Nicht erst seit der OECD-Studie von vorgestern wissen wir um die Zusammenhänge von Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft. Eine wettbewerbsfähige Wirtschaft basiert zu einem Großteil auf wettbewerbsfähiger Forschung, Wissenschaft und Ausbildung. Anders gesagt: Wenn man eine Wirtschaftsbranche mit solch besonderen Potenzialen hat, dann ist es umso wichtiger, die dazugehörige Wissenschafts- und Ausbildungslandschaft zu stärken.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Es ist eine wichtige Aufgabe der Landespolitik, Potenzen auf dem Gebiet der Forschung und Wissenschaft nachhaltig begleitend zu unterstützen. Ziel muss es dabei sein, vorhandene Forschungskapazitäten auszubauen, zu vernetzen, um damit den wettbewerbsfähigen Standort zu stärken. Dazu müssen die Rahmenbedingungen durch den Staat geschaffen werden. Genauso wichtig sind dabei aber auch die Eigeninitiative der Wissenschaft und vor allem das direkte Zusammenspiel zwischen Forschung und Praxis, zwischen Forschung und Wirtschaft. Es gibt in Mecklenburg-Vorpommern dafür durch den BioCon-Valley-Verbund ein hervorragendes Beispiel, wie dieser Transfer der Forschung in die Praxis funktionieren kann.
Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren, der Gesetzentwurf der Landesregierung, das Gesetz zur Änderung des Thüringer Hochschulgesetzes und des Thüringer Gesetzes über die Aufhebung der Pädagogischen Hochschule Erfurt in der Drucksache 3/2847, wurde auf Beschluss des Landtags vom 6. Dezember 2002 an den Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst überwiesen. Der Ausschuss hat in seiner 27. Sitzung am gleichen Tage eine schriftliche und mündliche Anhörung beschlossen und den Kreis der Anhörungspersonen festgelegt. Zur mündlichen Anhörung am 21. Februar wurden 24 Auskunftspersonen eingeladen, von denen 12 erschienen. Angehört wurden in schriftlichen bzw. mündlichen Anhörungsverfahren die Rektoren und Präsidenten der Thüringer Hochschulen, die Studentenwerke, die Vertreter der Studierenden, die Personalräte, Verbände der Hochschullehrer, weitere Berufsverbände, Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände, die Vertreter der Kirchen, der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und das Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh. Insgesamt wurden 58 Stellungnahmen erbeten.
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Wenn ich in dieser Angelegenheit das Wort ergreife, dann tue ich es nicht, weil ich den Eindruck habe, dass ich den Worten von Frau Dr. Seemann noch etwas in der Sache Bedeutungsvolles hinzufügen müsste, und auch nicht, weil ich glaube, dass diese Ausführungsvereinbarung noch irgendeine besondere Unterstützung benötigt, sondern ich glaube, an dieser Stelle sehen wir einmal, welche Mühen auf der Ebene in der Gleichstellung von Frauen und Männern zum Beispiel in der Wissenschaft vor uns liegen. Ich glaube, es wird niemand geben, der in der Wissenschaft ernsthaft die Gleichwertigkeit der intellektuellen Potentiale von Frauen und Männern in Frage stellt, und es wird auch niemand geben, der aktiv dafür etwas tun oder passiv hinnehmen würde, dass man dieses Potential nicht ausschöpft. Und es ist ja auch so, dass die Institute, die Frau Dr. Seemann alle aufgezählt hat, zumindest bei den Berufungsverfahren für neue Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer auf die Gleichstellungsbeauftragten in den Hochschulen zurückgreifen. Das sind die Kooperationsverträge. Eigentlich ist die Praxis gegeben. Und trotzdem ist diese Ausführungsvereinbarung bis heute nicht unterzeichnet.
Es wird vorgeschlagen, den Gesetzentwurf an den Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Technologie zu überweisen. Wir kommen zur Abstimmung. Wer für die Annahme der Drucksache 15/2057 unter gleichzeitiger Überweisung an den Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Tech
Gibt es noch weitere Redewünsche ähnlicher Richtung? Das scheint nicht der Fall zu sein. Ich schließe die Aussprache. Es ist beantragt worden, dass der Gesetzentwurf an den Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst überwiesen wird. Wer dem zustimmt, den bitte ich um das Handzeichen. Danke schön. Gibt es hier Gegenstimmen? Das ist nicht der Fall. Stimmenthaltungen? Das ist auch nicht der Fall. Damit wird der Gesetzentwurf im Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst weiterberaten. Ich schließe den Tagesordnungspunkt 7.
