Dann kommen wir jetzt zum Bezirksamt Wandsbek. Im Bezirksamt Wandsbek habe ich in der Bezirksversammlung angeregt, dass man doch auch die Bezirksflächen vermieten könnte. Habe Große Anfragen gestellt und es kam nichts, man prüfte. In der Bürgerschaft habe ich gefragt: Bei welchen Flächen habt ihr denn einmal geprüft, ob man die verpachten kann? Nur bei denen im Bezirksamt Wandsbek – oh, weil wir das damals angestoßen haben. Warum hat Herr Dressel da nicht gesagt: Oh, eine gute Idee aus Wandsbek, die übernehme ich. Nein, es kam nicht.
Im Bezirk Wandsbek waren zwei Projekte in der Planung, das Bürgerhaus und die Schaffung eines Kundenzentrums in Rahlstedt. Der Senat hat Ende letzten Jahres einen Bezirkshaushalt vorgefunden, der die Schaffung beider Stellen für den Bezirk Wandsbek nicht erlaubt hat. Im Rahmen der notwendigen Haushaltskonsolidierung fiel nach einem Abwägungsprozess die Entscheidung zugunsten des Kundenzentrums. In diese Entscheidung war auch das Bezirksamt Wandsbek einbezogen. Nunmehr werden die ursprünglich für das Bürgerhaus eingestellten Betriebsmittel temporär für die Finanzierung der Mietkosten für das Kundenzentrum Rahlstedt verwendet werden können. Mit der Schaffung von Kundenzentren setzt der Senat die Grundidee weiter um, den Einwohnerinnen und Einwohnern in Form multifunktionaler Bürgerservicebereiche möglichst viele publikumsbezogene Dienstleistungen aus einer Hand anbieten zu können.
Ich meine beispielsweise Herrn Kausch oder Herrn von Frankenberg. Das sind alles alte Wandsbeker Kollegen von mir und hier frage ich Sie: Ist Ihnen eigentlich klar, dass es in Wandsbek auch Rückstände gibt? – Gut, Sie nicken halbwegs, das freut mich schon. Gestern haben Sie selbst davon gesprochen, dass die Anzahl der Fälle in Wandsbek um 27 Prozent zugenommen hat. Recht haben Sie, ich stimme Ihnen zu. Sie haben auch Recht, wenn Sie mir jetzt erwidern, dass Sie aus dem Grund in Wandsbek beim ASD aufgestockt haben. – Super!
Zum einen: Welche Rolle soll der Runde Tisch möglicherweise noch haben? Bisher ist völlig außer Acht gelassen worden, inwieweit eine bau- und planungsrechtliche Dimension im Zuge der Diskussion auf der Tagesordnung stehen soll. Das ist wichtig vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion, Herr Wersich hat es angesprochen mit einer Diktion, auf die ich noch eingehen werde, was denn mit der Bevölkerung vor Ort ist. Es ist wichtig, die Bevölkerung vor Ort, und hier ist der Name Wandsbek gefallen, mitzunehmen. Dazu gehört vor allem, dass man mit den – in Anführungsstrichen – Betroffenen, natürlich auch mit den Prostituierten, mit den Freiern wird es schwieriger, mit den Betreibern, insbesondere aber mit der betroffenen Bevölkerung vor Ort spricht, wenn es um Großbordelle geht – um ein konkretes Großbordell in der Angerburger Straße geht es auch in Wandsbek –, und die diffusen Ängste, die in der Bevölkerung vorherrschen, ernst nimmt und mit den Menschen in Kommunikation tritt. Dabei macht sich das eklatante Versagen der Bezirksamtsleiterin in Wandsbek, Frau Schroeder-Piller, deutlich, die
Trotz dieses eindrucksvollen Protestes gibt es kein gemeinsames Resümee, sondern Auseinandersetzungen, und es gibt unseres Erachtens vieles zu klären. Der Streit geht nicht um die Frage der Gewalt. Nicht nur alle Fraktionen in diesem Haus, auch alle Veranstalter der Protestaktionen am 2. Juni, so auch das "Hamburger Bündnis gegen Rechts", das nach der Großdemonstration in der Innenstadt die Menschenblockaden in Wandsbek organisiert hat, haben sich klar und deutlich für friedlichen Protest und friedlichen Widerstand ausgesprochen. Dass es zu Gewalt in Wandsbek gekommen ist, will ich nicht bestreiten, obwohl ich Äußerungen wie "ein ganzer Stadtteil sei in Schutt und Asche gelegt worden" oder "in Wandsbek sei ein überwiegend rechter und linker Mob auf der Straße gewesen", als unverantwortlich, unwahr und politisch motiviert zurückweise, Herr Lenders.
