner Wissenschaftsstadt ein Problem, ich will das an einem Beispiel einmal deutlich machen. In dieser Stadt ist es zurzeit nicht mehr möglich, unterhalb der professoralen Ebene Wissenschaft als Beruf zu betreiben. Wir haben im Kulturbereich zu Recht die Diskussion über die Tarifverträge und den Ausgleich von Tariferhöhungen. Das gleiche Problem steht auch für den Wissenschaftsbereich, und hier müssen sich die Abgeordneten aus Wissenschaft und Kultur gemeinsam beim Einzelplan 17 dafür einsetzen, dass Lösungen gefunden werden. Wir haben Probleme bei den Versorgungsleistungen. Da sind wir noch nicht über den Berg. Das muss gelöst werden, aber auch darüber redet so gut wie keiner mehr.

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Wissenschaftspolitik in Berlin ist vor allem eine Politik der nicht eingehaltenen Versprechungen. Herr Stölzl redet immer nur von der „auskömmlichen Armut“. Aber so wird Zukunft zur Vergangenheit, bevor sie überhaupt begonnen hat. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler brauchen nicht nur Planungssicherheit, sondern auch Umsetzungssicherheit. Dafür brauchen sie einen starken Wissenschaftssenator und einen Senat, für den Wissenschaft nicht nur in Sonntagsreden eine Rolle spielt. Bisher haben wir beides nicht. Für die Zukunft der Wissenschaft bleibt nur die Hoffnung auf eine baldige Änderung. So wie bisher kann es jedenfalls nicht weitergehen.

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Die Intention des Antrages ist in der Weise zu sehen, dass die Strukturüberlegungen, bei denen noch keine Entscheidungen gefallen sind, die noch nicht im parlamentarischen Verfahren sind, nach Meinung der SPDFraktion nicht nur zu einer Schädigung der Kooperation zwischen Wissenschaft und Unternehmen führt, sondern dass auch Wissenschaft und Forschung sowie die Wirtschaft dadurch geschädigt werden.

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Wir haben in Wissenschaft und Forschung und in Existenzgründer investiert und ein Klima des Miteinanders von Wirtschaft, Arbeitnehmerschaft, Wissenschaft und Politik geschaffen. Der Erfolg gibt uns Recht. Es kommt doch nicht von ungefähr, dass als Ziel im Landtag in Düsseldorf, als Ziel im Landtag in Hannover, als Ziel im Landtag in Schwerin, als Ziel im Landtag in Magdeburg immer wieder auch die bayerischen Verhältnisse vorgegeben werden, die man erreichen will, meine sehr verehrten Damen und Herren.

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Es wird immer spannender. Ferner verweisen Sie auf eine weitere Kommentierung von Patzig, mit der Sie begründen wollen, dass ein Nachtragshaushalt erforderlich ist, wenn durch wesentliches Zurückbleiben der Einnahmen das Haushaltsgewicht gefährdet sei. Da hören Sie auf. Also suggerieren Sie uns, jetzt müssen wir aber ran. Die Wissenschaft hat belegt, oder es ist in der Wissenschaft belegbar – im Kommentar steht dies drin –, also müssen wir es tun. Aber – jetzt kommt es – Sie haben möglicherweise nicht weitergelesen? Variante eins. (Pörksen, SPD: Extra nicht!)

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Die Aktuelle Stunde zum Thema Zukunft Wissenschaft und die damit verbundene Thematik der Konzeption sowie des Ausbaus der Fachhochschulen ist hier Gegenstand. Vorab möchte ich noch eines anmerken: Trotz der schwierigen Haushaltslage, die das Land Berlin seit der Wende kennzeichnet, die auch den Bereich Wissenschaft seit der Wende prägt, muss berücksichtigt werden, dass bereits vieles geleistet wurde. Ich möchte nur an einige Punkte erinnern: Die Humboldt-Universität wurde wieder komplett aufgebaut, die Physik wird in Adlershof angegliedert, die Berufsakademie wird aufgebaut, die vielfältigen Forschungseinrichtungen in der Stadt wurden entsprechend ausgebaut und erweitert. All dieses ist trotz der schwierigen Haushaltslage geschaffen worden. Es kann nicht pauschal gesagt werden, dass die Wissenschaftspolitik nur in Sonntagsreden präsent ist. Sie ist real präsent, sie ist fassbar. Ich sehe es als einen Erfolg der Regierung in dieser Stadt!