Erstens: In Hamburg sind wir, anders als in Köln, Frankfurt oder München, ganz besonders auf die Wissenschaft angewiesen, weil wir kaum Industrie haben. Gerade Hamburg ist, abgesehen vom Handel, in erster Linie auf Wissenschaft und Forschung angewiesen als ein Cluster, um diesen Begriff einmal pauschal zu nennen. Das ist der eine Punkt, der erschwerend hinzukommt, wenn man in Rankings schlecht abschneidet.
gen eingeleitet. Vorfahrt hat der Themenbereich Bildung und Wissenschaft. Im Bereich der Hauptgruppen 5 bis 8 wird hier im Doppelhaushalt ein Aufwuchs von 16 % erfolgen. Wissenschaft und Forschung sind mit einem Ausgabenniveau von 340 Millionen Euro nahezu stabil. Wirtschafts- und Technologieförderung sind erstmalig auf über 1 Milliarde Euro angestiegen, die Investitionsquote steigt und die Kreditfinanzierungsquote sinkt.
Was wird gewünscht? - Eine PopAkademie auf dem ehemaligen EXPO-Gelände, um damit den kulturwirtschaftlichen Standort Niedersachsen zu stärken. Mit Verlaub: Der Minister für Wissenschaft und Kultur, Herr Oppermann, hat schon deutlich gemacht, dass das Land bereits eine ganze Menge an Vorleistungen erbracht hat. Allerdings gibt es eine Studie zur Rock- und Popmusikförderung in Niedersachsen, aus der erkennbar ist, dass an dieser Stelle noch Nachholbedarf besteht. Wir müssen die Chance nutzen, im Zusammenhang mit der Nachnutzung des EXPO-Geländes eine solche Akademie zu installieren. Hierbei geht es nicht nur um Inhalte von Wissenschaft und Kunst, sondern auch um eine wirtschaftspolitische Schwerpunktsetzung.
Wir werden künftig immer stärker einen Wettbewerb um die Köpfe in der Wissenschaft bekommen. Es wird einen Wettbewerb um die besten Lehrenden und um die besten Lernenden geben. Das werden wir in den folgenden Tagesordnungspunkten noch besprechen. Wir werden diesen Wettbewerb in der Wissenschaft als Standort Schleswig-Holstein nur dann bestehen können, wenn es uns gelingt, Zentren echter wissenschaftlicher Exzellenz zu bilden. Dazu bedarf es eines Einsatzes, der über die bisherigen Anstrengungen des Landes hinausgeht. Dazu bedarf es einer Konzentration von Mittelzuweisungen und Planstellen sowie Komplementärmittel für die Drittmittel in größerem Umfang, als wir es jetzt haben. Um das zu erreichen, brauchen wir ein weiteres neues Instrument, nämlich eine Mittelvergabe nach Leistungs- und Wettbewerbsgesichtspunkten.
Das von den Ressorts Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt; Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur; Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie Finanzen erarbeitete Konzept zur Förderung der Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Thüringen wurde 1997 im Kabinett beschlossen. Wie Sie sich sicherlich noch erinnern können, lag die Besonderheit dieses Konzepts in der ressort- und fachbereichsübergreifenden Zusammenarbeit verschiedenster Institutionen, Einrichtungen, Vereine und berufsständischer Vertretungen. Diese begründete vertiefte Zusammenarbeit haben wir auch für diesen Bericht genutzt. Die maßgeblich beteiligten Ressorts Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur sowie Wissenschaft, Forschung und Kunst haben mit ihren Erfahrungen und Anregungen dazu beigetragen, dass Ihnen hier ein ressortsübergreifender Bericht gegeben werden kann.