Herr Duge, bei Ihnen hat mich doch etwas sehr erstaunt. Sie haben so viele Beispiele aus Wandsbek gebracht. Sie müssen mich korrigieren, aber ich meine, dass wir in Wandsbek eine rot-grüne Koalition haben, und ich frage mich, warum Sie da nicht intervenieren. Sie haben nicht gesagt, dass jeder Bezirk, und nicht nur Wandsbek, festlegt, wo der Drittelmix umgesetzt wird. Jeder Bezirk kann sagen, dass er das in einem bestimmten Stadtteil nicht so gern möchte. Ich finde es ein bisschen komisch, wenn Sie jetzt nur auf dieser einen SPD
Städtebaulich interessant – und das hat Herr Kienscherf auch schon angesprochen – ist insbesondere die S4-Strecke nach Ahrensburg hinaus, denn sie läuft parallel zu einer Magistralen nach Rahlstedt, Wandsbeker Zollstraße, Ahrensburger Straße, Stein-Hardenberg-Straße, die in erheblichen Abschnitten untergenutzt sind zwischen dem Kerngebiet Wandsbek und Tonndorf. Im Übrigen bestand hier bis 1960 eine Schienenanbindung fast bis zur Stein-Hardenberg-Straße, damals mit der Linie 3, mit der ich noch fahren konnte. Übrigens hatten wir bis 1960 nach Jenfeld auch eine Straßenbahn hinaus, die dann mit dem U-Bahn-Bau der U1 nach Wandsbek und abknickend dann Wandsbek-Gartenstadt eingestellt worden ist. Ich freue mich deshalb, dass auch diese Stadtteile wieder eine gute Schienenanbindung mit neuen Bahnhöfen bekommen: Bovestraße, Holstenhofweg, und zusätzlich in Rahlstedt zwischen Jenfeld und Rahlstedt Am Pulverhof. Das sind Stadtteile, die attraktiv sind, die sich entwickeln können und in denen wir jetzt neue Entwicklungspotenziale herausbringen müssen.
Bleiben wir einmal bei diesem neuen Service. Es wird dort angegeben – das ist wirklich sehenswert –, an welchen Stellen Staugefahr besteht. Entgegen den Wahrnehmungen des Hamburger Durchschnittsbürgers gibt es, wenn er sich mit dem Auto durch den Bereich Wandsbek-Markt hindurchbewegen möchte, offenbar keinen Stau in dem Bereich. Sie können morgens, nachmittags oder abends den Verkehrsfunk anschalten: Zu jeder Stunde wird vor einem Stau im Bereich Wandsbek-Markt gewarnt; nur die Baubehörde weiß nichts davon. Typisch!
Zweitens: Vor allem im zweiten Halbjahr 1999 haben alle Bezirke erkennbar ihre Steuerungsanstrengungen verstärkt und den Versuch unternommen, die Budgets einzuhalten. Die Bezirke Harburg und Wandsbek waren aber als einzige Bezirke aufgrund ihrer mehrjährigen intensiven Steuerungsbemühungen in der Lage, erstmalig Minderausgaben zu erwirtschaften. Diese Minderausgaben betrugen für die Jahre 1998 und 1999 – zusammen betrachtet – im Bezirksamt Wandsbek circa 1,2 Millionen DM, beim Bezirksamt Harburg 500 000 DM, Frau Pawlowski.
Entsprechend der Vereinbarung, daß 50 Prozent der ersteuerten Summen in den Bezirken verbleiben, erhielt der Bezirk Wandsbek – dem Haushaltsbeschluß entsprechend – bereits 600 000 DM und der Bezirk Harburg 250 000 DM aus diesen Minderausgaben zurück.Beide Bezirke konnten diese Gelder in präventive Angebote der bezirklichen Jugendhilfe investieren. Nach Abschluß des Haushaltsjahres 1999 hat der Senat nun eine erneute Bewertung der Steuerungsergebnisse vorgenommen und ist zu dem Schluß gekommen, daß dem Bezirksamt Wandsbek nochmals 100 000 DM zur Stärkung der offenen Kinder- und Jugendarbeit zufließen sollen, und so wird verfahren.