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Diese Aussage müsste eigentlich nicht nur unsere Fraktion, sondern das gesamte Haus übernehmen können, denn sie macht deutlich, dass wir im Land Berlin die Wissenschaft und Forschung als öffentlich finanzierte Infrastruktur erhalten wollen und dass wir für ihre Erhaltung finanzielle Mittel benötigen. Wir müssen uns aber auch – so bedauerlich das ist – politisch bewusst machen, dass eine Reihe von Projekten, die wir wissenschaftspolitisch für sinnvoll halten – sei es Adlershof oder viele andere Projekte –, im Rahmen des bestehenden Landeshaushaltes und des gesamten Einzelplans 17 gedacht werden müssen. Dort werden Wissenschaft, Forschung und Kultur gemeinsam finanziert, und das muss so bleiben.

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Der Erfolg von Wissenschaft hängt auch davon ab, dass sich diejenigen, die die Wissenschaft betreiben, mit ihrer Einrichtung identifizieren. Das setzt aber voraus, dass die Menschen, die an der Hochschule tätig sind, Professorinnen und Professoren genauso wie wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Studierende, sich entsprechend beteiligen können. Wenn man Ihre Eckpunkte hierzu anschaut, dann sind sie rückwärtsweisend, das geht schon fast in Richtung Ordinarienuniversität mit hierarchisch funktionierender Leitung, wie wir es aus den 60ern kennen. Selbst der nach Ihren Vorstellungen recht einflussreiche Hochschulrat wird im Wesentlichen von der Hochschulleitung bestimmt. Sagen Sie mir bitte, in welchem Wirtschaftsunternehmen gibt es das, dass der Aufsichtsrat vom Vorstand bestimmt wird, dass die Kontrolleure von den zu Kontrollierenden eingesetzt werden? Das ist überaus merkwürdig. Abgesehen davon, dass für uns die Hochschule auch kein Wirtschaftsunternehmen ist, dass für uns die Studierenden keine Konsumenten sind, wollen wir eine Hochschulverfassung, die die Hochschule wirklich als gesellschaftliche Einrichtung begreift. Dazu gehört die binnendemokratische Organisation. Ihre Vorschläge sind ein Schlag ins Gesicht der Demokratie in der Hochschule, da machen wir nicht mit. [Beifall bei den Grünen – Beifall des Abg. Hoff (PDS)] Ihre Eile kann ich sowieso nicht ganz nachvollziehen. Wir haben die Erprobungsklausel in Berlin, wir haben einige Hochschulen, die gerade ihre neue Kuratorien, ihre neue Verfassung ausprobieren. Das Ergebnis liegt noch nicht vor. Ich kann da nur sagen: „Eile mit Weile“, Herr Senator Stölzl. Denken Sie noch einmal in Ruhe über Ihre Eckpunkte nach, Sie werden dann merken, dass Sie den größten Teil davon besser wieder zurückziehen. – Vielen Dank! [Beifall bei den Grünen]

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Selbstverständlich wäre wünschenswert, dass Brandenburg eine viel größere Wirtschaftskraft hätte, dass wir viel mehr Steuern einnehmen und vor allem die Ausgaben viel stärker auf die Forschung und die Wissenschaft sowie die Studenten konzentrieren könnten. Eines tun wir im Lande Brandenburg jedenfalls. Wir haben Prioritäten gesetzt. Forschung, Wissenschaft und vor allem die Studenten, also der Nachwuchs, sind von Sparmaßnahmen ausgenommen. Die Haushalte der Hochschulen und der Universitäten im Lande Brandenburg werden nicht zur Haushaltskonsolidierung herangezogen, wie es in Berlin und in ganz extremer Form in Mecklenburg-Vorpommern der Fall ist.