Drittens, Bereitstellung ausreichender Fördermittel. Hier möchte ich nur, ohne wirklich noch einmal auf Details einzugehen, auf ein noch existierendes Defizit eingehen, und zwar gibt es ja auch aus dem Fachbeirat Stimmen, die darauf hinweisen, dass die gesamte Kette von der Züchtung über Anbau, Ernte bis hin zur Verwertung, zwischendrin natürlich auch die Wissenschaft, die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft und Forschung, insgesamt stärker gefördert werden müsste. Meine Frage noch einmal und Aufforderung auch an die Landesregierung, an den Fachausschuss ist - das heißt nicht, dass da nicht schon etwas getan wurde, ich bitte das jetzt in der Kürze der Zeit nur als Impuls entgegenzunehmen - lassen Sie uns Möglichkeiten finden, um diese gesamte Kette stärker, vielleicht auch über eine neue Förderrichtlinie zu fördern. Kassen sind knapp, trotzdem müssen Prioritäten gesetzt werden. Zur Bioenergie an sich, dass wir der Auffassung sind, dass Bioenergie auch in Thüringen weiter voranzubringen ist, möchte ich nur eins in Erinnerung rufen an die, die mit der Landwirtschaft nicht ganz so eng verbunden sind, meine Damen und Herren. Es ist ja noch keine hundert Jahre her, da gab es in der Landwirtschaft nur die Quelle der Bioenergie, nämlich über die Muskelkraft von Pferden und Rindern. Alles was danach gekommen ist, wissen Sie. Und jetzt tun wir eigentlich nur etwas, was folgerichtig und suk
Außerdem - ich sagte es schon - müssen wir noch über die Nr. 2 der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur in der Drucksache 2428 abstimmen. Wer der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur in der besagten Drucksache zustimmen will und damit die in die Beratung einbezogene Eingabe für erledigt erklären möchte, den bitte ich um ein Handzeichen. - Ich bitte um die Gegenprobe. Stimmenthaltungen? - Das ist ebenfalls einstimmig beschlossen.
Auch von unserer Fraktion ist anzufragen, was der Kollege Seidel jetzt gesagt hat. Wie soll man mit knapp 8 Mio. die also den Thüringer Anteil an der Stiftung "Kulturfonds" darstellen, die Thüringer Kulturstiftung ausreichend finanzieren und die Aufgaben erledigen, die bisher durch die Stiftung "Kulturfonds" realisiert worden sind, und gleichzeitig noch bestimmten Ansprüchen der Thüringer Kulturförderung entgegenkommen? Wir haben das Thema der Stiftungsgründung des Öfteren diskutiert. Es wurde auch immer wieder gesagt, wir haben nicht ausreichend Kapital um eine Thüringer Kulturstiftung, die eigene Erträgnisse abwirft, zu gründen, und nun ist plötzlich ein Anteil von 7,6 Mio. % & Ministerin Schipanski und Herr Ministerpräsident Althaus, es klingeln dabei alle Alarmglocken, muss ich Ihnen sagen. Auch nach dem Bericht ist es nicht deutlicher geworden, dass der Weg, der mit dem CDU-Antrag eingeschlagen worden ist, der richtige Weg sowohl für Thüringen und insbesondere aber auch für die Kunst und Kultur sei. Ich möchte demzufolge noch einmal mit aller Deutlichkeit formulieren: Die Probleme, die sich hinter dem CDU-Antrag verbergen, müssen unbedingt im Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst debattiert werden. Wir dürfen uns keinen Schnellschuss erlauben, der heute mit der Abstimmung des CDU-Antrags Verhältnisse sanktioniert, die wir dann nicht mehr zurückholen können. Denn würden wir das tun, dann würden wir uns dem Vorwurf aussetzen, dass die Thüringer Kulturstiftung nichts anderes ist als das Grabkreuz auf dem Grab der Stiftung "Kulturfonds". In diesem Sinne hoffe ich, dass ich Ihr Verständnis erweckt habe und wir eine sorgsame Beratung im Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst durchführen. Ich möchte gleichzeitig dazu beantragen, dass der Bericht, den die Ministerin gegeben hat, und der Hintergrund, der dazu in der Ausschuss-Beratung notwendig ist, mit im Ausschuss fortberaten wird.