S-Bahn die einzelnen Haltepunkte, wie Wandsbek, Wandsbek-Ost, Rahlstedt, Ahrensburg und dann weiter draußen Bad Oldesloe. Die Strecke ist also sehr stark frequentiert und verträgt keine weiteren Belastungen.
Frau Präsidentin, Herr Abgeordneter! Der Senat und die zuständige Behörde prüfen stets, welches günstig gelegene Flächen – aber im öffentlichen Straßenraum wohlgemerkt – für das Abstellen der Fahrzeuge sind, und werden das auch in dem Bereich noch einmal tun. Die Zahlen, die ich Ihnen genannt habe, und die Erkenntnisse des Polizeikommissariats 17, das für diesen Bereich zuständig ist, zeigen aber nicht die von Ihnen in Ihrer Frage genannten Auffälligkeiten. Was im übrigen zentrale Plätze angeht, hat es so etwas früher einmal beim Husarendenkmal im Bezirk Wandsbek gegeben. Das waren beschlagnahmte Fahrzeuge. Das ging also etwas anders zu. Selbst diese Fläche, die dazu führte, daß man aus ganz Hamburg dann ins östliche Wandsbek mußte, ist vor einigen Jahren aufgegeben worden. Die Methode, die jetzt gewählt wird, im öffentlichen Straßenraum, für die Pkw-Fahrer nicht zu weit entfernt, ist die günstigste. Da Sie die Tagespresse erwähnt haben, Herr Abgeordneter, war drei Tage später in derselben Zeitung unter der Überschrift „Die Stimme der Hamburger“, wenn ich recht gesehen habe, Ihr beifälliges Nicken zu diesen Themen zu vernehmen, nach dem Motto, das ist ja noch schöner, daß die Nobelkarossen, die abgeschleppt werden, nun noch auf Kosten des Steuerzahlers hinter dem Zaun und sicher abgestellt werden. Dann mögen die Leute nicht Parkverstöße und Verstöße gegen die StVO begehen.
Meine Damen und Herren, wir haben im Bezirk auch dafür gesorgt, daß in Zukunft so etwas nicht wieder vorkommt. Der neue B-Plan Wandsbek 69, Tonndorf 29 läßt keine neuen Bürogebäude mehr zu, und das ist unserer Meinung nach auch richtig. Hamburg benötigt die Industrie- und Gewerbegebiete, auf denen kleine und größere Betriebe zu vernünftigen, nämlich für das Handwerk billigeren, Bedingungen auch arbeiten und Gewerbeflächen anmieten können. Das erwarten nicht nur wir und die Wirtschaftsverbände, sondern auch die Handwerker. Eines ist sicher: Nachdem sich auch die Vereinigungen einmal aufs Glatteis haben führen lassen und solchen Versprechungen Glauben geschenkt haben, wollen sie es nicht noch einmal machen.Wir auch nicht.Was wir in Wandsbek haben tun können, haben wir gemacht, aber der Senat sollte sich überlegen, ob er mit solchen Gedanken und für solche Investoren wieder ex cathedra eingreift, um dann nachher zu sagen April, April, es stimmt alles nicht. Selbst, wenn man gesagt hätte, Herr Dr. Maier, unsere Erklärung der Staatlichen Pressestelle ist Quatsch, wäre das auch noch in Ordnung gewesen. Aber sich dann hinzustellen und das nicht zu beantworten, so blöd sind wiederum die Parlamentarier nicht, daß sie das nicht merken. – Vielen Dank.
Die Bundeswehr wird aber darüber hinaus weiter eine wichtige Rolle in unserer Stadt spielen. Sie wird mit dem Bundeswehrkrankenhaus in Wandsbek, der Führungsakademie in Blankenese und auch der Universität der Bundeswehr in Wandsbek und Horn in unserer Stadt präsent sein. Dann ist Hamburg für die Bundeswehr Bildungsstandort Nummer eins in Deutschland.
Herr Senator Kusch, der Februar-Beschluss, den Sie im Senat zur Evokation gefasst haben, hat nur die rechtliche Wirkung, dass Sie jetzt zum Chef des Verwaltungsverfahrens in Wandsbek geworden sind; über das Recht zum Beschluss des B-Plans ist damit überhaupt noch nichts gesagt. Nicht mehr die Bezirksamtsleitung Wandsbek steuert jetzt das Verwaltungsverfahren, sondern die Baubehörde, der Senat. Die Angelegenheit, die die Sache zum Gesetz macht, liegt immer in einem Parlament, entweder in der Bezirksversammlung oder aber in der Bürgerschaft. Insofern haben CDU und GAL zu Beginn der letzten Legislaturperiode die Evokation abgeschafft. Vorher hatte der Senat das Recht, eine solche Sache an sich zu ziehen und zu entscheiden; das kann er gegenwärtig nicht mehr. Deswegen ist das auch ein gutes Gesetz, das wir damals gemeinsam geschaffen haben.