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Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst zu der Mitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 4. März 2002 Unterrichtung des Landtags in EU-Angelegenheiten; hier: Gemeinsamer Standpunkt des Rates zum 6. Forschungsrahmenprogramm (2002 bis 2006) Drucksachen 13/822, 13/874

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Wer dem Gesetzentwurf im Ganzen in der Fassung der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf Drucksache 4/550 zuzustimmen wünscht, den bitte ich um das Handzeichen. – Danke. Gegenprobe. – Stimmenthaltungen? – Danke. Damit ist der Gesetzentwurf in der Fassung der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf Drucksache 4/550 mit den Stimmen der Fraktion der SPD, der Fraktion der PDS, bei Stimmenthaltung der Fraktion der CDU angenommen.

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Es wird vorgeschlagen, den Gesetzentwurf an den Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Technologie zu überweisen. Wir kommen zur Abstimmung. Wer für die Annahme der Drucksache 15/1835 unter gleichzeitiger Überweisung an den Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Technologie ist, den bitte ich, eine Hand zu erheben. Wer ist dagegen? - Wer enthält sich der Stimme? Dann stelle ich fest, dass der Gesetzentwurf Drucksache 15/1835 in Erster Lesung einstimmig angenommen ist. Zugestimmt haben die Fraktionen von CDU, SPD und PIRATEN, enthalten haben sich die Fraktionen DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

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Ich will Ihnen auch schildern, welche Grundüberlegungen den Zuschnitt des Wettbewerbs InnoMeT.NRW geprägt haben. Nordrhein-Westfalen verfügt bereits unbestritten über eine hohe Anzahl von Innovationspotenzialen im Bereich der Medizintechnik. Das bestätigen auch das RWI und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. An gleicher Stelle diagnostizieren diese unabhängigen Experten, dass der Vernetzungsgrad und die Intensität der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft noch längst nicht ausreichen, um dem Land den Status einer Spitzenposition in der Medizintechnik zu verleihen.

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Die Wissenschaft erleichtert uns diese Entscheidung in vielfacher Hinsicht. Es geht um den Erwerb von Sprachsensibilität, um Schulung von Artikulationsfähigkeit, um den Aufbau von Sprachlernkompetenz. Es ist so sagt uns die Wissenschaft; heute wird das noch einmal in einem Artikel der „Stuttgarter Zeitung“ belegt offensichtlich richtig, hier in der Sprachenfolge mit Französisch zu beginnen.

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In der 43. Sitzung am 8. November 2002 fand die Beratung der Einzelpläne des Thüringer Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, des Thüringer Finanzministeriums und der Plan der Allgemeinen Finanzverwaltung ohne den KFA; die Beratung des Gesetzentwurfs zum Thüringer Haushaltsgesetz 2003/3004; die Beratung zum Antrag der Landesregierung in der Drucksache 3/2786 zur Rahmenvereinbarung zwischen der Thüringer Landesregierung, vertreten durch den Ministerpräsidenten, den Minister der Finanzen sowie die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst und den Hochschulen des Landes zur Sicherung der Leistungskraft der Thüringer Hochschulen statt. Die Beratung zur genannten Rahmenvereinbarung erfolgte im Zusammenhang mit dem Einzelplan 15 und der Beratung zum Mittelfristigen Finanzplan für die Jahre 2002 bis 2006 für den Freistaat Thüringen.