Konsequenterweise fordern wir Investitionen in die Köpfe, Zukunft und Arbeit durch Innovation, Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts aus den Potenzialen von Wissenschaft und Forschung, Einbindung und Förderung des Mittelstands in Bildung und Wissenschaft. Leistungen, die in der Wissenschaftslandschaft Thürin
Meine sehr verehrten Damen und Herren, in Zeiten der großen Koalition waren wir uns noch einig, der Bereich Forschung und Wissenschaft ist das Politikfeld, in dem wir nachhaltig die Zukunft gestalten. So waren wir uns auch einig, dass diesem Politikbereich unser besonderes Augenmerk galt, und so haben wir damals trotz schwerer finanzieller Probleme dafür gesorgt, dass die Kapitel im Landeshaushalt, die die Forschung und die Wissenschaft betrafen, nicht nur nicht gekürzt wurden, sondern ständig anstiegen. Damit ist seit 1999 endgültig Schluss. Der Bereich wirtschaftsnahe Grundlagenforschung wurde bis 2002 auf 31,2 Mio. ' men indiskutable Summe sinkt nach der Ergänzungsvorlage der Landesregierung noch einmal ab, und zwar auf 20,1 Mio. Das ist eine Kürzung gegenüber dem Nachtragshaushalt von 2002 um 35 Prozent. Besonders wird dieses die Verbundforschung treffen. Hatten wir 1999 dort noch 33,1 Mio. + !" ,zungsvorlage die Mittel für die Verbundforschung auf 12,9 Mio. %fen. Das ist gegenüber dem Nachtragshaushalt von 2002 eine Mittelreduzierung von 48,4 Prozent und so erweist sich der gesamte so hoch gelobte Hochschulpakt als Mogelpackung. Er beinhaltet zwar eine Finanzierungszusage bis 2006, aber gleichzeitig werden den Hochschulen durch die Hintertüren die wichtigsten Forschungsmittel gekürzt und damit der wirtschaftsnahen Forschung sowie der Grundlagenforschung die finanzielle Basis entzogen.
Zweitens. Die vorgesehenen zentralistisch-hierarchischen Strukturen sind in der Wissenschaft – das lehren alle historischen Erfahrungen, auch in der DDR – kontraproduktiv und führen zum Niedergang der Wissenschaft.
Bildung ist einer der Schlüsselbereiche für unsere Zukunft. Die Bereiche Bildung und Wissenschaft spielen für die Koalition eine herausragende Rolle. Wir setzen alles daran, die engen finanziellen Spielräume gerade auch für Bildung und Wissenschaft zu nutzen. Wir wollen unseren Kindern und Jugendlichen bestmögliche Förderung zuteil werden lassen.
Was ich im Zusammenhang mit Landeskunde viel wichtiger finde, ist, dass wir da ja ein Querschnittsthema haben, das eben nicht nur eine einzelne Wissenschaft einbezieht, sondern wo wir sinnvolle Bezüge schaffen können zwischen Geschichte, Geographie, zwischen Politik, zwischen Soziologie und wo wir versuchen können, aus diesem starren Korsett der einzelnen Fächer, die wir oftmals noch unterrichten, herauszukommen und zu sagen – was die Wissenschaft längst gemacht hat, was sich in den Schulen aber häufig noch nicht heruntergebrochen hat –, wir versuchen wirklich, das ganzheitlicher zu betrachten. Wir versuchen, dort, wo sich logische Bezüge in den einzelnen Fachinhalten finden lassen, die auch wirklich so zu spielen, dass sie dann bei den Schülerinnen und Schülern als ein gesamtes Bild ankommen und nicht als einzelne Häppchen, die dann in Beziehung zu setzen einem selbst wahrscheinlich relativ schwer fiele.