Lassen Sie mich noch kurz Wandsbek erwähnen. Wandsbek ist der größte Bezirk, einer der kinderreichsten Bezirke und Sie schließen 50 Prozent der Schwimmbäder vor Ort. Haben Sie sich einmal überlegt, welche Auswirkungen das auf das Schulschwimmen hat? Es gibt jetzt schon keine Schwimmzeiten und die Schulen werden gar nicht die weiten Wege in 45 Minuten schaffen, um ihren Kindern überhaupt die Möglichkeiten des Schwimmens zu geben.
Herr Schmidt hat erklärt, dass Wandsbek gewonnen und Altona verloren hätte. Das Gegenteil ist der Fall. Wandsbek hat gewonnen und Altona hat doppelt gewonnen,
Damit konnte sich der Bürgermeister auch nicht durchsetzen gegen seine eigene Partei. Dann waren es schließlich neun, weil man zutreffend erkannt hatte, dass der Bezirk Wandsbek etwas größer ist als die anderen Bezirke. Dagegen war der Bezirk Wandsbek und nun sind wir dabei angekommen, dass es sieben Bezirke bleiben sollen. Dann war nur noch davon die Rede, dass es an drei Stellen Veränderungen geben sollte, notwendige Korrekturen an den bewährten Grenzen war dann das Stichwort. Dann kam natürlich noch der Aufstand der "Finkenwerderaner" dazwischen. Da waren es nur noch zwei kleine Veränderungen.
Wandsbek hat doch in einer Not gestanden. Was sollten die denn machen? Es gab kein vernünftiges Hamburger Gesetz, man war in der von Ihnen richtig beschriebenen Lage, wie sie nach dem Bundesrecht nun einmal ist. Deswegen richtet sich der Vorwurf doch nicht an das Bezirksamt Wandsbek und unsere Kollegen in der Bezirksfraktion haben doch auch vollkommen richtig gehandelt. Der Vorwurf richtet sich an diesen Senat,
Ich habe noch zwei weitere Punkte, die die administrative Praxis betreffen. Der eine betrifft die Frage des zusätzlichen Personals. Aber abgesehen hiervor, müssen wir als Konsequenzen aus unserer Großen Anfrage zumindest an zwei Punkten kritisch nachfragen, ob alles richtig geht. Das betrifft zum einen die Koordinierung der Lebensmittelkontrolle in den Bezirken. Wenn Sie sich die Zahlen angucken, müssen Sie feststellen, dass wir in den Bezirken eine sehr unterschiedliche Kontrollpraxis haben. In Wandsbek haben wir 0,7 Kontrollen pro Betrieb pro Jahr, in Eimsbüttel sind es drei Kontrollen pro Betrieb pro Jahr. In Eimsbüttel gibt es auch eine deutlich höhere Zahl der Beanstandungen als in anderen Bezirken, nämlich 23 Prozent bei den planmäßigen Kontrollen. In anderen Bezirken sind es nur 12 Prozent. In Eimsbüttel wird konsequenter bestraft. Dort werden mehr als doppelt so viel Bußgeldbescheide erteilt als beispielsweise in Wandsbek. Deswegen geht die Forderung nach einer Zentralisierung der Lebensmittelkontrolle, die die SPD in ihrem Antrag aufgestellt hat, in die richtige Richtung. Wir müssen im Ausschuss noch mehr darüber beraten. Ich will mich deswegen noch nicht auf diese Forderung festlegen. Aber der Ruf nach einer Task Force, nach einer klaren zentralen Steuerung und nach Schwerpunkteinsätzen, die wir noch stärker als bisher gemeinsam in den Bezirken durchführen, ist schon jetzt mehr als begründet.
Das gilt auch für die Alte Post. Für einen Bezirk wie Wandsbek ist es sicherlich traurig, dass das, was die Menschen dort als ihr Rathaus empfinden, mit auf die Liste gehört. Das ist kein besonders toller Bau, aber er ist identitätsstiftend. Der Bezirk Mitte und der Bezirk Eimsbüttel werden keine dicken Tränen weinen, wenn ihre Bezirksämter mit auf der Liste stehen. Aber bei Wandsbek sieht es tatsächlich anders aus als in diesen beiden Fällen. Hier hat der Senat keine sonderliche Sensibilität an den Tag gelegt. Hieran merkt man, dass der Finanzsenator bestimmt hat und dass zum Beispiel die Kultursenatorin nicht so schrecklich viel zu sagen hatte. Das wäre sonst wahrscheinlich anders ausgefallen.