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Lassen Sie mich abschließend noch einmal zur Wissenschaft etwas sagen. Neben den vielen Projekten, die Wissenschaftssenator Dr. Dräger fordern wird – und Frau Sager hat das auch schon besonders hervorgehoben und gelobt, dann kann ich mich dem ja anschließen –, liegt mir eines ganz besonders am Herzen, Herr Dr. Dräger. Das ist Ihr aufzulegender Investitionsfonds. Auch hier gilt das Zwei-Säulen-Modell, nämlich staatliche Finanzierung, aber auch, und vor allem, die private Finanzierung durch die Wirtschaft. Wir wollen einen Innovationsfonds auflegen, um pragmatische Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern und insbesondere einen auf beiden Seiten bestehenden Wissenstransfer zu stärken. Wir wollen einen Investitionsfonds auflegen, um Hamburg als Standort für die Medien und Kreativszene, auch für die Kommunikationstechnikbranche attraktiver zu machen, um Investoren zu gewinnen und Start-ups eine gute Basis zu bieten.

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Wir müssen auch darüber sprechen - auch das ist mir ein ganz wichtiger Punkt -, welche Anpassungen zum Thema „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ vorgenommen werden können. Wir haben oft hier gestanden und gesagt, das darf kein Schlagwort bleiben. Für dauerhafte Aufgaben an den Hochschulen müssen auch Dauerstellen geschaffen werden. Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz ist Bundesgesetzgebung, das ist völlig klar. Aber die GEW hat zum Beispiel auch in anderen Beratungen, in anderen Bundesländern Vorschläge gemacht zur Umsetzung in die Praxis, wie das in anderen Hochschulgesetzen verankert werden kann, damit sich etwas ändert, damit „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ kein Schlagwort bleibt. Wir wissen alle, wie schlimm sich die prekäre Beschäftigung gerade auf dem Unicampus auswirkt beziehungsweise wie sie sich ausgeweitet hat. Da sollten wir nicht tatenlos zusehen, hier besteht Handlungsbedarf, liebe Kolleginnen und Kollegen.

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Meine Damen und Herren, in Sachen Europa kommt es für Bremen künftig darauf an, nicht nur, wir wissen ja, was strukturschwache Regionen betrifft, dass wir dort aus der Förderung möglicherweise herausfallen, wenn wir von EU-Programmen profitieren wollen, dann müssen wir unsere Stärken herausarbeiten. Wir müssen die Exzellenzen zeigen, und hier gibt es im Bereich Wissenschaft und Forschung sicherlich einige Möglichkeiten, dies zu tun. Wir wollen weiterhin in diesen Bereichen zu den Besten gehören. Dazu gehört es aber, die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft weiter voranzutreiben. Wie dies geschieht, welche Vorstellungen der Senat dazu hat, darüber wollen wir nach dem Bericht des Senats dann hier debattieren.

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Es ist eben schon gefallen: Wir müssen Wissenschaft und Wirtschaft vernetzen, ohne die Wissenschaft auf reine wirtschaftliche Zulieferungsfunktion zu begrenzen. Dass man aber auch die Technologiepolitik und die Hochschulpolitik vor diesem Horizont zusammendenken muss, das ist sicherlich richtig.

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Wenn die Menschen Gründe haben, davon auszugehen, dass molekularbiologische Forschung und insbesondere die Forschung mit embryonalen Stammzellen dabei hilft, die Chancen einer Heilung bisher als unheilbar geltender Krankheiten zu verbessern, dann werden sie sich dafür einsetzen, dass diese Forschung auch in unserem Land eine Chance bekommt. Den Nachweis solcher Chancen muss dann natürlich die Wissenschaft erbringen. Aber es ist unsere Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, dass die Wissenschaft die Chance bekommt, einen solchen Nachweis überhaupt erbringen zu können.

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Bei der Forschung mit embryonalen Stammzellen werden Embryonen verbraucht, wie die Wissenschaft euphemistisch formuliert. Das Leben der Zellen wird getötet. Hierin liegt eines der wesentlichen Probleme dieser Forschung, denn damit wird die bisherige moralische Grenze überschritten. Bisher konnte allein die Notlage einer Frau schwerer als die Schutzrechte eines Embryos wiegen. Dieser bisherige Konsens ist aber jetzt von prominenten Vertretern aus Wissenschaft und Politik gekündigt worden, weil die wissenschaftliche Entwicklung heute ganz woanders steht.