Zur Frage der Begehrlichkeit! Wir haben in unserem Land ein Problem im Bereich Bildung und Wissenschaft. Wir sind zum Beispiel für die Wissenschaft und Forschung unseres Landes nicht so attraktiv, dass wir ihnen die Forschungsmöglichkeiten geben, die sie zum Beispiel in anderen Staaten bekommen. Ich vergleiche mit Amerika. Topforscher bleiben nicht in unserem Land, sondern sie gehen bei besseren Arbeitsbedingungen zum Beispiel nach Amerika. Wir haben ein großes Interesse, und ich bin ziemlich sicher, dass ich das auch im Namen des Senats sagen kann, diese führenden Wissenschaftler zurückzuholen oder im Land zu halten. Ich glaube, da gibt es auch keinen Dissens. Dazu brauchen wir eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung.
Konsequent wird in unserem Haushalt das Programm zur Sanierung von Baudenkmälern fortgeführt. Ich meine, dieses Programm ist besonders wichtig, weil man mit jeder Mark, die wir in diesem Programm einstellen, 8 - 10 DM zusätzliche Mittel aktiviert. Das sind nämlich diese Gelder, die dann an Aufträge an die mittelständische Industrie gehen, und damit haben wir wieder die Kopplung von Wissenschaft, Forschung und Kunst mit der Wirtschaft dieses Landes. Ich glaube, das ist die entscheidende Zielsetzung für uns, dass wir mit Wissenschaft, Forschung und Kunst ebenfalls eine Rückwirkung auf die Wirtschaft dieses Landes haben, damit wir uns wirtschaftlich und auch finanziell konsolidieren für die nächsten Jahre.
Zweitens werden die Innovationszyklen in der Wissenschaft immer kürzer. Wenn sich aber die Inhalte und die Methoden der Wissenschaft ständig wandeln, müssen auch ihre institutionellen Formen flexibel sein. Die Hochschulen müssen zu lernenden Organisationen werden. Das können sie nur, wenn ihnen der Staat möglichst viel Freiraum lässt.
Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst zu der Mitteilung der Landesregierung vom 21. Mai 2002 – Bericht der Landesregierung zu einem Beschluss des Landtags; hier: Einzelplan 14 des Staatshaushaltsplans 2002/2003 – Bericht zur Organisationsstruktur des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst – Drucksachen 13/1001, 13/1339
Ich komme zu den Investitionen in Kultur und in Wissenschaft. Ich versuche, Ihnen in Erinnerung zu rufen, wie es 1997 aussah. Im Bereich der Wissenschaft wurden gerade einmal – –
Wir werden auch weiterhin im Bereich von Wissenschaft und Weiterbildung unsere Spielräume nutzen. Es ist schwer. Der Wissenschaftsminister hat es ganz besonders schwer, weil wir wissen, dass die Wissenschaft eine der Grundlagen neben der Bildung darstellt und wir zukünftig bestimmte Möglichkeiten im Staat erringen können. Aber ich denke, insgesamt zeigt der Haushalt in seinen Schwerpunkten: Es geht noch nach vorn. Sie brauchen keine Notkäufe zu tätigen, meine Damen und Herren.
Wissenschaft und Wirtschaft können nur voneinander profitieren, wenn sie verstärkt zusammenarbeiten. Die Wissenschaft wird sich in Zukunft noch stärker um finanzielle Mittel aus der Wirtschaft bemühen müssen und die Wirtschaft muss auf die Hochschulen zugehen, um zu sagen, was sie braucht und erwartet. Der Staat kann Anreize schaffen und das werden wir tun.
Zunächst möchte ich in erster Linie Ihnen, Frau Schön, aber auch Herrn Böhrnsen meinen Respekt dafür zollen, dass Sie diese Debatte mit der Ernsthaftigkeit und der Sachlichkeit führen, die Ihrer Meinung entspricht, in Ihrer Auffassung, dass hier Tierschutz möglicherweise nicht zum Tragen kommt oder nicht so zum Tragen kommt, wie Sie sich das wünschen. Ich bitte Sie aber auch, die Position der Wissenschaft anzuerkennen. Sie wissen alle, dass wir sagen, Bildung und Wissenschaft sind ein Schwerpunkt in diesem Land, nicht nur für Bremen, aber insbesondere für Bremen. Wir machen große Anstrengungen, im Bereich der Forschung mit anderen Ländern mitzuhalten, ihnen nicht die Forschung zu überlassen, sondern hier in der Bundesrepublik Deutschland unternehmen wir die größten Anstrengungen, und das gilt selbstverständlich nicht nur für die anwendungsorientierte Forschung, sondern auch für die Grundlagenforschung. Ein Teil der Grundlagenforschung umfasst, wenn wir jetzt an die Medizinforschung denken, auch Bereiche, die so gut wie nicht erforscht sind. Das Gehirn ist nach wie vor so gut wie unerforscht.