Es gab in den letzten Wochen auch einen Artikel in der Zeitung, wo sich ein Unternehmen, das in Wandsbek am Friedrich-Ebert-Damm angesiedelt ist, darüber beschwert hat, dass es sein Grundstück nicht verwerten kann. Einige Kollegen nicken hier, die kennen das noch aus ihrer Zeit in der Bezirksversammlung Wandsbek, wo wir uns einig waren, dass dieser Bereich als Industriegebiet erhalten bleiben sollte. Die Unternehmen, die diese Flächen besitzen, wollen das immer anderweitig verwerten, weil sie da mehr Geld bekommen. Gleichzeitig hat seinerzeit der Präsident des Industrieverbandes – es war nicht der jetzige, sondern der Vorgänger – gefordert, der Senat möge sich doch bitte schön dafür einsetzen, dass mehr Industrieflächen zur Verfügung gestellt würden. So geht es natürlich nicht, dass die Interessenvertreter auf der einen Seite sagen, die Stadt müsste mehr tun und die Mitgliedsunternehmen dieser Verbände dann ihre Verwertungsinteressen in den Vordergrund stellen und sagen, wir wollen da aber einen Baumarkt oder sonst etwas hinhaben. Industrieflächen, die es in dieser Stadt gibt und die auch störendes Gewerbe aufnehmen können, müssen auch als Industrieflächen erhalten bleiben.
- Alle in Wandsbek waren sich darüber im Klaren, dass die Zeit nicht da war, diesen bestehenden B-Plan zu ändern. Akzeptieren Sie es einfach. Sie können Vieles wissen, das glaube ich Ihnen, aber ich glaube, das wussten die Damen und Herren in Wandsbek besser.
Im Zeitraum von Januar 2007 bis August 2008 wurden 82 Einrichtungen neu eröffnet, während nur sieben Einrichtungen geschlossen wurden. Frau Veit, das ist in einem guten Jahr ein Plus von 75 Einrichtungen. Das zeigt ganz deutlich, dass das nachfrageorientierte System funktioniert. Die Träger wären schön dumm, wenn sie an der Stelle, wo sie einen Bedarf sehen, nicht expandierten. Und Sie wollen jetzt den Eingriff der Behörde – ich weiß, dass Ihre Kollegen im Bezirk Wandsbek heute einen ähnlich lautenden Antrag in die Bezirksversammlung Wandsbek einbringen – und das bedeutet, liebe Verwaltung, wir fordern euch auf, bitte diktiert, hier soll eine Kita hin und da soll eine Kita hin. Verehrte Kolleginnen und Kollegen der SPD, Sie haben damals dieses Gesetz federführend mit iniziiert, Sie standen hinter diesem nachfrageorientierten System, bei dem der Markt Angebot und Nachfrage regelt, und jetzt verlangen Sie wieder eine staatliche Regulierung.
[Antrag der CDU-Fraktion: Haushaltsplan-Entwurf 2015/2016 Einzelplan 1.6 Bezirksamt Wandsbek Aufgabenbereich 223 Soziales, Jugend, Gesundheit (BA Wandsbek) Produktgruppe 22303 Jugend- und Familienhilfe (JA) Einzelplan 4 Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Aufgabenbereich 254 Jugend und Familie Produktgruppe 25404 Erziehungshilfen Einzelplan 9.2 Allgemeine Finanzverwaltung Aufgabenbereich 283 Zentrale Finanzen Produktgruppe 28301 Zentrale Ansätze I Personelle Verstärkung der ASD-Dienststellen in den Jugendämtern dauerhaft absichern durch Veranschlagung in den Etats der Bezirksämter – Drs 20/13988 –]
Sie haben vor zwei Tagen hier öffentlich verkündet, dass die Schule am See sterben werde. Das ist ein Umgang mit den Leuten vor Ort und ein Umgang in Wandsbek, den ich nicht verstehe. Sie befinden sich in Wandsbek in einer rot-grünen Koalition. Ich glaube, aus der Koalition heraus wird der Standort Schule am See nicht in Frage gestellt.