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Frau Fröhlich hat es sehr deutlich dargestellt: Im Moment werden vonseiten der Wissenschaft Fakten geschaffen, die dem Embryonenschutzgesetz vom Geiste her widersprechen, jedoch nicht vom Text des Gesetzes her. Ich denke, das ist die klassische Situation, in der man sich für ein Moratorium aussprechen sollte, bis das neue Gesetz verabschiedet ist. Das hat nichts damit zu tun, dass man die Freiheit der Wissenschaft einschränkt. Es hat etwas damit zu tun, dass auch eine Gesellschaft wie die Unsrige eine gewisse Zeit für eine Grundwertedebatte braucht.

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Ich kann mir auch vorstellen, dass es noch andere Lösungsvorschläge in dem Zusammenhang gibt. Man kommt ja immer nur auf die, die man zunächst mit seinen eigenen Kolleginnen und Kollegen berät, und demzufolge möchte ich beantragen, dass wir nicht nur in den Ausschuss überweisen und das Gesetz formal behandeln, sondern dass wir genau zu diesem Problem im Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst noch einmal intensiv beraten, um eine Lösung herbeizuführen. Ich hoffe, dass auch dieser Vorschlag von uns von Ihnen in der mittleren Fraktion wohlwollend zur Kenntnis genommen wird, und bitte um Fortberatung im Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

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Weitere Wortmeldungen liegen mir nicht vor. Es ist Ausschussüberweisung beantragt worden an den Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Wer dem die Zustimmung gibt, den bitte ich um das Handzeichen. Danke. Gegenstimmen? Das ist nicht der Fall. Enthaltungen? Auch nicht. Dann ist somit an den Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst überwiesen und ich kann den Tagesordnungspunkt 7 schließen.

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Ich rate davon ab, das Kuratorium zusätzlich mit Politikern zu besetzen, um auch nicht den Anschein der Politisierung dieser Arbeit zuzulassen. Der Aspekt, das Parlament zu beteiligen, muss gleichwohl gewürdigt werden. Ich mache hier den Vorschlag, nachdem auch wir für die Überweisung an den Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst plädieren, dort darüber nachzudenken, ob wir nicht in das Gesetz eine Regelung aufnehmen, nach der das Ministerium, das ja weiterhin die Aufsicht über die Arbeit dort führt, jährlich dem Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst einen Bericht über die Arbeit dieser Stiftung Buchenwald und Mittelbau-Dora abgibt. Und falls dieser Bericht von der einen oder anderen Fraktion dann als nicht hinreichend angesehen wird, gibt es immer noch die Möglichkeit, dass das mit einem Parlamentsantrag in diesem hohen Haus thematisiert werden kann. Also, unsere Begleitung dieser wichtigen Arbeit können wir anders absichern als durch zusätzliche Entsendung von Vertretern dieses hohen Hauses in das Kuratorium, was das fragile Gleichgewicht der Interessengruppen möglicherweise gefährdet. Davor würde ich eindringlich warnen.

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Stärker in den Fokus der öffentlichen Förderung rückt auch die Unterstützung von Forschungsverbünden innerhalb der Wissenschaft zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen und zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Auch hier muss man überhaupt nicht Schreckensszenarien malen, denn die Idee, mit dem IAMO so zu kooperieren, dass etwa

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Nicht erst seit der OECD-Studie von vorgestern wissen wir um die Zusammenhänge von Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft. Eine wettbewerbsfähige Wirtschaft basiert zu einem Großteil auf wettbewerbsfähiger Forschung, Wissenschaft und Ausbildung. Anders gesagt: Wenn man eine Wirtschaftsbranche mit solch besonderen Potenzialen hat, dann ist es umso wichtiger, die dazugehörige Wissenschafts- und Ausbildungslandschaft zu stärken.