Debatte - den Streit darüber beendet, ob Wissenschaft eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung hat und wie denn diese Verantwortung gestaltet werden kann. Sie nicken, Herr Biallas. Das freut mich wirklich, weil wir nämlich noch - ich habe das gestern schon in der Hochschuldebatte gesagt 1993 einander diametral fundamentalistisch gegenüber gestanden haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass heute keine Debatte geführt wird, die heute zu Ende sein darf, sondern dass das eine permanente Debatte sein muss, die nicht nur in den Parlamenten, sondern dort geführt wird, wo die Probleme am Ende auftreten können, nämlich in den Hochschulen, bei den Medizinern selbst. Wir brauchen keine Elfenbeinwissenschaft, sondern wir brauchen eine offene Wissenschaft, wir brauchen die Ethikräte in den Hochschulen, bei den Forschern selbst, um so nahe wie möglich diesen gesellschaftlichen Einfluss darstellen zu können.
Auch wenn Gender Mainstreaming vielen inzwischen beim Aussprechen keine Schwierigkeiten mehr macht, so heißt das lange nicht, dass die Umsetzung rasante Fortschritte macht. Nehmen wir zum Beispiel den Bereich der Wissenschaft! Bremen und Bremerhaven sind Städte der Wissenschaft. Das finde ich auch sehr gut, ebenfalls das bundesweit einmalige Verbundkonzept der Universität Bremen und der Hochschulen Bremen und Bremerhaven, das ja auch weitergeführt wird. Doch wir müssen, denke ich, weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, damit sich der Anteil der Stu
Wir hatten in der Vergangenheit einen Strukturwandel zu verkraften, mindestens einen, eigentlich mehrere. Ein neuer Strukturwandel, das ist einige Male hier angesprochen worden, ist abzusehen, und das nicht nur auf einem einzelnen Gebiet. Ich nenne als Schlagwort Diesel und Autoindustrie, das gilt auch für die Technik und viele andere Dinge. Die Zukunft des Landes hängt auch davon ab, ob es ein anerkannter Standort von Wissenschaft und Forschung ist. Wir können diesen neuen Strukturwandel nicht bewältigen, wenn wir nicht in Forschung und Wissenschaft an der Spitze sind. Wir haben eine gute Ausgangsposition. Ich schließe mich da dem Lob des Herrn Lafontaine für die Regierung an, das stimmt ja gelegentlich. In diesem Bereich sind wir wirklich vorne. Aber das muss auf jeden Fall aufgebaut werden. Deshalb muss die Förderung der Hochschulen Vorrang haben. Das Saarland muss eine Bildungshochburg sein! Die beste Schule ist für unsere Kinder gerade gut genug. Der Ministerpräsident hat von einem Schulfrieden bei uns gesprochen, davon kann meiner Ansicht nach keine Rede sein. Dass sich ganze Kollegien dazu genötigt sehen, sogenannte Brandbriefe an den Kultusminister zu schreiben, ist in meinen Augen ein Skandal. Aber ein noch größerer Skandal ist, wie das Kultusministerium darauf reagiert hat und in welcher Zeitfolge.
Ich kann nachvollziehen, dass Sie sagen, Sie würden gern in der Deputation für Wissenschaft über diesen Fragenkomplex informiert werden, aber es fällt mir im Augenblick ein bisschen schwer zu sagen, dass ich unter dem Thema „Informationen über BA-/MA-Studiengänge für Schülerinnen und Schüler“ Ihnen gleichzeitig jetzt umfänglich auch über die Akzeptanz oder Information der Unternehmen berichten soll. Ich mache das aber gern und würde vorschlagen, sofern Sie nicht hier eine Frage einbringen, dass ich Ihnen das nachreiche in der Deputation für Wissenschaft, das ist wahrscheinlich der beste Weg.