Das SPD-Plakat beziehungsweise die Postkarte – ich halte sie einmal hoch – hat das Recht auf Gegenwehr, ja auf Widerstand sehr gut zum Ausdruck gebracht. Dieses Recht haben am 2. Juni Tausende Menschen in Wandsbek friedlich wahrgenommen. Über viele Fragen der Situation in Wandsbek am 2. Juni und des Polizeieinsatzes werden wir uns bei der Sondersitzung des Innenausschusses am 21. Juni heftig streiten. Es gibt inzwischen auch eine sehr kritische öffentliche Berichterstattung über offensichtliche Polizeiübergriffe und ihre schlimmen Folgen. Das werden wir im Einzelnen aufzuarbeiten haben.
Die Informationen wären für Senat und Bürgerschaft sehr wichtig, weil durch sie festgestellt werden könnte, ob die Kapazitäten für die Notaufnahmen ausreichen und wann gegebenenfalls investiert werden muss. So bekam die Asklepios Klinik Wandsbek vor wenigen Jahren 8 Millionen Euro für eine zentrale Notaufnahme aus Steuergeldern finanziert. Heute schreibt Asklepios Wandsbek übrigens auf seiner Website, dass pro Jahr 30 000 Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme behandelt werden. Entweder ist die Zahl reine PR oder der Senat wird an der Nase herumgeführt.
Wie Sie habe ich mir auch das Beispiel Wandsbek herausgegriffen. Wenn wir uns vorstellen würden, wir würden neue Planungsbezirke schaffen und die Bezirke, wie wir sie jetzt in Hamburg haben, als Grundlage dafür nehmen, dann kann man in Wandsbek sagen, dass das Problem dort weiterhin besteht, dass ein Arzt, der vielleicht in Jenfeld war, in die Walddörfer umzieht, weil er dort bessere Arbeitsbedingungen vorfindet und es dann zu einer Unterversorgung in Jenfeld kommt. Wenn wir aber die Planungsbezirke so klein machen, dass Jenfeld ein eigener Versorgungsbezirk wird, dann ist es doch für Ärzte erst recht ein Wagnis, sich dort niederzulassen. Ich glaube, jeder Arzt würde es sich noch genauer überlegen, ob er in Jenfeld seine Praxis eröffnen möchte, wenn ihm danach überhaupt nicht mehr die Möglichkeit gegeben ist, dort wegzuziehen.
Es geht also darum, die bau- und planungsrechtlichen Fragen in einer Diskussion am Runden Tisch mit zu berücksichtigen, denn nur dann haben Sie die Möglichkeit, auch die Frage zu klären, ob es denn um Gewerbegebiete oder um Vergnügungsstätten geht; diese Frage ist auch noch nicht geklärt. Also meine Bitte und Aufforderung an Sie: Berücksichtigen Sie die 35 Teilnehmer in dieser Runde – ich weiß nicht, wer es namentlich ist – bei der Frage, wie Sie es genannt haben, Sexarbeit in Hamburg und Zukunft des Gewerbes, denn dann kann diese Diskussion auch konstruktiv werden. Im Übrigen freue ich mich, dass ich während der Diskussion über die Situation in Wandsbek auch meine beiden CDU-Kollegen aus Wandsbek ganz eng an meiner Seite hatte. Daher der Hinweis an Herrn Senator Wersich: Im Mannschaftsspiel, und wir spielen sehr gut zusammen, ist es wichtig, sich auch hin und wieder den Ball zuzuspielen.
Das Bramfelder Zentrum liegt direkt an dieser vielbefahrenen Hauptstraße. Viel Leerstand, Herr Becker erwähnte das, und eine rückläufige wirtschaftliche Entwicklung im Ortskern veranlassten im Herbst 2000 den Bezirk Wandsbek, eine städtebauliche Rahmenplanung für den Ortskern Bramfeld in Auftrag zu geben. Viele der Anregungen aus der Rahmenplanung sind schon in der Planung oder Umsetzung. Der Bezirk Wandsbek unternimmt derzeit Anstrengungen, das Ortszentrum unter anderem mit der Umsetzung der Neugestaltung des Marktplatzes an der Herthastraße und der Errichtung eines Einzelhandelszentrums zu stärken, Herr Becker erwähnte das. Seit der Fertigstellung der Rahmenplanung 2002 und heute ist die Entwicklung aber weitergegangen und nach über 40 Jahren Wartezeit werden die Bramfelder nun endlich an das Schienennetz in Hamburg angeschlossen.